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Posts Tagged ‘WotC’

Durch die Wüste, zweiter Teil

Montag, August 30th, 2010
Dark Sun

Sandig, staubig, trocken. So ging es im fünften Kapitel “Atlas of Athas” weiter. Aber nur bildlich. Allein von der Seitenzahl her liegt, wie in Teil dieser Rezension bereits geschrieben, der Fokus auf der Stadt Tyr. Nicht nur, dass die Rückseite der Weltkarte den Stadtplan von Tyr zeigt; mit zehn Seiten ist die Beschreibung ist die Stadt auch ausführlich dargestellt. Die weiteren Städte kommen da etwas schlechter weg. Auch besondere Regionen zwischen den Städten, wie die “Ringing Mountains”, der “Forest Ridge” oder der “Estuary of the Forked Tongue” sind nicht so ausführlich beschrieben. Am besten haben es die “Road of Kings”, die sich quer durch den Norden zieht, die “Tablelands” und die “Great Ivory Plain” erwischt. Auch sie sind relativ ausführlich beschrieben.

Von Tyr zum Applaus in der Arena

Ob das daran liegt, wie viel Leben in den besser beschriebenen Ecken ist oder ob es bewusst so gewählt wurde, weiss ich nicht. Aber es wird sicher viele Gruppen dazu bringen in genau diesen Gebieten zu spielen. Das Beschreibungskapitel insgesamt kann man sowohl gut als auch schlecht finden. Es gibt einige Infos. Die meisten Orte sollte man gut im Spiel nutzen können, auch wenn die Städte, die nicht Tyr sind etwas mehr Text vertragen könnten. Aber Inspiration für Abenteuer gibt es viel. Als Kritikpunkt kann man jedoch anführen, dass ein paar weiße Flecken bleiben. So hängt z.B. Abalach-Re, Hexerkönigin von Raam, dem sozusagen selbst erschaffenen Gott Badna an. Es gibt entsprechend auch Schreine und Priester in der Stadt. Wofür die Gottheit aber steht und was dort gepredigt wird ist nirgends beschrieben. Solcherlei Lücken sozusagen auf der zweiten Ebene gibt es ein paar. Nicht viele, aber wenn man wirklich die Welt vollständig verstehen will, fehlt einem so etwas. Zum Spielen wird es für aber die meisten Gruppen reichen. (weiterlesen…)

Ab in die Wüste: Dark Sun ist da!

Dienstag, August 17th, 2010

Rezension des “Dark Sun Campaign Setting” für Dungeons & Dragons (4. Edition)

Als ich es in der Hand hatte habe ich das 222 Seiten starke Buch erst einmal auf den Kopf gehalten und geschüttelt. Aber es fiel kein Sand heraus. Trotzdem ist es Dark Sun, ein Buch über Athas, den Wüstenplaneten. Mustrum war so freundlich mir sein Exemplar von der GenCon zu überlassen, wo es schon vorab zu kaufen war. Vielen Dank dafür. Darum gibt es jetzt schon direkt zum Erscheinen eine Rezension.

Jäger, Schläger und Sklaven

Das Buch beginnt mit einer Einführung. Hier gibt es die schon aus dem Free RPG Day-Abenteuer “Bloodsand Arena” bekannten acht Charakteristika über Athas (“The World is a Desert”, “The World is Savage”, “Metal is Sarce”, “Arcane Magic Defiles the World”, “Sorcerer-Kings Rule City-States”, The Gods are Silent”, Fierce Monsters Roam the World” und “Familiar Races aren’t What You Expect”) mit einer kurzen Beschreibung. In Kapitel eins werden die verschiedenen “Themes” für Charaktere kurz beschrieben und über mögliche Motivationen für Charaktere, ihre Gegner und das Leben auf Athas informiert. Kurz gesagt es werden alle wichtigen Grundlagen gelegt. (weiterlesen…)

Die Körperwelten des Rollenspiels

Donnerstag, August 5th, 2010
Körperwelten

Dem Rollenspiel die Haut abziehen

Über D&D 4 ist viel geschrieben worden und auch viel geschimpft worden. Von berechtigt bis Blödsinn und von objektiv bis “Flame War” war alles dabei. Ich war auch lange Zeit skeptisch, aber die Kampagne von Mustrum hat mich mit der Zeit überzeugen können. D&D 4 ist sicherlich kein Allheilmittel, aber es ist besser als ein Ruf und so habe ich begonnen es mir mal genauer anzuschauen.

