Donnerstag lief wieder eine Runde “nukleare Träume” und es war wirklich schön. Es war eine dieser Runden, die wenig Arbeit kosten, weil viel ge- und besprochen wird und wenn dann auch noch die Wünsche des SLs in Erfüllung gehen… wunderschön
Nachdem die Spieler den Wunsch geäußert hatten, dass etwas mehr Druck auf die ausgeübt wird, ingame natürlich, habe ich versucht das umzusetzen. Das hat dazu geführt, dass der Bunker, aus dem die SC kamen nun von Plünderern belagert wird. Das, gepaart mit der Order den Bunker geheim zu halten, der zahlenmäßigen Überlegenheit der Plünderer und der begrenzten Ausrüstung, hat ihnen doch einiges Kopfzerbrechen bereitet. Schlussendlich führte es dazu, dass über die Hälfte der Session mit ingame Diskussionen verbracht wurde. Das mag langweilig klingen, aber es scheint den Spielern Spaß gemacht zu haben und sie gefordert zu haben. Immerhin ging es ingame um viel: Der gesamte Bunker ist in Gefahr. Neben des Problems der Nahrungsversorgung für den Bunker gibt es also ein zweites Schlachtfeld. Dazu kommen Ideen und Plots, die so nebenbei laufen im Moment: Die Forschung an der Alge um Wasser von Strahlung zu reinigen, der Zusammenbau eines Autos aus alten Autoresten, die man in den Stadtruinen noch finden kann und Felix versucht gerade aus einem Fernglas ein Zielfernrohr für sein neues Gewehr zu bauen. Zudem müssen die Plünderer, die jetzt den Bunker belagern ja auch irgendwo her kommen, vermutlich aus den Stadtruinen. Da wäre dann jetzt ein Machtvakuum und ein Bereich, in dem evtl. noch Dinge geplündert werden können, zu denen man vorher nur schwer Zugang hatte. Druck ist also da, die Spieler sind gefordert.
Das hat schon mal viel besser geklappt, als ich gehofft hatte. Ich wollte eigentlich mit der Belagerung nur etwas mehr Druck aufbauen, aber im Zusammenspiel mit den anderen Plots, die so “herumliegen” ging das sehr gut auf und es ergeben sich viele interessante Optionen, an die auch ich vorher teilweise gar nicht gedacht hatte. Und da man für Diskussionen als SL wenig tun muss, außer aufzupassen, dass sie nicht abdriftet, hatte ich auch eine relativ entspannte Runde. Und dann haben mir die Spieler noch ein “Extra-Bonbon” geschenkt. Eine Überlegung, die Belagerung zu brechen war, die Plünderer zu einem friedlicheren Verhalten zu überreden, indem man ihnen eine Perspektive bietet. Zum Beispiel eine gute Nahrungsversorgung. Dadurch kam wieder das Problem der Nahrungsversorgung für den Bunker auf den Tisch, das so natürlich noch drängender wird. Da keine der bestehenden Siedlungen genug Nahrungsmittel produziert, müssen eigenen Felder angelegt werden und diese müssen verteidigt werden. Außer man überzeugt so ziemlich alle Plünderer von Überfällen, Mord, Totschlag und einem Leben in Ruinen und Chaos abzulassen und Teil der Gemeinschaft zu werden. Und so war die Vision einer neues “Welt” geboren: Ein friedliches Zusammenleben von Plünderern, Überlebenden und Bunkerbewohnern.
Bis dahin ist es ein weiter Weg, der beim Absetzen des Bunkergremiums beginnt und über das Überzeugen der Plünderer und das Schaffen von Voraussetzungen für Ackerbau im großen Stil geht. Aber es bleibt ja noch einige Zeit dafür
Und ich bin darüber sehr glücklich, weil ich mir bevor die Kampagne begann vorgestellt habe, dass die Spieler oder Charaktere auch die Welt insgesamt verändern können. Sie können eine Vision von Demokratie, Arstrokatie, Kommunismus, totaler Zerstörung, Krieg oder etwas völlig anderem entwickeln und diese umsetzen. Und genau das beginnt gerade zu passieren. Schön
Also vielen Dank an meine Spieler für das Erlebte.
Der zufriedene SL