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Posts Tagged ‘Onlinespiel’

Wie geht es eigentlich dem Netzrollo?

Mittwoch, Juni 27th, 2012

Wie jeden Monat ist auch diesen Karneval der Rollenspielblogs. Er wird von Clawdeen spielt (Forumsthread zu diesem Monat) betreut und widmet sich dieses Mal dem “Hobby online“. Über Rollenspiel per Skype oder Hangout haben wir ja schon öfter geschrieben, deshalb widme ich jetzt einem anderen Kreuzungspunkt von Internet und Rollenspiel: Wie hat sich eigentlichdie Verbreitung des Internets auf dass Rollenspiel ausgewirkt?

Das Ganze ist die Summe seiner Teile

Man liest oft, dass im Internet auch kleine Gruppen Angebote finden, weil die geographische Zersplitterung keine so große Rolle spielt. Und das trifft auch für Rollenspieler zu. Früher gab es ein paar tapfere Fanzines und Cons, über die man überregional Kontakte knüpfen konnte, ansonsten war es schwierig. Auch ich hatte damals nur eine unregelmäßige Gruppe und sonst keine Kontakte in der Szene.

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Hangout ist das neue Skype

Freitag, Juli 15th, 2011

Wir haben gerade meine erste Spielsitzung per Google+-Hangout hinter uns. Mit unserer Donnerstagsrunde haben wir gestern mal testweise auf Google-Hangout umgestellt, statt wie sonst Skype. Der Unterschied ist zum einen, dass man kostenfrei Videotelefonie in der Gruppe machen kann und sich zum anderen über Google+ vernetzten muss. Letzteres ist kein Problem, weil wir da eh alle sind. Die Sprachqualität steht Skype in nichts nach. Auch die Bildqualität ist okay. Wenn man auf einen Gesprächsteilnehmer schaltet ist es anfangs recht pixelig, stabilisiert sich dann aber schnell und dann ist die Bildqualität gut.

Ein Feature von Hangout ist anfangs etwas verwirrend: Es schaltet automatisch auf denjenigen um, der gerade spricht. Da gehört wohl eine Epilepsiewarnung dran. Aber wenn man erstmal weiß, wie es geht, dann ist es nicht mehr so schlimm. Auch ist es bei unserer jetzigen ersten Runde sehr ablenkend gewesen. Irgendwer hat ständig Blödsinn mit der Webcam gemacht. Der eine hat sich Sonnenbrillen und Hüte ins Bild geschaltet, der andere versteckt sich hinter dem Regelwerk und der dritte macht Blödsinn mit seiner Frisur. Zum Glück war es die letzte Sitzung des aktuellen Abschnittes Cyberpunk 2020 und wir hatten nicht mehr so viel Story zu erledigen. Und mit der Zeit dürften wir uns dran gewöhnen und weniger Blödsinn machen. Gespannt bin ich jedenfalls darauf, wenn unser Shadowrun-SL die verschiedenen Kopfbedeckungen, Brillen usw. nutzen wird um seine NSC darzustellen. (weiterlesen …)

Speicherpunkt “Black Box”

Montag, November 22nd, 2010

Kürzlich habe ich über mein Konzept der “Speicherpunkt-Kampagne” geschrieben. Jetzt möchte ich ein paar mehr Details nachlegen und die erste Vorlage, nach der man eine Sitzung der Speicherpunkt-Kampagne gestalten kann vorstellen: die Black Box.

Lass sie machen

Was in einer Black Box passiert, ist unbekannt. Genauso in diesem Fall. Es gibt eine definierte Ausgangssituation und mögliche Enden. Was dazwischen passiert ist unklar. Dazu hat man ein paar mögliche Orte, Personen und Hinweise vorbereitet. Doch wie und in welcher Reihenfolge die Charaktere diese aufsuchen, ist völlig unklar. Je nachdem wie lang die Sitzung ist, für die man vorbereitet, kann dieser Bereich beliebig komplex oder lang sein. (weiterlesen …)

“Da hab ich keine Zeit” – Die Speicherpunkt-Kampagne

Donnerstag, Oktober 14th, 2010

Wer kennt das nicht? Der Kämpfer hat eine Dienstreise, der Magier schreibt seinen Magister, der Dieb ist auf “Malle” und der Kleriker studiert jetzt Theologie an einem fernen Ort. Besonders mit steigendem Alter werden die Terminprobleme einer Rollenspielgruppe im Regelfall größer. Viele Gruppen haben deswegen schon das zeitliche gesegnet. Selbst wenn sie den Sprung in das Studium schafft; Wenn danach aus faulen Studenten gestresste Arbeitnehmer werden, ist es im Regelfall aus. Man findet zwar hin und wieder Zeit, aber gerade längere Sitzungen wie sie eigentlich üblich sind schafft mehr sehr selten.

