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Posts Tagged ‘D&D’

Die 4th-Edition-Realms taugen nicht einmal mehr als Brettspiel-Hintergrund

Freitag, Mai 18th, 2012

In Renton ist man offensichtlich mittlerweile selbst zu der Erkenntnis gelangt, dass die vergessenen Reiche der vierten Edition kein Hintergrund sind, auf dem irgendein Spiel basieren sollte. Lasst mich kurz etwas ausholen, um das zu erläutern.

Kürzlich haben die Dame des Hauses und ich uns das neue Wizards of the Coast-Boardgame “Lords of Waterdeep” gekauft. Es war ein Impulskauf, der uns bei unserem lokalen RPG-Broker in der Hände fiel. Das Spiel ist brandneu, es wurde im März 2012 veröffentlich. Es trägt das offizielle 4th-Edition Dungeons & Dragons-Logo. Für ein D&D-Spiel ist es recht ungewöhnlich. Es gibt kein Plastikmini-Rumgeschubse, “Lords of waterdeep” bietet stattdessen ein würfelloses und eurogamemäßiges Spielgefühl. Jeder Spieler verkörpert einen der geheimen “Lords of Waterdeep” und will mit seiner Organisation die Stadt Tiefwasser/Waterdeep übernehmen.

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Zu welcher Generation von D&D-Spielern gehörst Du?

Samstag, Mai 12th, 2012

Der amerikanische Rollenspiel-Blogger Cyclopeatron hat die Geschichte von D&D beleuchtet und die Spieler in sechs Generationen unterteilt, abhängig vor allem vom jeweiligen Produktstatus des Spiels.

Das allererste D&D-Regelwerk.

Los geht es mit der “Prä-1974″-Generation: Wer hier dazu gehört, hat mit Gygax und Arneson persönlich am Tisch gesessen. In Deutschland dürfte es damals noch quasi keine Spieler gegeben haben. Ich selbst gehöre dann wohl zur vierten Generation: Ich habe mit AD&D2nd angefangen. Für alles davor bin ich (leider) auch zu jung.

Zu welcher D&D-Generation gehört Ihr?

Die Re-Mystifizierung der Wiedererweckung bei D&D

Samstag, März 24th, 2012

Mir ist aufgefallen, dass selbst in unseren rollenspielerisch sehr intensiven Pathfinder und D&D 3.5.-Runden das Thema Wiederbelebung von Charakteren mittlerweile mit einer gewissen technisch-bürokratischen Routine abgehandelt wird. Solange kein Total Party-Kill an einen unzugänglichen Ort passiert und genug Geldmittel vorhanden sind, wird der Tod eines Charakters relativ souverän und knapp unter “den beleben wir halt in der nächsten Stadt wieder” abgehandelt. Die Entwicklung der verschiedenen D&D-Versionen hin zu Pathfinder hat das Problem eher verstärkt: Mit neuen Regeln wurde auch die Wiederbelebung immer leichter und immer nachteilsfreier. Bei Pahfinder ist es mittlerweile so, dass nach einer Wiederbelebung nicht einmal eine reale Stufe fehlt. Stattdessen gibt es Pseudo-stufenabzugs-Statuseffekte, die sich wegheilen lassen.

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Individuelle Gruppen-XP

Samstag, März 17th, 2012

Gestern bei unserer D&D-Runde kam unser SL Caolos auf eine, wie ich finde, richtig gute Idee. Normalerweise bin ich bei XP für gutes Rollenspiel und dergleichen sehr vorsichtig, weil es leicht eine Ungleichbehandlung gibt und XP eine starke Auswirkung auf das Spielgleichgewicht haben können. Darum verteile ich bei D&D 4 gerne Action Points, die auch beim Rasten nicht verfallen. Doch diese Idee gefällt mir auch sehr gut.

Gestern gab es eine ziemlich energische Diskussion zwischen der neutral guten Waldläuferin Mixu (gespielt von Kerstin) und meinem rechtschaffen neutralem Hospitaler Darvin. Uns waren die Pferde gestohlen worden und wir fanden sie bei einem Händler ein Dorf weiter wieder. Darvin beschuldigte ihn der Hehlerei, besonders da sein Streitross ein Brandzeichen hat. Doch er beteuerte nichts von einem Diebstahl gewusst oder geahnt zu haben, was glaubhaft klang. Darvin bot ihm an das Geld dem Dieb anzunehmen, so er gefunden wird, aber Mixu wollte ihm unbedingt das Gold ersetzen. Nach gefühlten 10 Minuten der Diskussion gab sie ihm dann das Gold aus ihrem eigenen Vorrat und die Sache war ohne wirklich Einigung beendet. (weiterlesen …)

DLCs für Pen&Paper?

