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Posts Tagged ‘AD&D’

Zu welcher Generation von D&D-Spielern gehörst Du?

Samstag, Mai 12th, 2012

Der amerikanische Rollenspiel-Blogger Cyclopeatron hat die Geschichte von D&D beleuchtet und die Spieler in sechs Generationen unterteilt, abhängig vor allem vom jeweiligen Produktstatus des Spiels.

Das allererste D&D-Regelwerk.

Los geht es mit der “Prä-1974″-Generation: Wer hier dazu gehört, hat mit Gygax und Arneson persönlich am Tisch gesessen. In Deutschland dürfte es damals noch quasi keine Spieler gegeben haben. Ich selbst gehöre dann wohl zur vierten Generation: Ich habe mit AD&D2nd angefangen. Für alles davor bin ich (leider) auch zu jung.

Zu welcher D&D-Generation gehört Ihr?

Das Editionenaufkommen bei WotC steigt weiter

Donnerstag, Januar 19th, 2012

Ich habe eben über Google+ den Link zu einem PDF gefunden, in dem angekündigt wird, dass die AD&D 1st Edition-Regelwerke neu gedruckt werden sollen. Und zwar als limitierter “Premium Reprint”, was bedeutet, dass es eine neue Covergestaltung geben wird, deren Aussehen aber noch nicht bekannt ist. Das Angebot gibt es allerdings nur exklusiv für den “hobby channel” und nur in Nordamerika. Ich konnte so auf die schnelle nicht herausfinden, was dieser “hobby channel” ist, aber vielleicht handelt es sich um einen Distributionskanal. Neu aufgelegt werden das Spielleiterhandbuch, das Spielerhandbuch und das Monsterhandbuch – alles auf englisch natürlich – zu Preisen zwischen 35 und 45 US-Dollar. Von den Erlösen wird der Gygax Mamorial Fund in seinem Bestreben eine Statue des Urvaters von D&D aufzustellen unterstützt. Verkauft werden diese Bücher am 17. April diesen Jahres.

Klingt durchaus interessant für Sammler oder solche, die im Rahmen der OSR-Welle diese Spiele noch spielen. Ich hoffe nur, dass es sich dabei nicht um die groß angekündigte Wiederveröffentlichung alter Regelwerke handelt. Dann wäre das wirklich armseelig. Die Aktion geht auch an uns erst einmal vorbei, wobei man sicher später sicherlich über das Internet horrende Preise für die Bücher zahlen können wird. Schade, dass man hier in Deutschland oder auch generell in Europa ziemlich abgehängt von D&D ist. Fehlende deutsche Bücher kann ich persönlich noch verkraften, da ich eh lieber englische kaufe, aber auch sonst sieht es für Aktionen wie D&D Encounters oder Messen, auf denen WotC oder ihre D&D-Partner auftauchen, ziemlich düster aus.

Ein zeitgeschichtliches Dokument

Montag, Juni 27th, 2011

Auf ” The Labyrinth ” habe ich gerade ein schönes Dokument gefunden. Eine Diskussion zwischen einem “Besorgten über D&D” und dem damaligen PR-Chef von TSR die sich über die Todesfälle, die nur dem bösartigen Rollenspiel D&D geschuldet sind, streiten. Interessant und gleichzeitig auch witzig – und erschreckend. Aber wenn ich den Jungen höre, der seinen Wunschring benutzt um eine Tür zu öffnen, da fängt der Gamist in mir das Kotzen an. Aber es ist schon fast süß. (weiterlesen …)

Der Gott des Wahnsinns eröffnet ein AD&D-Forum

Dienstag, März 23rd, 2010

Der beste Beweis, dass Cyric wahnsinnig ist: Er träumt von der guten alten Zeit, als er noch gar kein Gott war! Jawoll, einen ordentlichen Teil der AD&D-Ära hatten die himmlischen Heerscharen die schwarze Sonne nämlich noch gar nicht auf der Agenda. Dann kam die Zeit der Sorgen… aber das ist eine andere Geschichte.