Schmale Brücken für die Arbeitswelt

Wir, das sind vier begeisterte Rollenspieler aus Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg haben uns daher über Skype zusammen gerottet und spielen einmal die Woche abends ca. 2,5h. Damit wir nicht nur Stückwerk betreiben leitet jeder SL vier Sitzungen in Folge. So kommen wir mit dem Stil einer klassischen Kampagne gut zurecht. Sobald allerdings mal jemand fehlt wird es kritisch. Wir haben es mit kurze One Shots oder Sawage Worlds One Sheets probiert, doch auch Dauer funktionierte das nicht, da es ohne Charakterbindung auf Dauer langweilig sind. Wir stehen also vor dem Problem bei einer Spieldauer von 2,5h, wechselnden Spielern und langen Pausen zwischen den Runden Charakterbindung und einigermaßen lange Handlungsbögen auf die Reihe zu kriegen. Was also tun? (weiterlesen …)

Nukleare Träume-Bericht VIII: Im Bunker brennt noch Licht

Montag, Januar 11th, 2010

Mit dem Gesicht im Dreck und mit dem Knallen des MGs noch in den Ohren liegen unsere Helden in Deckung neben der Bunkertür. Der Militärbunker ist zwar nun offen, aber ein MG, das den gesamten Eingangsbereich abdeckt schießt auf jeden, der sich vor den Eingang begibt. Die Drei beratschlagen zunächst, was zu tun ist. Sie wollen herausfinden, wie sie das MG auslösen können und ob sie vielleicht die Munition erschöpfen können. Einer der Drei findet einen kleinen Handspiegel in seinem Gepäck und sie befestigen diesen an einem Knochen aus einem der Soldatenskelette, die von den Kugeln des MGs durch den Raum gefegt wurden. Jakob hält den Spiegel vorsichtig um die Ecke und das MG bleibt vorerst still. Henning greift sich jetzt einen weiteren Knochen und wirft ihn um die Ecke. Sofort donnert das MG los und Henning kann gerade noch rechtzeitig seinen Arm zurück zu ziehen.

Durch den Spiegel, den das MG mit Glück nicht erwischt und einige weitere  geworfene Knochen gelingt es den Helden das MG genauer zu untersuchen. Das schwere MG hängt an einem nach unten offenen U-Bügel unter der Decke, hat zwei luftgekühlte Läufe, zwei geschlossene flexible Munitionszuführungen, die in der Decke verschwinden und einen optischen Sensor an der Unterseite. Die Größe des Munitionsvorrates lässt sich nicht feststellen, da er in der Decke ist. Der Schwenkbereich des MGs deckt den gesamten Eingangsbereich ab und auch nach hinten könnte es vermutlich schwenken, aber direkt unterhalb des MGs ist ein kleiner toter Winkel, groß genug für einen, vielleicht zwei Menschen. Glücklicherweise gelingt es den Helden bei ihren Untersuchungen immer rechtzeitig den Kugeln zu entgehen und alles geht ohne Verletzungen ab. (weiterlesen …)

Nukleare Träume-Bericht IV: Das ging gerade nochmal gut

Montag, November 2nd, 2009

Nach längerer Pause ist es nun endlich wieder soweit: Nukleare Träume geht in die nächste Runde. Es wird wieder ca. 4 Sitzungen geben und ich werde wie gehabt berichten.

Es ist der Morgen des 5. Mai 2172 und unsere Helden Felix Heise, Jakob Niehus und Henning Hofstetter haben sich schon ein wenig wohnlich in Neu-Schwanstein eingerichtet. Das Labor hat eine Grundausstattung und an den Wänden hängen Karten der Umgebung. Doch der Morgen hält einen neuen Auftrag bereit. Hanco Braun, der den Handlungsreisenden, die lokale “Tauschbörse” führt, hat einen Bitte an die Drei. Sein Sohn Wigand ist mit einem Trupp aufgebrochen, der im Süden der Ruinen von Schwanstein nach Plündergut suchen soll. Eigentlich wollten sie am letzten Abend zurück sein, aber bisher sind sie noch nicht eingetroffen. Der Bürgermeister möchte noch keinen weiteren Trupp auf die Suche schicken, da sich Trupps öfter verspäten. Hanco hat jedoch ein schlechtes Gefühl und sorgt sich um seinen Sohn, da er zuvor noch nie mit einem Trupp in die Stadtruinen ging. Die drei Helden willigen ein. Jakob fliegt voraus und Felix wird zu Fuß nach kommen. Henning will im Labor bleiben und an der Alge forschen.

