Da ich mittlerweile zu Greifenklaues Lesezirkel gestoßen bin – derzeit lesen wir “Die Herrscher von Lyonesse” von Jack Vance -, stöbere ich naturgemäß auch mehr als sonst in seinem Forum. Während einer interessanten Debatte zum Thema Spielertode und Würfelfairniss hat Greifenklaue eine herzzerreißende Anekdote aus einer seiner jüngsten Pathfinderrunden erzählt. Ich zitiere mal:
“Die Überraschung ist: der Zufall schreibt großartige Geschichten. Geschichten, die ich als SL noch nicht kenne – und die mich genau darum wieder begeistern. Ich erinnere mich an den letzten Spielertod eines SC bei Pathfinder. Ein Dunkelmantler hatte seinen Gefährten umschlungen und schon bewußtlos gewürgt. Klar war allen, dass der in Kürze sterben würde und Handeln das Gebot der Stunde ist. Da er sich chancenlos in der Dunkelheit sah, begann er damit, voller Wut und Zorn auf den Mantler einzutrommeln. Die Würfel entschieden, dass ihm nun die Aufmerksamkeit des Mantlers galt (wenn auch erst in der zweiten Runde, der Gefährte wurde sehr knapp gerettet). Als der Mantler ihn umschlang, wußte er, dass er hier sein wertvollstes Gut in die Waagschale legt. Aber er erkaufte seinem Gefährten das Leben und dem Rest der Runde die nötige Zeit. Ihm selbst fehlte ein TP zu viel. Einer! Es wäre mir ein Leichtes gewesen, die ihm irgendwo dazuzuschummeln. Aber wie gesagt, mache ich das nicht. So wurde das ganze keine Episode, die man in Kürze wieder vergisst, sondern eine Erinnerung, an die man gerne zurückdenkt – ich vermute auch der Spieler (OKay, ich weiß es). Er ist nämlich stolz darauf, dass sein SC als Held gestorben ist. Heros were made not born!” (weiterlesen …)