Dienstag, März 13th, 2012

Viele kennen es: Man kauft sich ein aktuelles PC-/Videospiel und bekommt dann irgendwann mit, dass es dafür zusätzliche Karten/Ausrüstungsgegenstände/Abenteuer dafür gibt. Aber nicht wie noch vor 10 Jahren als ein Add-On, sondern in Form von “DLCs” – DownLoadable Content. Das große Problem ist, dass DLCs bis zu 15 € kosten und Dinge enthalten, die man eigentlich im Hauptspiel oder gesammelt in einem Add-On – normalerweise für 30-40 € – erwartet.

Erwartet uns Rollenspieler in Zukunft auch so etwas? Oder gibt es schon etwas Äquivalentes?
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Wenn der Bauer ein Held sein will

Freitag, März 2nd, 2012

In der Blogosphere (hier beim Karsten und hier bei Xelodon) wird das Thema Bauergaming diskutiert. Dabei ist mir aufgefallen, dass der Begriff des Bauergamings in den Beiträgen und Kommentaren recht unterschiedlich definiert wird – für einen rollenspieltheoretischen Begriff zugegebenermaßen keine ungewöhnliche Situation.

Ich habe Bauergaming meistens als eine Art “Rant” wahrgenommen, als positiv besetzten Kampfbegriff von Spielern, die sich von den bösen, bösen Powergamern abheben wollten, indem sie bewusst zugunsten des guten Rollenspiels (TM) auf starke Charaktere verzichteten. Das Phänomen ist mir sowohl beim Larp als auch beim Pen & Paper bereits mehrfach begegnet. Es ist ja bei SchErz-Spielern ohnehin verbreitete Ansicht, dass der Fokus auf einer gesunden, sprich effektiven, Charakterentwicklung, also dem Ausschöpfen der Möglichkeiten im Rahmen von Setting, Regeln und weiteren Vorgaben, zu schlechtem Rollenspiel führt. Kurz gesagt:

Powergaming = schlechtes Rollenspiel (sic!)

Die Logik wird dann beim halb-ironisch besetzten Begriff Bauergaming umgedreht. Wer also Charaktere baut, die wenig können, der ist ein besonders guter Rollenspieler, weil er sich auf das Wesentliche (TM) beschränkt.

Bauergaming = gutes Rollenspiel (sic!) (weiterlesen …)

Neues aus Baldurs Tor

Mittwoch, Februar 29th, 2012

Hunderttausende – wenn nicht sogar Millionen – haben es gespielt. Sie halten es immer noch für eines der besten Rollenspiele, die je erschienen sind. Und sie beginnen über Erlebnisse, Taktiken und Charaktere zu sprechen und in Erinnerungen zu schwelgen, wenn sie nur den Namen hören:

Baldur’s Gate

Seitdem aber das letzte Add-On erschienen ist, sind über 10 Jahre verstrichen. Doch nun gibt es neue Nachrichten. (weiterlesen …)

Jonis Wunschliste für D&D 5

Freitag, Februar 3rd, 2012

Man macht sich ja auch so seine Gedanken. Meine Wunschliste für D&D 5 sieht bislang so aus:

- Die Wiedereinführung der Zauberei ala Jack Vance. Es gibt kaum etwas, was sich so D&D-mäßig anfühlt, wie die Fire & Forget-Alzheimer-Magie.

- Dragon und Dungeon wieder als Printmagazine.

- Einfacher Bau von Gegnern – das ist etwas, was die vierte Edition durchaus konnte.

- Starke Grundklassen, dennoch die Möglichkeit von Klassenkombinationen.

- weniger Fertigkeiten als in 3.5, aber mehr als in der vierten.

- übersichtlicheres Boni- und Zustandssystem für schnellere Kämpfe.

- keine Powers für Spieler, aber vielleicht ein ähnlicher Mechanismus für Monster.

- Mike Mearls darf mit stolzgeschwellter Brust herumrennen, aber die echte Designarbeit soll von Monte Cook erledigt werden.

- Edelstein-Drachen.

- Betrachter. Mit Todesmagie.

- Ersatzloses Streichen des Wortes “Encounter” aus allen Publikationen.

- Ersatzloses Streichen des Wortes “Shift” aus allen Publikationen.

- Blocksatz und Schriftgröße 11 im neuen Realms-Grundbuch.

- Die Dragonborn stellen sich als dunkle Verschwörer heraus, die eigentlich Tiamat dienen und alle chaotisch Böse sind. Sie tauchen im Grundbuch nicht mehr auf. Die erste neue große vergessene-Reiche-Kampagne wird sich mit dem großen Krieg zwischen den Dragonborn und einer breiten Allianz von Harfnern, Zentarim, Cormyr, den Magiern von Tay, Silbrigmond und dem wieder herbeigebeamten Mulhorand befassen, die im Angesichts des drohenden Untergangs von Faerun alte Feindschaften für einen Moment vergessen.