Bei der Einarbeitung in hat sich mir ein Bild aufgedrängt. Folgt man dem, was man gerade in den ersten Regelwerken findet, ist dort viel Mechanik beschrieben. Sozusagen das “Gerüst” des Spiels: Kampfoptionen, Grundregeln, die Rollen der einzelnen Klassen, wichtige Attribute, Powers und all das auf Battlemats gemünzt, die vorher schon öfter als “Vorstellungskraft-Töter” bezeichnet wurden (eine Meinung, die ich nicht teile). Vom Lebenswandel der neuen Eladrin und Dragonborn hingegen findet man wenig. Dafür aber mit welchen Klassen sie den größten Effekt erzielen. Der rollenspielerische Aspekt kommt also etwas kurz.Dem Rollenspiel die Haut abziehen (weiterlesen…)

Das Ende der 4e Grundbücher?

Mittwoch, Juli 28th, 2010

Laut bisher unbestätigten Meldungen, die man auf ENWorld nachlesen kann, will Wizards of the Coast die Grundbücher von D&D 4 nicht mehr weiter drucken, sondern ganz und gar auf die neue D&D Essentials-Reihe setzen. Diese wird am 7. September mit der “Red Box” starten, die Einsteigermaterial für D&D-Neulinge enthält, aber auch neue Builds für die bekannten Klassen, so dass sie vielleicht auch für andere Spieler interessant sein wird. Der Beenden des Nachdrucks betrifft das Players Handbook, den Dungeon Master Guide und das Monster Manual. Gemeint sind anscheinend auch nur die “Einser” des jeweiligen Buches.

Auf ENWorld wird ab jetzt ganz offiziell auf der News-Seite vermutet, dass nun wirklich D&D 4.5 kommt. Ich kann das überhaupt nicht nachvollziehen. Wenn es ein neues “Core Set”, nämlich die Essentials Red Box gibt, wer würde dann noch die alten Core Books kaufen? Es macht also wirtschaftlich sehr viel Sinn, den Druck nicht fortzuführen. Doch man kann die alten Bücher weiterhin zu 100% benutzen, auch wenn ein neuer Spieler mit der Red Box in der Hand am Tisch auf taucht. Im Gegenteil, man bekommt sogar neue Möglichkeiten hinzu. Und man kann weiterhin jedes veröffentliche Produkt für seine Runde nutzen, als gäbe es kein Essentials. Ist doch klasse. Wie das zu D&D 4.5 führen soll, muss man mir echt noch erklären.

Bei 711Games gibt es derzeit noch sehr günstig (aktuell 17,95€) das DMG abzustauben. Also schnell zuschlagen, bevor man bei ebay 100€ zahlen muss. Und wer immer noch an D&D 4.5 glaubt, dem wird hier geholfen.

Die Wüste kommt immer näher und der neue Wizard von Wizards

Freitag, Juli 16th, 2010

Nachdem die Seifenkiste kürzlich schon über das erste Preview für Dark Sun berichtet hat, ist nun Teil 2 erschienen. Dieses Mal ist es (meines Wissens) kein Inhalt, der vorher schon woanders zu finden war, sondern ein Auszug aus Kapitel 1 des Campaign Settings (das am 17. August erscheint). Ich hab ihn gerade gelesen. Er beschäftigt sich hauptsächlich mit der Sozialstruktur auf Athas. Liest sich sehr interessant. Ich kriege echt immer mehr Lust auf diese Welt. Außerdem gibt es das komplette Charakterblatt von Lalali-Puy, der Waldgöttin und Hexerkönigin von Gulg als PDF. Ich sehe schon die Epic Destinies “Sorcerer-King Slayer” und “Sovereign of Tyr” vor mir.

