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Archive for the ‘Rezension’ Category

D&D Next angespielt: Eine Sau namens Spielleiter

Sonntag, Mai 27th, 2012

Die Blogsphäre brummt mit D&D Next und wir brummen fleißig mit. Nach meiner Betrachtung der Spielerseite folgt nun die für das Wesen hinter dem Schirm. Den Posten habe ich selbst noch nicht eingenommen, darum ist hier die Bewertung etwas distanzierter, nichts desto trotz ist es eine kritische.

Keine Rettung vor Rettungswürfen

Fangen wir mit den Dingen an, die mir als Spieler aufgefallen sind. Das war zunächst eine Wartezeit, die auftrat nachdem ich meinen schwer zu platzierenden 15 ft. cone burning hands inmitten einer Horde Zombies gesetzt hatte. Ich habe die DC für den Rettungswurf gesagt, den Schaden gewürfelt und dann haben alle gewartet. Bis auf den SL. Die arme Sau hat für fünf Zombies Rettungswürfe gewürfelt, Treffpunkte notiert und hatte alle Hände voll zu tun. Man mag die Defenses aus der 4e mögen oder nicht, aber sie verhinderte solche Pausen und erzeugt mehr Spannung: “Habe ich getroffen? Na?” Das ist nun weg. (weiterlesen …)

D&D Next angespielt: 2w20 für ein Halleluja

Samstag, Mai 26th, 2012

Samstag haben wir gleich die erste Chance für einen Test von D&D Next genutzt. Besonderer Dank geht an Vens, der sich schnell ins Abenteuer, die Caves of Choas aus dem Keep on the Borderlands, eingelesen und es geleitet hat. Das Ergebnis war eine Menge Spaß, doch meine Bewertung der Regeln ist zwiegespalten.

“…Ihr dürft Euch küssen.”

WotC hat vorher angekündigt die Charaktere mit Themes und Backgrounds stärker mit dem Hintergrund zu verheiraten. Das gelingt auch. Mein Magier betrat die Welt als der lokale Sagenkundige, der Kämpfer war als Kriegsveteran in der Kneipe beim Bier zu finden und die beiden Priester waren natürlich an die lokalen Tempel gebunden. Dafür gab es zu jeden Hintergrund passende Fertigkeiten und auch mal eine Spezialfähigkeit. Wusste mein Magier in einem Wissensgebiet mal nicht weiter, so wusste er automatisch wo er dazu weitere Hilfe finden kann. In diesem Punkt haben die Wotzies ihr Ziel erreicht und mir hat es sehr gefallen. (weiterlesen …)

Die 4th-Edition-Realms taugen nicht einmal mehr als Brettspiel-Hintergrund

Freitag, Mai 18th, 2012

In Renton ist man offensichtlich mittlerweile selbst zu der Erkenntnis gelangt, dass die vergessenen Reiche der vierten Edition kein Hintergrund sind, auf dem irgendein Spiel basieren sollte. Lasst mich kurz etwas ausholen, um das zu erläutern.

Kürzlich haben die Dame des Hauses und ich uns das neue Wizards of the Coast-Boardgame “Lords of Waterdeep” gekauft. Es war ein Impulskauf, der uns bei unserem lokalen RPG-Broker in der Hände fiel. Das Spiel ist brandneu, es wurde im März 2012 veröffentlich. Es trägt das offizielle 4th-Edition Dungeons & Dragons-Logo. Für ein D&D-Spiel ist es recht ungewöhnlich. Es gibt kein Plastikmini-Rumgeschubse, “Lords of waterdeep” bietet stattdessen ein würfelloses und eurogamemäßiges Spielgefühl. Jeder Spieler verkörpert einen der geheimen “Lords of Waterdeep” und will mit seiner Organisation die Stadt Tiefwasser/Waterdeep übernehmen.

