Wenn der Bauer ein Held sein will
Freitag, März 2nd, 2012In der Blogosphere (hier beim Karsten und hier bei Xelodon) wird das Thema Bauergaming diskutiert. Dabei ist mir aufgefallen, dass der Begriff des Bauergamings in den Beiträgen und Kommentaren recht unterschiedlich definiert wird – für einen rollenspieltheoretischen Begriff zugegebenermaßen keine ungewöhnliche Situation.
Ich habe Bauergaming meistens als eine Art “Rant” wahrgenommen, als positiv besetzten Kampfbegriff von Spielern, die sich von den bösen, bösen Powergamern abheben wollten, indem sie bewusst zugunsten des guten Rollenspiels (TM) auf starke Charaktere verzichteten. Das Phänomen ist mir sowohl beim Larp als auch beim Pen & Paper bereits mehrfach begegnet. Es ist ja bei SchErz-Spielern ohnehin verbreitete Ansicht, dass der Fokus auf einer gesunden, sprich effektiven, Charakterentwicklung, also dem Ausschöpfen der Möglichkeiten im Rahmen von Setting, Regeln und weiteren Vorgaben, zu schlechtem Rollenspiel führt. Kurz gesagt:
Powergaming = schlechtes Rollenspiel (sic!)
Die Logik wird dann beim halb-ironisch besetzten Begriff Bauergaming umgedreht. Wer also Charaktere baut, die wenig können, der ist ein besonders guter Rollenspieler, weil er sich auf das Wesentliche (TM) beschränkt.
Bauergaming = gutes Rollenspiel (sic!) (weiterlesen …)