Hier der Link zum Preview Teil 2 von den Wizards (danke Terry, dass ich Wizard jetzt IMMER mit zwei “z” schreiben will): Dark Sun Preview – The World of Athas

D&D Essentials rückt auch näher

Außerdem habe ich noch ein weiteres Preview zum viel diskutierten D&D Essentials bei WotC gesehen. Es gibt eine erneute Beteuerung, dass dies nicht D&D 4.5 wird. Das wird auch nach wie vor, wie ich finde, ganz schlüssig begründet, denn jedes einzelne 4e-Produkt bleibt weiterhin voll gültig und die Essentials-Produkte sind damit voll kompatibel. Es gibt nur mehr Auswahl, wie ich eine bestimmte Klasse ausgestalte. Dazu werden auch ein paar Mechaniken angewandt, die so in dem Maße vorher nicht verwendet wurden (Power Points, dafür weniger Dailies z.B.). Aber all das baut auf das alte Gerüst auf. In dem Preview gibt es dann auch gleich eine der meist diskutierten Klassen zu sehen: Den Wizard. Die gezeigte Variante ist der “Mage”. Dieser spezialisierte Wizard war unter diesem Namen schon in der 2nd Edition zu finden. Genaueres darüber kann ich Euch aber noch nicht sagen, denn bis ich dazu komme das in Ruhe durchzulesen, wird es noch etwas dauern und solange wollte ich Euch nicht warten lassen.

Hier der Link: D&D Essentials – Wizard Preview

Bloodsand Arena – Magie unter der dunklen Sonne

Freitag, Juli 2nd, 2010

Kurz vorweg: Dieser Artikel enthält keine Spoiler.

Vor kurzem hat Joni mit das Abenteuer “Bloodsand Arena” vom Free RPG Day mitgebracht, dass es dort als Promo gab. Mittlerweile habe ich es gelesen und bin auch wild entschlossen es sowohl online als auch im Tisch zu leiten. Nach der ersten Durchsicht bin ich wirklich angetan. Allein handwerklich ist das Abenteuer echt solide gemacht: mit buntem stabilen Einband, kompakt und farbig ausgedruckten Charakteren und ner verdammt großen coolen Battlemap, die man bestimmt auch noch einmal woanders wiederverwenden kann. Auch inhaltlich ist das Abenteuer gut gemacht. Bei WotC darf man natürlich keine Orgien an farbigem Rollenspiel erwarten, aber das kann jeder SL spontan während der Runde hinzufügen. Genug Information dafür sind vorhanden. Es gibt allerdings einen Punkt über den ich im Nachhinein gestolpert bin.  Dark Sun-Neulingen oder Spielleitern, die den WotC-Stil mögen wird es wohl gar nicht auffallen und letztere sicher auch nicht stören. (weiterlesen…)

Spieler-Recycling mit D&D Encounters

Mittwoch, Juni 9th, 2010

Heute bin ich über ENWorld auf einen Artikel bei CNN gestoßen, dessen Überschrift verhieß, dass D&D alte Spieler zurück gewinnen will. “Cool,” dachte ich mir, “das ist doch genau das, was die Fans früherer Editionen haben wollen.” Also habe ich mich hinein gestürzt. Hier der Artikel (englisch): Dungeons & Dragons tries to lure back players – CNN.com

Der Artikel bezieht sich anfangs tatsächlich auf die Intention, dass die Wotzies alte Spieler wieder an den Spieltisch holen wollen und zwar mit D&D Encounters (DDE). Die Möglichkeit in einem Format zu spielen, dass eben genau jene Spieler alter Editionen anspricht und dabei Rücksicht auf die neuen Rahmenbedingungen nimmt, die Familie und Beruf eben mit sich bringen. Das heißt im Endeffekt: Wir haben keine Zeit, aber wir wollen zocken. Ich merke auch bei mir selbst, dass ich nicht mehr einfach jeden Samstag von 17 Uhr abends bis 3 Uhr nachts in einer Dachbude verbringen kann um zu zocken, wie ich das im Studium gemacht habe und dabei habe ich noch nicht einmal Kinder. So gesehen kann DDE sicher viele Spieler wieder an den Würfel bringen und laut den Bericht klappt das auch. Wenn diese, wie angesprochen, dann ihre Kinder mitbringen, kann so auch eine neue breitere Generation Rollenspieler heran wachsen, die auch mehr Zeit fürs Zocken haben, als nur für zweistündige Kurzabenteuer. Aber dafür braucht es etwas Glück und da es in Deutschland bisher nur eine mir bekannte DDE-Runde gibt (Moritz von der Seifenkiste ist der “Schuldige”) wird dieser Effekt an uns wohl in jedem Fall vorbei gehen, Übertragbarkeit auf Deutschland hin oder her.