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D&D Daggerdale – Messer wetzen in Dolchtal

Donnerstag, September 8th, 2011

Eine Rezension des Computerspiels Dungeons & Dragons Daggerdale

D&D Daggerdale ist ein Rollenspiel für PC, Xbox und das Playstation Network. Angeboten wird es von Atari. Es verfügt über einen Einzel- und Mehrspielerspielermodus und folgt lose dem Regelwerk von D&D 4. idealo.de hat uns kürzlich freundlicherweise ein Rezensionsexemplar angeboten und als alte D&D-Fans haben wir zugeschlagen und uns das gute Stück näher angeschaut.

Dial..Monolog…Teleport?

Die Installation erfordert auch die Installation des Steam-Clients, Valves Online-Vertriebsportal für Computerspiele. Wer diesen bereits für eines der zahllosen anderen Spiele nutzt, die man darüber beziehen kann, den wird das wenig stören. Ich finde den Client recht nervig und habe dank langsamer Internetverbindung auch einige Versuche gebraucht, um ein Konto zu bekommen. Aber das soll den Eindruck des Spiels nicht beeinflussen. Das lief dann auch problemlos. Die in manch anderen Tests festgestellen Bugs bleiben bei mir aus. Einem wohl etwas größeren Patch-Download sei Dank. (weiterlesen …)

Der neue 4e Character Builder – Schicke Oberfläche mit Tunnelblick

Freitag, November 26th, 2010

Alles neu macht der November. Jedenfalls gilt das dieses Jahr bei Wizards of the Coast und ihrem Character Builder (CB) für DDI-Abonnenten. Im Sommer noch war die Frage, wann die Updates für den alten CB kommen, die es erlauben Essentials Charaktere oder solche mit Dark Sun Themes und Wild Talents zu basteln. Nach monatelangem Schweigen seitens WotC kam dann am 2.11. die Meldung, dass der CB am 16.11. neu und online erscheinen wird. Das ist nun Geschehen und ein Grund für mich mal einen Blick darauf zu werfen und meine Erkenntnisse mit Euch zu teilen.

Updates

Leider war ich am 16.11. selbst nicht in der Lage den CB zu testen. Aber Mustrum berichtete mir schon von einigen Abstürzen. Zwei Versuche einen charakter zu erstellen endeten mit einem Absturz. Hier zeigt sich der Vorteil der Onlinevariante, zumindest für WotC. Seit ich am 21.11. zuerst auf den CB zugriff stürzte er nur bei einem Test ab, dafür aber reproduzierbar. Ansonsten lief er stabil. Anscheinend hat WotC in der Zwischenzeit mindestens ein Update eingespielt. Bei einem offline Character Builder wäre das zwar für den User mit ein paar Klicks und kurzer Wartezeit verbunden gewesen, aber online geht das alles still und heimlich. Aber immerhin ging es schnell. Zumindest könnte man das denken, wenn man den Kontext nicht betrachtet. Der CB wurde von den Wotzies genau zwei Wochen vor seinem Erscheinen angekündigt. Das heißt, es war für D&D Digital nicht möglich den Zeitplan der Implementierung so zu schätzen, dass die zunächst releaste Version relativ fehlerfrei funktionierte. Stattdessen haben sie sich genau so verschätzt, dass die spürbar stabilere Version nur wenige Tage nach dem offiziellen Release erschien. Das sind also ein bis fünf Tage Fehlschätzung auf zwei Wochen.  Oder war das “Absicht”? Aber daran will ich lieber nicht denken. (weiterlesen …)

Zufallskarte für “Die Mark”

Samstag, November 20th, 2010

Zufallstabellen sind mir eigentlich ein Graus. Was auch immer man damit erwürfelt wirkt irgendwie künstlich. Kürzlich bin ich dann über die Tabellen zur Kampagnenerstellung von Spielfetzen gestolpert. Dieses System hat mir von Anfang gut gefallen. Darum habe ich es zur Erstellung einer Karte für mein Savage Worlds Setting “Die Mark” genutzt. Und das Ergebnis kann sich sehen lassen.

Geländetyp “Joker”

Der erste Schritt ist das “Terraforming”. Spielfetzen nutzt dazu einen w6. Nach ein paar Probeläufen habe ich das auf einen w8 geändert. Die 7 und 8 habe ich mit “Jokern” belegt: zwei Geländetypen, die ich besonders oft in der Karte haben will. Bei mir waren das Wald und Grasland. Das hat geholfen die Landschaft näher an das zu bringen, was ich mir vorgestellt habe. (weiterlesen …)

Red Box? Einstiegsdroge? TPK!