So gut hat sich selten die Abwesenheit eines Spielers in das Abenteuer einfügen lassen :)

Jakob kann das Gebäude relativ schnell finden, in dem der Trupp zuerst suchen wollte. Das Gebäude wirkt geplündert, aber von dem Trupp war niemand zu sehen. Nach einigem Suchen findet Jakob aber Spuren, die zu einem weiteren Gebäude führen. Dort angekommen sucht er nach weiteren Spuren, bricht aber durch eine instabile Decke und verletzt sich. Da seine Verletzung nicht schwer ist, sucht er weiter nach den Spuren und kann in einem etwas entfernten Gebäude Bewegung sehen. Mit dem Fernglas sieht er zwei Mitglieder des Trupps, die offensichtlich hinter leeren Fensterhöhlen Wache halten. Er schleicht näher und versucht sich so bemerkbar zu machen, dass nur die Bewohner auf Wache ihn sehen, was auch gelingt. Nach einigen eher unbeholfenen Versuchen der Zeichensprache gehen beide Seiten schnell zu Papier und Stift über. Jakob erfährt, dass der Trupp von ein paar Mutanten belagert wird. Dank seiner Flügel kann er sich dann dem Gebäude relativ unbemerkt und vor allem ungefährdet von oben nähern. Der Trupp wurde letzte Nacht angegriffen und ein Bewohner ist am Bein verletzt. Den anderen geht es gut. Jakob verspricht Hilfe und will mit Felix Hilfe den Mutanten in den Rücken fallen, die sich seit dem Morgen in ein paar Trümmer zurück gezogen haben. Mit dem Plan in der Tasche fliegt er zu Felix.

Felix hat derweil den halben Weg um die Stadt herum zurück gelegt und unterwegs ein paar ziemlich große Trupps Plünderer getroffen, die teilweise mit viel Gepäck aus der Stadt kamen. Er konnte ihnen aber ausweichen. Zusammen mit Jakob erreichen die beiden bald die Gegend um das belagerte Gebäude. Jakob fliegt wieder zu den Bewohnern und übergibt ihnen sein Funkgerät, um den Angriff zu koordinieren. Felix und Jakob schleichen in Position und der Trupp lockt mit ein paar Schüssen die Mutanten aus der Reserve. Es entbrennt ein harter Kampf, der die Helden fast das Leben kostet. Jakob fällt nach einem schweren Treffer sogar in eine Bewusstlosigkeit. Doch es gelingt die Mutanten zu besiegen. Einer der Mutanten hat ein Jagdgewehr dabei, das die Charaktere sogleich einstecken. Die Mutanten erweisen sich als Menschen sehr ähnlich. Aber sie haben ein Gebiss aus messerscharfen Zähnen und sind sehr bleich. Außerdem haben sie einen Mutanten, der zuvor von dem Trupp erschossen wurde in eine dunkle Ecke geschleppt und begonnen ihm das Blut aus dem Körper zu saugen. Die Mutanten sind als Blutsauger bekannt und bewohnen den südlichen Teil der Stadt. Bislang glaubte man in Neu-Schwanstein, dass es sich dabei nur um eine Legende handelt. Aber nun ist es Gewissheit, dass es sie wirklich gibt. Zum Dank für den fast tödlichen Einsatz zur Rettung des Trupps, schenken die Bewohner den Helden noch ein weiteres Jagdgewehr mit etwas Munition.

Mit den neuen Gewehren im Gepäck und um eine Erkenntnis reicher machen sich Felix, Jakob und der Trupp verwundet auf den Weg zurück nach Neu-Schwanstein.

Ich muss echt an der Schwierigkeit meiner Kämpfe arbeiten. Aber bei d20 modern tue ich mich echt schwer, da es einen Riesenunterschied machen kann ob eine Gruppe kein Gewehr hat oder auch nur eins. Wobei in diesem Kampf ein kritischer Treffer Jakob beinahe das Licht aus blies.

Keine Gruppe? Probier's mal online!