- Die Eladrin stellen sich als dunkle Verschwörer heraus, die eigentlich Loth dienen und alle chaotisch Böse sind. Sie tauchen im Grundbuch nicht mehr auf. Die zweite neue große vergessene-Reiche-Kampagne wird sich mit dem großen Krieg zwischen den Eladrin und einer breiten Allianz von Harfnern, Zentarim, Cormyr, den Magiern von Tay, Silbrigmond und dem wieder herbeigebeamten Maztica befassen, die im Angesichts des drohenden Untergangs von Faerun alte Feindschaften für einen Moment vergessen.

- Danach: Ersatzloses Streichen der Worte “Dragonborn” und “Eladrin” aus allen Publikationen.

Drei Fragen an den Autor des D&D-New York Times-Artikels

Montag, Januar 23rd, 2012

Hey Leute,

wir haben Ethan Gilsdorf ein paar Fragen gestellt – er ist der Autor des New York Times-Artikels, durch den vor ein paar Tagen bekannt wurde, dass die Küstenzauberer eine neue D&D-Edition in der Mache haben.

Are you a fan, an active player?

I played a lot of D&D in the 1970s and 1980s, when I was a teenager. Then I stopped for almost two decades. Now I’m back playing again (you can read about my “quest” in my book “Fantasy Freaks and Gaming Geeks”). D&D is an important game, especially for a nerdy kid like I was. D&D opened up a universe of creative expression to shy, introverted, non-athletic kids like me who felt about as powerful as a three-foot hobbit on the basketball team. It let me take action, be the hero, go on a quest.

Whats your personal sight on D&D?

The game taught social skills, leadership, and strategy; it inspired creativity and storytelling, and provided rites of passage, accomplishment and belonging, even belief systems. I didn’t get it at the time, but D&D let people safely try out aspects of their personalities – often dark, evil sides, or extroverted or flirtatious – they could not or would not flex in “real life”. The games connected folks to magical thinking, to nature, to a primal, pick-up-your-battle-ax and kill mentalities long suppressed by so-called society. All of which would later serve me well in life.

What kind of 5th edition would you personally wish?

I like the older style of play, like AD&D. That’s what I grew up playing. For me, the kind of game-play that I prefer is rules-lite and heavy on storytelling. Having a strong DM who is great at improvising and making things up on the spot is very important to having a good game. My preference is to be not so worried about being ultra-powerful, but just in having fun and telling a great story. I would also add: A good DM can help new players get into the spirit of it and not worry about every little rule. But the edition doesn’t matter as much as long as everyone at the table agrees how to play. I think if all the players are of the same mind, then everyone can participate and have a great time.

Thank you for the interview!

Das Editionenaufkommen bei WotC steigt weiter

Donnerstag, Januar 19th, 2012

Ich habe eben über Google+ den Link zu einem PDF gefunden, in dem angekündigt wird, dass die AD&D 1st Edition-Regelwerke neu gedruckt werden sollen. Und zwar als limitierter “Premium Reprint”, was bedeutet, dass es eine neue Covergestaltung geben wird, deren Aussehen aber noch nicht bekannt ist. Das Angebot gibt es allerdings nur exklusiv für den “hobby channel” und nur in Nordamerika. Ich konnte so auf die schnelle nicht herausfinden, was dieser “hobby channel” ist, aber vielleicht handelt es sich um einen Distributionskanal. Neu aufgelegt werden das Spielleiterhandbuch, das Spielerhandbuch und das Monsterhandbuch – alles auf englisch natürlich – zu Preisen zwischen 35 und 45 US-Dollar. Von den Erlösen wird der Gygax Mamorial Fund in seinem Bestreben eine Statue des Urvaters von D&D aufzustellen unterstützt. Verkauft werden diese Bücher am 17. April diesen Jahres.

Klingt durchaus interessant für Sammler oder solche, die im Rahmen der OSR-Welle diese Spiele noch spielen. Ich hoffe nur, dass es sich dabei nicht um die groß angekündigte Wiederveröffentlichung alter Regelwerke handelt. Dann wäre das wirklich armseelig. Die Aktion geht auch an uns erst einmal vorbei, wobei man sicher später sicherlich über das Internet horrende Preise für die Bücher zahlen können wird. Schade, dass man hier in Deutschland oder auch generell in Europa ziemlich abgehängt von D&D ist. Fehlende deutsche Bücher kann ich persönlich noch verkraften, da ich eh lieber englische kaufe, aber auch sonst sieht es für Aktionen wie D&D Encounters oder Messen, auf denen WotC oder ihre D&D-Partner auftauchen, ziemlich düster aus.

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