Nachdem unsere Helden zurück in Neu-Schwanstein sind, muss besonders Jakob erst einmal (mal wieder) unter das kundige Skalpell des örtlichen Arztes. Dieser kann ihn soweit behandeln, wie es nötig ist. Im Krankenzimmer findet er sich dann neben einem ebenfalls kürzlich operierten Händler wieder. Dazu passend weiss Henning Neues zu berichten: Der Händler heißt Kurt Siemens und war auf dem Weg von der Bergfestung nach Neu-Schwanstein auf der üblichen Handelsroute. In der Nähe der Dorfruinen, bei denen die Charaktere am ihrem ersten Tag außerhalb des Bunkers Quirinius Bauer trafen, wurde sein Treck von einer Gruppe Plünderer überfallen. Die Wachen wurden alle getötet, nur der Händler selbst konnte mit nichts als seinem Leben verwundet fliehen. Das ungewöhnliche daran war, dass sich die Plünderer sowieso selten so weit von Schwanstein entfernen und schon gar nicht in so großen Gruppen. Eine bedenkliche Entwicklung.
Gefahr für den Bunker
Besorgt um Plünderer so nah bei Bunker 27 und außerdem mit dem Gedanken, den Bunker über die Fortschritte bei Nahrungssuche zu unterrichten, beschließt die Gruppe dem Bunker einen Besuch abzustatten und einen Bericht abzugeben. Leider fällt bei der Diskussion die Aussage, dass die Drei aus einem Bunker stammen und der Händler im Krankenbett hinter einem Sichtschutz kann jedes Wort mithören. Das bleibt aber vorerst ohne direkte Folgen. Man beschließt, dass Jakob zum Bunker fliegt und per Funk eine Meldung abgibt. Das tut dieser dann auch am nächsten Tag, als das Krankenbett verlassen darf. Doch schon auf dem Weg zum Bunker erlebt er eine böse Überraschung. In den Dorfruinen hat sich ein kleiner Trupp Plünderer eingerichtet, 7 Mann stark. An der Straße hoch zum Bunker findet er weitere 4, die die Straße im Auge haben. Oben am Bunker bestätigen sich dann alle Befürchtungen. Eine Gruppe von 24 Plünderern bezieht dort gerade gemütlich ein Lager oder was man unter Plünderern so ein Lager nennt. Es ist eher eine wilde Ansammlung von Lagerstätten und freiem Himmel. Jakob schaut sich das vorsichtig an und fliegt dann eilig nach Neu-Schwanstein zurück.
In der Zwischenzeit sind die anderen nicht untätig. Henning kann Hanco Braun, den Sohn des Inhabers des Handlungsreisenden als Laborassistenten gewinnen. Das sollte es leichter machen die Algen während einer Abwesenheit zu betreuen. Wigand, sein Vater ist nicht allzu begeistert, denn Hanco soll seine Nachfolge antreten. Aber er willigt ein, das Hanco einige Stunden jeden Tag im Labor helfen kann. Felix arbeitet währenddessen in der Werkstatt weiter an seiner Idee eines Scharfschützengewehrs. Er hat dazu ein Fernglas auseinander gebaut und versucht es mit Hilfe der örtlichen Mechaniker auf sein Gewehr zu schrauben. Dank ein paar cleverer Ideen macht er auch gute Fortschritte. Als Jakob jedoch mit den schlechten Nachrichten zurück kehrt, werden diese Arbeiten zunächst unterbrochen. Man beschließt zusammen zum Bunker zurück zu kehren und sich nachts in den Tunnel zum Eingang zu schleichen und dann eine Warnung per Funk abzugeben.
Abends am Bunker angekommen, beziehen die drei Helden zunächst einen Beobachtungsposten. Sie hören laute klingende Geräusche aus dem Tunnel, der zum Bunkereingang führt. Die Plünderer versuchen sich anscheinend Zutritt zu verschaffen. Doch als es dunkel wird, wird eine Pause eingelegt und nur zwei Mann halten in er Nähe des Tunneleingangs Wache. Jakob nutzt die Gelegenheit, um sich über den Tunneleingang zu schleichen und nach einem Steinwurf zur Ablenkung durch Felix und Henning kann er in den Tunnel gelangen. Auf dem Weg zum Bunkertor sieht er die Grabwerkzeuge der Plünderer: Sie nutzen Spitzhaken Hämmer und ähnlich einfaches Gerät, das gegen eine Bunkertür nicht allzu viel ausrichten sollte. Per Funk gelingt es ihm dann einen Offizier der Wachen zu sprechen, der seinen Bericht aufnimmt, ihn missgelaunt anweist weiter nach Nahrung zu suchen und die Plünderer zu vertreiben, egal wie. Bei Jakob macht sich jedoch die Befürchtung breit, dass sein Bericht beim Gremium nicht besonders positiv aufgenommen wird. Schließlich macht Jakob sich auf Rückweg. Knapp der Entdeckung entgehend, kommt er bei den beiden anderen an und berichtet. Die Drei schleichen durch die Dunkelheit zurück nach Neu-Schwanstein.
"Der Statusbericht im Wortlaut"
ca. 35 Mann in der Gegend, sind Plünderer und vermutlich gefährlich. Werden vermutlich versuchen, sich Zugang zu verschaffen. Im Moment keine Ressourcen, um sie abzuhalten. Ausrüstung scheint vorläufig ungenügend.