Spaß beiseite: Der RSP-Blogger Cyric hat nun ein brandneues AD&D-Forum eingerichtet. Die 1st und 2nd-Edition, so die Idee dahinter, kommt nämlich im deutschsprachigen Netz etwas zu kurz. Da schließen wir uns gerne an und rufen unterstützend allen AD&D-Fans zu: Meldet euch fleißig an! Für mich war AD&D2nd jedenfalls die erste D&D-Version überhaupt, die ich kennen und lieben gerlernt habe, so als kleiner Stöpsel Mitte der 90er…

Grüße Joni

Das besondere etwas für den Helden

Montag, Oktober 19th, 2009

Glühende Augen, leuchtende Fußabdrücke, Münzen verschwinden und wieder erscheinen lassen, Brauchreden. Diese und viele Fähigkeiten hat so manch ein Abenteurer und manch ein anderer wünscht sie sich. Ich persönlich gehöre mehr zu letzterem als zu ersteren, weil ich oft D&D spiele und es dort nicht alles gibt. Es gibt den Zauber “Zaubertricks” (Prestidigitation), mit dem als Grad 0 Zauber 1 Stunde lang sowas wie glühende Augen oder auch mal den kalten Kaffee warm machen kann, aber halten tut der Zauber nur eine Stunde, egal wie mächtig man als Magier ist. Für Taschenspielertricks gibt es Sleight of Hand als Fertigkeit und dann hört es so langsam auf, was ich sehr schade finde.

Ich fände es einfach schick, wenn man als Abenteurer auf entsprechenden Stufen ein paar dieser netten Gimmicks lernt, idealerweise automatisch ohne Kosten. Je nachdem welche Klasse oder Fähigkeiten man hat, kann das ganz unterschiedlich sein. Als Magier sollte man sich z.B. den Studienalltag in der Bibliothek erleichtern können. Der D&D-Zauber “Unseen Servant”, der sowieso kaum Effekt hat, wäre ein prima “umsonst/dauerhaft-Zauber”. den kalten Kaffee wieder aufwärmen, Kerzen anzünden, Feder & Tinte aus dem Nichts erscheinen lassen usw. Hexenmeister sind bei so etwas sicherlich eher charismatischer Natur und können Augen leuchten lassen, eine Rose in der Hand erscheinen lassen oder vielleicht so etwas banales wie sich reinigen, damit man für das Erscheinen bei Hofe schick ist. Kleriker können schauen als würden sie ihrem Gegenüber direkt in die Seele blicken und all seine Sünden erkennen oder Ihre Stimme mit Donnerhall über die Anwesenden fahren lassen. Bei magischen Klassen ist das noch recht einfach, bei eher mundanen wird es schwieriger. Für Schurken machen Taschenspielertricks sicherlich Sinn, je nach Ausrichtung. Aber was kann man spektakuläres aber effektloses als Krieger?

Wichtig ist für alle diese Fähigkeiten natürlich, dass sie keinen oder nur absolut minimalen Einfluss auf das Spiel haben. Sie sollten keine wichtige Ausrüstung erschaffen oder ersetzen und keine Boni geben. Evtl. wenn man genügend Fähigkeiten für alle Charaktere gefunden hat, könnte man kleine Boni verteilen, denn dann kann man es wieder ausgleichen. Was mir aber definitiv fehlt sind gute Ideen. ich würde so etwas auch durchaus von den Autoren der Rollenspiele erwarten und sei es nur in einem kleinen Erweiterungsband. Aber bisher habe ich in die Richtung nichts gefunden. Kennt jemand von Euch Systeme und/oder Bücher für so etwas? Oder habt Ihr Ideen, was einzelne Charaktere/Klassen so an Fähigkeiten dieser Art können sollten? Habt Ihr Lust so etwas für Eure Charaktere zu haben oder in Eurer Kampagne zuzulassen? Ich finde, es könnte das Spiel sehr viel netter und bunter machen. Und es würde der Tatsache gerecht, dass viele Charaktere deutlich mächtiger sind als die meisten NSCs. So etwas  soll man ja schließlich auch sehen können.