Freitag, Oktober 15th, 2010

Wir haben gestern das Einsteigerabenteuer der Red Box zu Ende gebracht. Genau genommen hat Vens, unser SL es zuende gebracht. Und noch genauer genommen war es ein vorzeitiges Ende: Total Party Kill. TPK. Das und nichts anderes war das Ergebnis. Ganz schön heftig. Wir sind aber auch teilweise selbst Schuld. Vens hat die Encounter 1:1 übernommen, schließlich sind wir keine Neueinsteiger sondern alte Hasen. Zudem besitzt er kein DMG und die Red Box selbst enthält absolut keine Information darüber, wie man die Encounter anpasst. Nicht einmal die zu vergebenden XP für kleinere Gruppen sind enthalten. Friss oder stirb.

Wer früher stirbt ist länger tot…

Das für uns tödliche Encounter hatte 700 XP. Das heftigste des Abenteuers hat 800, aber bis dahin kamen wir gar nicht. Das entspricht für ein Standard-D&D 4-Gruppe mit fünf Spielern den Stufen 2,5 und 3,5. Das liegt also gerade noch in dem Bereich, den das DMG vorgibt: maximal Gruppenstufe+2. Allerdings dürfte es für eine unerfahrene Gruppe mit ebenso unerfahrenem DM, die D&D 4 zum ersten Mal spielen nicht ganz einfach werden. Die Unerfahrenheit des DMs wird die Encounter sicher einfacher machen, aber bei so heftigen Kämpfen kann ein grober Schnitzer auf Spielerseite schon zu einem toten Charakter führen. Dazu kommt, dass Wizards die Box als tauglich für einen bis 5 Spieler verkauft, aber eben keine Angaben macht, wie man die Begegnungen in ihrer Stärke anpassen kann. (weiterlesen …)

D&D Gentleman’s Edition

Dienstag, Oktober 5th, 2010
Heroes of the Fallen Lands

Letzte Woche flatterte bei mir das sehnlichst erwartete “Heroes of the Fallen Lands” in den Postkasten. Eigentlich wollte ich darüber Stillschweigen bewahren, aber jetzt hat es mich doch übermannt. Die erste Überraschung gab es gleich nach dem Aufreißen des Kartons. Das Buch kommt im praktischen A5B5-Format daher. Das hat mir persönlich schon bei der Gentleman’s Edition von Savage Worlds prima gefallen. Es ist einfach deutlich handlicher. Besonders am Spieltisch, wo der Platz zum herum hantieren mit großen Büchern oft fehlt. Und es ebnet auch der Damenwelt den Weg zum Rollenspiel, denn es passt in (fast) jede Handtasche. Aber genug des Chauvinismus, ich will Euch einen kleinen Einblick in den Inhalt gewähren. Zu einer ausführlichen Rezension reicht die Zeit gerade nicht. Solltet Ihr Euch die aber wünschen, lasst es mich wissen, dass reiche ich das gerne nach.

Eine Power für außerhalb des Kampfes?!

HotFL bietet neue Builds für die schon in der Red Box erwähnten Klassen: Wizard, Fighter, Rogue und Cleric. Die alte “Gang of Four”. Für den Fighter gibt es den Knight, einen ehrenhaften Krieger, der etwas in Richtung Paladin geht. Er bewegt sich also auch im Feld der Rolle “Leader”. Dementsprechend hat er Fähigkeiten, mit denen er seine Kameraden schützen kann und er lernt im Heroic Tier auch eine Encounter Power, die es Alliierten erlaubt sich zu heilen. Der Slayer hingegen wildert im Territorium des Striker. Er nutzt nur zweihändige Waffen und ist der klassische Schneisenbrecher. Er teilt ordentlich Schaden aus und lässt sich zudem schwer immobilisieren oder anderweitig von einigen Statuseffekten behindern. Definitiv jemand, der sich durch Gegnerhorden “fräsen” kann. (weiterlesen …)

