01. Sitzung am 19.10.2008: Kennenlernen im Mondwald
Aus Die herzliche Rollenspielwiki
Im Gasthaus "zum pfeifenden Hirschen" in Quaervarr trafen sich am 8. Elaint 1373, dem Jahr des abtrünnigen Drachen fünf Abenteurer:
Edgar Kaltenstein, ein menschlicher Magier,
Leran Toril von Hohen- und Niederbrück, ein adeliger Krieger aus Tiefwasser,
Taspira Silberklinge, eine menschliche Waldläuferin.
Faelar Mondaufgang, ein elfischer Spitzbude,
und Leif Wolfsauge, ein menschlicher Waldläufer von einem Stamme der Uthgard-Barbaren.
Quaervarr wurde zu diesem Zeitpunkt von Lycanthropen bedroht, sowie auch vom noch andauernden Drachenzorn. Im pfeifenden Hirsch wies ein Aushang daher die Verdopplung der Wachen aus. Auch stand dort, dass die Silberlegion um Hilfe gerufen wurde, die Bündnisarmee der Silbermarken. Ein zweiter Aushang klärte Abenteurer darüber auf, dass auf Eulenbären ein "Schnabelgeld" von 50 Goldstücken ausgesetzt sei, pro erschlagener Bestie. Sprecher Quaervarrs und verantwortlich für die Aushänge war Geth Stonar. Ein dritter Aushang besagte, dass jeder, der eine Führung durch die Wälder wünsche oder einen Jagdbegleiter, den Waldläufer des "pfeifenden Hirschen" aufsuchen könne.
Im Verlaufe des Abends beschlossen Taspira und Leif einen Handel: Leif würde Taspira dabei helfen, die Leiche ihres Kampfgefährten Jasper zu bergen. Dafür sollte Taspira wiederrum Leif bei der Jagd nach Blath unterstützen. Blath wird nämlich von Leif gejagt, weil er dessen Freund Bran ermordete. Blath soll vor einigen Tagen durch Quaervarr gezogen sein, wie Leif in Erfahrung bringen konnte.
Leran und sein Adjudant Konrad besprachen währenddessen einen Handel mit Mauritz Sägebart, einem örtlichen Holzhändler. Es ging um eine fehlerhafte Lieferung Dunkelwaldholz, das schon faulend bei Lerans Familie in Tiefwasser angelangt war. Mauritz Sägebart entschuldigte sich und gelobte Besserung. Er wies darauf hin, dass viele Holzfäller sich derzeit nicht in den tieferen Wald wagten, und stattdessen schlechtere Stämme am Waldrand gefällt hätten.
Taspira, Leif, Leran, Faelar und Edgar fanden zusammen, als sie einem verzweifelten örtlichen Druiden ihre Hilfe anboten. Der Druide, Beron Wildwuchs, verlor vor 3 Jahren, am 5. Eleint 1370, seinen Ziehsohn Tess Rauvinskind, den er einst am Flusse Rauvin fand. Tess war in den Augen des Druiden ein gutherziger Junge, der nur "ab und zu über die Stränge schlug". Er floh, nachdem er für das Quälen eines Eichhörnchens bestraft worden war. Drei Tage später, am 8. Eleint, wurde das Lager des Druidenzirkels der Flüsterwinde, zu dem Beron gehörte, von Lykanthropen überfallen. Das Lager wurde zerstört und Beron ist nach eigenem Wissen der einzige Überlebende des Zirkels. Der Zirkel folgte den Naturgottheiten Silvanus, Mielikki und Lurue.
Später am Abend griffen Werwesen das Dorf an. Der Hauptman der Wache, Undreth, ein untersetzter Erdgenasi mit Knollennase, trug der Gruppe auf, die Taverne zu schützen und übergab ihnen dafür einige Silberwaffen. Leif klaute Leran das Silberlangschwert vor der Nase weg. Die Gruppe beschloss nach heftiger Diskussion, die Werwesen zu suchen, statt nur zu warten. Lilly, die Schankmaid, versteckte sich mit einem Silberspeer im Lagerraum, Konrad verschanzte sich mit einem Silberdolch im Zimmer. Der Rest zog in Richtung eines brennenden Hauses, wobei Faelar voreilte. Der Elf entdeckte ein brennendes Haus, in dem ein Kind schrie. In dem Moment griff ihn aber ein Werwolf an und der Rest der Gruppe, der ihm folgte, wurde ebenfalls von einem solchen Biest angegriffen. Faelar flüchtete zur Gruppe zurück, der Werwolf folgte, und mit vereinten Kräften besiegten die Abenteurer ihre Gegner. Taspira aber wurde schwer verwundet, ein Heiltrank brachte sie wieder zu Kräften. Das Kind im Haus, die Tochter einer Frau Namens Talina, war bereits tot. Die Wache fand später auch die Leiche der Mutter in der Nähe. Der Vater war wohl außerhalb des Dorfes in einem Holzfällerlager. Unddreth war nicht begeistert, dass die Gruppe die Taverne verlassen hatte, die Taverne aber wurde auch nicht angegriffen.