Freitag, März 27th, 2009

Es gibt im Internet diverse Datenbanken, die uns Rollenspielern helfen, eine Gruppe zu finden. Doch das ist keine Garantie, eine zu finden, wie ich selbst schon leidlich erfahren habe. Bei meinen diversen Umzügen quer durch Deutschland war ich nicht immer mit einer Rollenspielgruppe gesegnet. Doch allein im kleinen dunklem Kämmerlein zu sitzen, den Wetterbericht für die nächste Woche zu lesen oder Lottozahlen auswürfeln, muss nicht sein. Probiert doch auch mal, online zu spielen!

Das Onlinespiel funktioniert eigentlich genauso wie herkömmliches Rollenspiel, mit dem Unterschied, dass man einander nicht sehen kann. Sicherlich verändert das die Kommunikation ein wenig, aber damit lässt es sich meiner Erfahrung nach ganz gut leben. Onlinespiel bietet einfach den Vorteil, dass man spielen kann, auch wenn man nur ein paar Spieler kennt, die über ganz Deutschland verteilt sind. Der eine oder andere wird sicherlich Vorbehalte haben, aber man sollte es mal ausprobieren, bevor man es ablehnt. Immerhin kann man seinem Hobby auch unter widrigen Umständen treu bleiben und muss sich nicht in Verzicht üben.

Was ist anders?

Natürlich gibt es Unterschiede zum normalen Spiel, Nachteile, aber auch Vorteile. Zum einen ist das Onlinespiel spontaner möglich. Man kann es von zu Hause aus spielen, man muss sich nur vor den Computer setzen, vorrausgesetzt man hat die richtigen Werkzeuge schon installiert. So kann man auch einfach mal eine Runde über ein paar Stunden spielen um etwas auszuprobieren oder einfach die Zeit totzuschlagen. Sofern die Freunde Zeit haben, kann man eine Runde in weniger als fünf Minuten zusammen bringen. Da man die anderen nicht unbedingt sieht und Effekte wie Beleuchtung nicht zum tragen kommen, ist die Atmosphäre etwas weniger dicht. Aber auch rein mit Sprache, z.B. über Skype, kann man prima Stimmung erzeugen. Außerdem braucht man ein paar Hilfsmittel, um beispielsweise öffentlich zu würfeln oder eine Battlemap zu bekommen. Aber durch die sehr aktive Rollenspielgemeinde gibt es für all das richtig gute Lösungen.

Was muss ich tun?

Zunächst einmal solltest Du ein paar Rollenspieler haben, die mitmachen wollen und natürlich braucht Ihr einen Spielleiter. Soweit nichts neues. Dann solltet Ihr euch über eine Frage einig sein: Text oder Ton? Wollt Ihr über einen Chat per Text spielen oder lieber z.B. Skype mit Ton? In meinem Umfeld entstand die Idee des Onlinespiels im einem Chat, darum lag Text anfangs nahe. Es geht einfach und man kann alles mitteilen, was man will. Allerdings ist es sehr langsam, was dazu führen kann, dass der eine oder andere Spieler abgelenkt ist, rumsurft o.ä. und man kommt mitunter in einer Session nicht besonders weit. Darum ziehe ich persönlich Ton vor. Mit Sprache kann man doch etwas mehr ausdrücken, als mit Schrift. Man kann besser Stimmung erzeugen und die Kommunikation geht einfach schneller, was weniger unnötige Pausen mit sich bringt. Dafür kann man keine vorbereiteten Beschreibungen einer Person oder eines Ortes einfach so “hinein werfen”, was im Chat sehr gut geht. Auch redet man hier und da durcheinander. Das lässt sich bei Gruppen von bis zu vier Personen noch gut handhaben. Ab fünf Personen wird die Kommunikation meiner Erfahrung nach spürbar schwieriger. Aber auch das hat meinen Spielspaß nicht trüben können. Als Chatprogramm kann man Chaträume im ICQ, das IRC, den Gametable oder jede weitere Chatplattform benutzen. Für Sprachübertragung eignet sich Skype sehr gut. Auch andere Clients wie Teamspeak sind möglich. Skype hat sich bei uns aber wegen guter Sprachqualität, fehlenden Probleme mit Firewalls und Konferenztelefonaten als tauglichste Lösung erwiesen.