Gedanken zum Samstag über Jugendsünden

Samstag, Mai 2nd, 2009

Im Alter von 12 oder 13 Jahren haben wir angefangen, DSA zu spielen. Das war irgendwann zu Beginn der 90er Jahre, das Internet war noch nicht so verbreitet, geschweige denn hätten die Typen im Spieleladen uns ernst genommen und unter ihre Fittiche genommen. Diese Studenten, die den ganzen Tag an der Theke standen und über Dinge sprachen, die wir nicht verstanden. Sie kannten den Ladenbesitzer natürlich persönlich und bedachten uns nur mit kritischen Blicken, wenn wir hereinkamen. Damals wollten wir so sein wie die. Später dachte ich dann: So will ich nie werden – ich selbst will mit 25 oder 27 immer ein offenes Ohr für jüngere Spieler haben.

Nun wie dem auch sei, wir badeten in Missachtung, hatten keinen Zugriff auf Foren. Wir spielten daher so, wie wir dachten, dass die ganze Sache funktioniert. Unglücklicherweise waren die einzigen Quellen unserer Erkenntnis zunächst Wie-funktioniert-gutes-Rollenspiel-Erklärungstexte ala Kiesow & Konsorten.

Wir begannen ziemlich schnell, uns vor dem nächsten Kampf zu fürchten. Nicht aus Angst um unsere Charaktere, sondern aufgrund der mehrstündigen AT/PA-Orgien, die meist den größten Teil des freitäglichen Spielenachmittags einnahmen und dennoch sinnlos waren, da sich nie jemand (wir wechselten uns als Spielleiter ab) traute, die Charaktere der anderen auch wirklich sterben zu lassen.

Irgendwann später standen wir dann in jenem Laden und erwarben unser erstes AD&D-Spielerhandbuch. Auch das ist eine süße kleine Anekdote: Vier kleine Brustbeutelträger, von denen jeder zehn mühsam ersparte Mark bereit legte, um gemeinschaftlich unter den skeptischen Blicken der Theken-Typen diese Investition zu tätigen. Was waren wir aufgeregt. Ich weiß noch, wie irritiert wir waren, als wir zum ersten mal die TACO-Tabellen sahen und so gar nicht blickten, dass mit nur einem einzigen Wurf entschieden wird, ob man trifft oder eben nicht.

Und dann gab es jene kleinen Skurrilitäten, die sich in unserer Runde – systemunabhängig – eingebürgert haben. Zum Beispiel begann jede zweite Zufallsbegegnung mit den Worten: “Ihr hört ein Rascheln im Gebübsch.” Ich vermute mal, das lag an fehlender Beherrschung der Mechanismen zu Überraschung und den entsprechenden Fertigkeiten. Einen Kampf, von dem man weiß, dass er gleich stattfindet (da die Goblins, hier wir) haben wir nämlich gerade noch so hinbekommen.

Als wir später Shadowrun kennenlernten, war klar, dass pro Spielrunde immer mindestens einer von uns Gnomen seinen Charakter vergessen würde. Der musste dann immer “zur Strafe” als Archecharakter entwender den Privatdetektiv oder das Gangmitglied mit dem Butterflymesser und ohne nennenswerte Cyberware spielen.

Bei einem Mitspieler war es so Sitte, dass seine Mutter regelmäßig Saft, Kekse und Butterbrote vorbeibrachte. Ich vermute mal, sie wollte auch schauen, was wir da so treiben.

Bei AD&D hatten wir lange Zeit noch den Spleen übernommen, dass die Charaktere “bloß nicht zu mächtig werden” durften. Daher gab es auch Richtung Stufe zehn nur zwei +1-Waffen in der Gruppe, die Träger waren die Kings.

Bei DSA haben wir auf Stufe 11 Borborad in Fasar besiegt, wir haben ihm richtig in den Arsch getreten und uns danach zu den Herrschern der Stadt gekürt.

Alles irgendwie ein bisschen kindisch so im Nachhinein. So würden wir nie mehr spielen, ich vermute mal, wir fänden das heute alles ziemlich albern.

Aber Spaß hatten wir jede Menge und wir denken gerne daran zurück – Magische Zeiten.

Kennt ihr das auch so von früher?

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