Leider verläuft sich der Artikel gegen Ende in eine reine Werbeveranstaltung für DDE und manch ein Argument  lässt sich auch genauso gut anders herum darstellen, wie “It’s all about teamwork!”. Das hört sich komisch an, wenn manche Rollen in der Gruppe recht leicht zu ersetzen sind. Aber ich will mich gar nicht in Editionsstreitereien verstricken, denn das ist – wie schon oft gesehen – ein endloser Kreislauf, bei dem man nur verlieren kann. DDE ist sicher ein interessantes Format, um Leute wieder an den Würfel zu bringen, deren Zeit es sonst einfach nicht erlaubt. Aber wer die 4e nicht mag, der soll halt was anderes spielen, da kann man keinem einen Vorwurf machen. Ob das Ziel von DDE “alte” Spieler an den Würfel zurück zu holen aber dem entspricht, was sich zumindest die deutschen Rollenspieler vorstellen, wenn sie sich nach alten Zeiten sehnen, ist fragwürdig.

Tod eines Spielercharakters – Wie entscheidet Ihr?

Samstag, April 24th, 2010

Ich denke, jeder SL kennt die Szene. Ein Spielercharakter steht kurz vor dem Sterben. Vielleicht unverschuldet, vielleicht aus Pech, vielleicht hat er sich dumm verhalten. Der letzte Fall ist für viele Spielleiter einfach zu beantworten: Selbst schuld, also muss er sterben. Viele, ich auch, tendieren auch zu der Haltung “Die Regeln müssen gelten, also stirbt er.” Kritisch wird es aber, wenn man sich z.B. unsicher ist, ob die Begegnung nicht zu schwer war und man damit SL vielleicht unfair gehandelt hat. Das auf Grund meiner Fehler ein Charakter stirbt, möchte ich nicht. Bei dem Fall, der mich zu diesem Artikel bewogen hat, lässt sich dieser Punkt aber wohl ausschließen. (weiterlesen…)

Wizards spielt die Juristen-Karte

Dienstag, April 13th, 2010

Vier fleißige Magic: The Gathering-Sammler machen den Küstenmagiern Sorgen. Dabei geht es nicht nur um das Sammeln, sondern darum, dass die erhaltenen Promo-Karten vom Wert von 3 bis 10$ bei ebay weiter verkauft wurden. Wie ENWorld berichtet (englisch), hat WotC Klage gegen vier Personen eingereicht. Zumindest eine davon hat in der Vergangenheit verschiedene Magic-Veranstaltungen organisiert und soll sich durch das Vortäuschen falscher Identitäten große Mengen an Promokarten erschlichen haben. Insgesamt geben die Wotzies einen Schaden von über 75’000$ (über 55’000€) in jeden der vier Fälle an. Kleinvieh macht also in dem Fall eine ganze Menge Mist.

Ein ganz hübsche Summe, die dort angeführt wird. Für mich als P&Pler vom kleinen Markt Deutschland klingt das schon nach verdammt viel. Ich nehme an, der eine oder andere Verlag würde auch gerne soviel Umsatz mit einzelnen Produktlinien machen.

Spielleiten lernen durch zuschauen – D&D Robot Chicken

Montag, April 12th, 2010

Ich bin wieder auf eine empfehlenswerte Folge des SL-Kommentars von “D&D Robot Chicken” gestoßen. Der Kommentar von Chris Perkins ist dieses Mal über die gesamte Folge hinweg gespickt mit kleinen, aber sehr hilfreichen Tipps. Nicht, dass es sonst nicht der Fall wäre, aber diese Folge seines Kommentar ist meiner Meinung nach ein echtes Highlight. Am Anfang macht er eine interessante Bemerkung über seine eigene Beschreibung der Karte. Das erinnert mich daran, wie “mächtig” die Beschreibung des SL ist. Denn dass einer der Spieler in der Runde in das Eis einbricht wäre vielleicht mit einer besseren Beschreibung nicht passiert. Auch etwas, dessen man sich als SL immer bewusst sein sollte. Serh gut gefällt mir der Hinweis darauf, aus den Diskussionen seiner Spieler Ideen zu ziehen. Etwas, dass ich (gezwungenermaßen) bei meiner Sandbox-Kampagne “Nukleare Träume” immer wieder mache.

Übrigens kann ich die ganzen Robot Chicken-Videos sehr empfehlen (im Podcast auch als mp4 für den mobilen Genuss), wie es auch Cyric schon getan hat. Der Spielstil (und natürlich D&D4) mögen nicht jedermans Geschmack sein, aber ich finde es schön, mal einer anderen Gruppe von außen zuzuschauen und dann auch die Gedanken des SL hören zu hören. (weiterlesen…)