Von Bambusschildkröten und Zombie-Kakteen

Freitag, Oktober 1st, 2010

Rezension des “Dark Sun Creature Catalog” für Dungeons & Dragons 4. Edition

Die Flora und Fauna von Athas hält so manch böse Überraschung für jeden tapferen Helden bereit. Die meisten davon befinden sich im 143 Seiten starken “Dark Sun Creature Catalog”. Nachdem ich vor einiger Zeit das Kampagnenbuch von Dark Sun schon einer Rezension unterzogen habe, folgt nun das dazugehörige Monsterhandbuch. Es ist für knappe 15€ erhältlich und damit halb so teuer wie das Campaign Setting.

Viel Feind, viel Ehr’

Das Buch widmet sich zunächst der Erklärung der enthaltenen Monsterbeschreibungen. Die Monsterkarten und alle wichtigen Stichworte werden erklärt. Dann folgen die Monster. Jeder Typ ist zunächst mit ein paar Absätzen beschrieben. Diese Beschreibung können Spieler durch einen Wissenswurf auf die angegebene Fertigkeit und Schwierigkeit erhalten. Dazu kommt ein kurzer Absatz darüber wie Begegnungen mit diesem Monstertyp aussehen. Jeder Monstertyp hat dann üblicherweise eine oder drei konkrete Monster, die ihrer Beschreibungskarte angegeben sind. Zu jedem Monster gibt es auch noch einen Absatz, der über das Verhalten im Kampf aufklärt. Beispielbegegnungen mit Stufe und der Anzahl der beteiligten Monster, wie sie z.B. im Monster Manual 1 enthalten sind, gibt es nicht mehr. (weiterlesen …)

Durch die Wüste, zweiter Teil

Montag, August 30th, 2010
Dark Sun

Sandig, staubig, trocken. So ging es im fünften Kapitel “Atlas of Athas” weiter. Aber nur bildlich. Allein von der Seitenzahl her liegt, wie in Teil dieser Rezension bereits geschrieben, der Fokus auf der Stadt Tyr. Nicht nur, dass die Rückseite der Weltkarte den Stadtplan von Tyr zeigt; mit zehn Seiten ist die Beschreibung ist die Stadt auch ausführlich dargestellt. Die weiteren Städte kommen da etwas schlechter weg. Auch besondere Regionen zwischen den Städten, wie die “Ringing Mountains”, der “Forest Ridge” oder der “Estuary of the Forked Tongue” sind nicht so ausführlich beschrieben. Am besten haben es die “Road of Kings”, die sich quer durch den Norden zieht, die “Tablelands” und die “Great Ivory Plain” erwischt. Auch sie sind relativ ausführlich beschrieben.

Von Tyr zum Applaus in der Arena

Ob das daran liegt, wie viel Leben in den besser beschriebenen Ecken ist oder ob es bewusst so gewählt wurde, weiss ich nicht. Aber es wird sicher viele Gruppen dazu bringen in genau diesen Gebieten zu spielen. Das Beschreibungskapitel insgesamt kann man sowohl gut als auch schlecht finden. Es gibt einige Infos. Die meisten Orte sollte man gut im Spiel nutzen können, auch wenn die Städte, die nicht Tyr sind etwas mehr Text vertragen könnten. Aber Inspiration für Abenteuer gibt es viel. Als Kritikpunkt kann man jedoch anführen, dass ein paar weiße Flecken bleiben. So hängt z.B. Abalach-Re, Hexerkönigin von Raam, dem sozusagen selbst erschaffenen Gott Badna an. Es gibt entsprechend auch Schreine und Priester in der Stadt. Wofür die Gottheit aber steht und was dort gepredigt wird ist nirgends beschrieben. Solcherlei Lücken sozusagen auf der zweiten Ebene gibt es ein paar. Nicht viele, aber wenn man wirklich die Welt vollständig verstehen will, fehlt einem so etwas. Zum Spielen wird es für aber die meisten Gruppen reichen. (weiterlesen …)

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