Das grundsätzliche Herangehen an eine Onlinerunde ist für die Beteiligten eigentlich gleich. Der Spielleiter kann ganz normal sein Abenteuer vorbereiten. Jeder Spielstil ist mit dem Onlinespiel kompatibel. Die Spieler müssen ihre Charaktere wie gehabt vorbereiten,  können dies aber eventuell innerhalb eines Programms tun  – dazu weiter unten mehr-

Digitales Würfeln und Kämpfe

Der nächste Punkt ist das Würfeln. Es gibt im Internet bekanntermaßen ja keine Tische. Aber dafürProgramme, die als “virtuelle Tische” fungieren können. Im IRC haben viele Chatkanäle Bots, die auch Würfelskripte haben. Am Besten, Ihr fragt einfach mal ‘rum. Oder kommt in’s EuIRC in den Kanal #AD&D oder #D&D, da kann ich Euch evtl. weiterhelfen. Im ICQ kenne ich keine Würfellösung, aber es gibt noch dem Gametable. Das ist ein unabhängiges Programm, dass einen kleinen Chatclient und Würfelskripte bietet. Sehr gelungen wie ich finde, aber auch noch ausbaufähig. Zudem bietet der Gametable eine Battlemap an. Dort kann der Spielleiter in der so genannten “Private Map” Karten vorbereiten und Schritt für Schritt veröffentlichen. Ich finde, das geht sogar besser als bei einer normalen Tischrunde. Der Nachteil ist, dass jeder die Karte beliebig verändern kann, aber soviel Zurückhaltung sollte für die Spieler kein Problem sein. Wer eine lockerere Variante ohne Grid bevorzugt kann z. B. auch mit dem Windows Messenger eine “Whieboard” Session eröffnen, und dort völlig frei zeichnen.

Probleme mit Firewalls?

Fast jeder hat mittlerweile seinen Router mit integrierter Firewall zu Hause stehen und das gibt beim Verbinden gerne mal Probleme. Abhilfe dafür schafft Hamachi. Das ist ein kleines Programm, das ein virtuelles Netzwerk erschafft und voll kompatibel zu Firewalls ist. Anstelle seiner normalen IP (die man z. B. beim Gametable dem Programm entnehmen kann), muss man dann einfach die IP aus dem Hamachi Client nehmen.

Der Charakterbau

Eigentlich kann man seine Charaktere wie gehabt erstellen – mit Papier und Bleistift. Der Unterschied ist nur, dass man den Charakterbogen hinterher eventuell einscannen oder abfotografieren und ihn dem Spielleiter schicken muss. Sollte so meistens funktionieren, da zwar nicht jeder einen Scanner hat, aber oft ein Handy mit Fotokamera. Bei geringer Auflösung ist es ratsam erst die obere Hälfte einer Seite und dann die untere zu fotografieren. Das Foto sollte man aber nicht per MMS verschicken, da dabei die Auflösung im Regelfall stark reduziert wird. Es ist also schon eine Möglichkeit nötig, die Bilder per Mail zu schicken. Komfortabler (insbesondere für den Spielleiter) ist es, ein Programm zu benutzen. Kürzlich hat der Rollenspiel Almanach auf die neueste Version von PCGen hingewiesen. PCGen bietet Charaktererstellung für d20-basierte Systeme von D&D bis zu d20 future usw. Außerdem bietet es auch mit “GMGen” eine prima Werkzeug zur Unterstützung des SL. Die Bedienung ist nicht an allen Stellen gut, aber es funktioniert und hilft wirklich. Für DSA gibt es mit Helden auch eine Software zur Charaktererstellung (auch kürzlich vom Rollenspiel Almanach vorgestellt). Helden bietet aber leider keinerlei Hilfen für Spielleiter. Für alle Erstellungsprogramme gilt: Ist der Charakter fertig, nimm die Datei in der er gespeichert wurde und schicke sie dem SL. Der kann sie dann in seine Software laden und sie sich anschauen. Fertig :)

Ich hoffe, ich kann den einen oder anderen Rollenspieoler, der sein Hobby derzeit mangels Gruppe auf Eis gelegt hat, wieder aktivieren und zum Spielen bewegen. Unser Hobby braucht uns schließlich :) Wenn Ihr noch irgendwelche Fragen zum Vorgehen bei einer Onlinerunde habt, stehe ich Euch gerne mit Rat und Tat zur Seite. Besonders die Programme habe ich erst einmal nur grob umrissen. Eine vollständige Anleitung würde mindestens einen eigenen Artikel erfordern und manches bieten die Hersteller der Software ja auch selbst an. Aber Eure Fragen beantworte ich gerne unter blogs[at]cloneworks.de.

Viel Spaß beim Spielen! :)

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