Am nächsten Tag gab die Gruppe die Silberwaffen wieder ab und Leran schloss einen Handel mit dem Holzhändler. Danach schickte er Konrad mit Nachrichten zu seiner Familie nach Tiefwasser - seinem Vater schrieb er davon, an einem "Turnier" teilnehmen zu wollen, zudem behielt er für die kommenden Abenteuer eine halbe Börse mit 250 Goldmünzen von seinem Bruder. Ein Teil der Gruppe, der Silberwaffen benötigte, brach mit einem Gewaltritt nach Silbermond auf: Faelar, Leran und Leif. Unterwegs trafen sie eine Abteilung der Silberlegion, die nach Quervarr galoppierte. In Silbermond kaufte Leran ein Silberlangschwert - Leif hätte es genommen, hatte aber nicht genug Geld. Leif kaufte ein Silberkurzschwert und Faelar ließ sich beim Klauen eines Silberrapiers erwischen. Leran konnte die Situation gerade noch wieder hinbiegen, mit einer kleinen finanziellen Zuwendung an den Händler, die Faelar dann an Leran zurück zahlte.
Taspira und Edgar verbrachten die Zeit mit Gesprächen über Magie im Dorf und befragten Beron noch einmal. Dabei bekamen sie eine Flöte, deren Spiel Tess früher gern gehört hat. Es fiel ihnen noch auf, dass Beron sich an Tess nur als kleinen Jungen erinnerte. Tags darauf, am 10. Eleint, trafen sich alle Abenteurer wieder am Weg zwischen Silbermond und Quervarr und schlugen sich in den Mondwald, um die Leiche von Jasper zu bergen. Das gelang ohne Probleme und die Abenteurer beerdigten Jasper - für Taspira ein tränenreicher Abschied. Die Gruppe zog weiter zum Lager der Druiden des Flüsterwindes. Sie erreichten es am 11. Eleint, und erlebten eine Überraschung. Wo sie das Lager erwarteten, stand nun eine Dornenburg: Eine hohe Dornenmauer, ein Dornenturm und darin der zerhackte Stumpf der heiligen weißen Eiche. Die Dornenburg war nun das Lager eines Mantikors, den die Gruppe mit vereinten Kräften besiegte. Edgar nahm einige Zaubermaterialien von der Leiche. Unter der weißen Eiche fand Faelar zudem eine Kiste mit einem Langschwert des Kelemvor, es scheint magisch zu sein. Außerdem war darin ein roter Edelstein, der Nahe einer Waffe leuchtet und in sie eingesetzt die Klinge Flammen speihen läßt beim Zuschlagen, zudem fünf Langbogenpfeile, dann zwei Phiolen, eine vermutlich gefüllt mit Öl der magischen Waffe, eine Schriftrolle des verflüchtigenden Nebels und drei Bücher. Das erste Buch ist in Magiesprache geschrieben, aber den genauen Zweck behielt Edgar unbemerkt für sich - es erhöht das Naturwissen nach vollständigem Lesen. Das zweite Buch ist in Sylvan geschrieben und Taspira las es. Es heißt "Geheimnisse des Mondwaldes" und wurde von Fester Stamm, einem ehemligen Druiden der Flüsterwinde geschrieben. Es enthält den Weg zu einem Portal auf die Ätherebene, niedergeschrieben als geheimnisvolles Gedicht, und die Lage eines alten elfischen Postens eines längst vergangenen Reiches. Das dritte Buch ist das Tagebuch von Fester Stamm. Es beschreibt die letzten Tage des Zirkels und den Überfall der Werwesen. Dem Zirkel eilte ein Einhorn zur Hilfe, doch der Stamm verlor und das Einhorn wurde schwer verwundet und dann von einem Magier der Lykanthropen in Stein gebannt - die Statue steht auf dem Hof des Dornenschlosses. Dadurch konnten die Druiden das Silvanus heilige Ritual "Wuchs der Dornen" wirken, das der Eichvater immer dann voll Zorn ermöglicht, wenn ein ihm heiliges Wesen gestorben ist. Das Ritual ließ die Dornenfestung wachsen. Doch auch diese Verteidigungsanlage hielt den Untergang der Druiden nicht auf. Das Einhorn scheint noch als Geist durch die Gegend zu streifen, zumindest bermerkte Edgar eine sanfte kühle Berührung und hörte dabei in der Ferne Hufgetrappel. Der Magier wusste zu berichten, das Geister, die im Leben noch eine Aufgabe unerfüllt gelassen haben, oft auf der Ätherebende verweilen. Außerdem soll, laut Tagebuch, das Einhorn über den Verbleib von Tess Bescheid wissen. Was sie weiß, ist aber nicht bekannt.
Die Gruppe folgte am nächsten Tag, dem 12. Eleint, der Beschreibung zum Portal zur Ätherebene, einem alten Baum tiefer im Wald. Edgar und Faelar betraten das Portal als erste, Leran schickte sich gerade an ihnen zu folgen, als sich ein schattenhaftes Geschöpf Edgar und Faelar nähert...