Allgemeine Lage:
Zivilisation zusammengebrochen, es gibt aber Siedlungen mit denen man reden und verhandeln kann.
Interesse an Bunker dürfte groß sein vor allen bei Plünderern. Gefahr.
In der Region gibt es:
- Neu-Schwanstein – Siedlung friedlicher Siedler. (Kontakt: Phillip Mohn, Bürgermeister)
- Alt-Schwanstein – Zerstörte Stadt, viele Plünderer in Clans organisiert.
- Eine Bergfestung, möglicherweise ein Bunker oder ähnliche Einrichtung, scheint relativ autark zu sein. Eher zurückhaltend, defensiv bis paranoid. Hoher technischer Stand
- Ein ehemaliger Flughafen. Möglicher Handelspartner.
Forschungsvorhaben:
- Nuklear-Alge scheint gute Fortschritte zu machen
- Wir suchen nach nicht verseuchtem Frischwasser, um Nahrungsversorgung zu ermöglichen.
Unser Alibi:
- Wir kommen von hinter den Bergen, wo scheinbar noch nie jemand war und auch nie jemand gekommen ist. Wird aber mit Skepsis begegnet.
Die Vision einer besseren Welt
Unterwegs wird angeregt über die Zukunft diskutiert. Es geht hin und her, Ideen werden geboren und verworfen. Die langfristige Vision von Felix setzt sich aber dann doch durch: Er möchte mit der Nahrungsproduktion viel verändern. Ein Kampf mit der großen Menge Plünderer wird schwierig. Daher möchte er die Plünderer mit dem Anbau der Nahrung auf die “gute” Seite ziehen. Er möchte soviel Nahrung anbauen, dass nicht nur die Bewohner des Bunkers genug haben, sondern auch die Plünderer versorgt werden können und langfristig Frieden eintritt. Um dieser Vision zu folgen beschließen die Helden Drei-Punkte-Plan. Zunächst wollen sie ein Auto oder einen Lkw (oder beides in der Reihenfolge) aus den Resten der Fahrzeuge in der Stadt bzw. auf der Autobahn bauen, dann sollen damit Pumpen und Rohe aus dem alten Wasserkraftwerk geholt werden. Damit und mit der Alge wird dann die Wasserversorgung auf Vordermann gebracht um die Basis für den Ackerbau zu legen. Als letzter Schritt sollen dann alle Bewohner und Plünderer der Gegend damit zu einem friedlichen Miteinander gewonnen werden.
Zurück in Neu-Schwanstein entschließen sich die Charaktere dazu ihr Geheimnis dem Bürgermeister zu offenbaren. Sie erzählen von ihrem Bunker und ihren Plänen. Zusammen mit dem überfallenen Händer Kurt Siemsens wird darüber diskutiert und der Bürgermeister Philip Mohn schickt Kundschafter los, um zu prüfen ob die Plünderer vielleicht ihr altes Clangebiet komplett geräumt haben. Zudem werden Beobachter an die Straße zum Bunker geschickt, um zu schauen, ob die Plünderer schweres Gerät oder Sprengstoff bringen, mit dem sie das Bunkertor durchbrechen könnten. Vor den Bewohnern von Neu-Schwanstein wird die Information, dass es einen Bunker gibt, aber noch nicht offiziell verkündet, um zu verhindern, dass andere Orte davon erfahren. Das könnte zu diesem Zeitpunkt den Bunker unter Umständen gefährden. Allerdings erklärt sich Philip auch nicht bereit die Bewohner auf Nachfragen anzulügen.
“Die Neue”
Nach all den Planungen erfahren die Helden noch von den Kundschaftern, dass ein Gebiet im Nordwesten der Stadt verlassen scheint. Am nächsten Tag wollen sich alle dort genauer umschauen. Doch der Morgen birgt eine Überraschung. Bevor die Helden aufbrechen, melden die Torwachen, dass sich eine Frau mit Kind der Siedlung nähert. Sie scheint sehr schwach auf den Beinen zu sein und sieht zerlumpt und verdreckt aus. Philip spricht von der Mauer mit ihr und sie gibt sich als Plünderin aus, die von ihrem Clan beim Fortzug vergessen wurde. Man beschließt sie vorerst in den Aussenbereich der Siedlung aufzunehmen. Sie wird mit Essen und Trinken versorgt, was auch bitter nötig ist, denn sie und ihr Kind sind kurz vor dem Verhungern. Die Befragung ergibt, dass man sie offensichtlich schlicht und einfach übersehen hatte, als der Clan fortging. Ihr “Mann” schien wohl auch nicht allzu sehr an ihr und seinem Sohn zu hängen. Sie erzählt ein paar Details über den Clan, wer der Anführer ist und dass das Recht des Stärken gilt aber insgesamt wenig wirklich überraschendes. Sie kann aber immerhin das Gebiet benennen, in dem der Clan lebte und dass es jetzt verlassen sein sollte.
So brechen unsere Helden schließlich auf in die Stadtruinen um zu schauen, woraus man ein Auto bauen könnte und was die Plünderer zurück ließen…
Die “Vision” und die Diskussion dazu war die Runde, über die ich mich vor kurzem so gefreut habe
Ich bin gespannt, ob das klappt. Eine echte Lösung für die Belagerung wurde bisher noch nicht gefunden, mal schauen, was daraus wird. Auch hier ist der Ausgang derzeit noch völlig offen. Aber es laufen einige Dinge an und die Zukunft wird interessant werden