02. Sitzung am 02.11.2008: Entdeckungen auf der Ätherebene und Kämpfe am alten Außenposten
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Der dunkle und verschwommene bösartige Geist näherte sich Edgar und Faelar, die noch alleine auf der Äthereben waren. Edgar versuchte einen Zauber auf das Wesen zu wirken, doch dieser schien keine Wirkung zu haben. Daraufhin floh Faelar Richtung Wald, was dem allein gelassenen Edgar nicht gut bekam. Der Geist schlug nach ihm und der Angriff hinterließ nicht nur eine normale Wunde, sondern raubte ihm auch einen Teil seiner Lebenskraft.
Zu seinem Glück stolperten nun nach und nach auch die anderen Helden durch das Portal. Leran eilte ihm zu Hilfe mit seinem Schwert, das Dank dem eingesetzten magischen Stein in der Lage war, dem Geschöpf zu schaden. Gemeinsam mit den magischen Geschossen und den sengenden Strahlen Edgars bezwangen sie es. Doch der tapfere Leran war nach dem Kampf übel zugerichtet, da seine Rüstung den Griff des Wesens nicht hatte abhalten können. Er war sehr geschwächt, fror und zitterte und kein normaler Heiltrank konnte ihm helfen.
Jetzt erst nahm die Gruppe ihre Umgebung wirklich war. Es sah alles so aus wie immer, aber wie durch eine Milchglasscheibe und außerdem schwarz-weiß, mit schwarzem Himmel und weißen Bäumen. Über den Boden waberten dichte Nebel.
Trotz Lerans schlechter Verfassung brachen sie auf in Richtung der Dornenfeste. Auf dem Weg dorthin konnten sie gerade noch rechtzeitig einen Bogen schlagen um einen violett leuchtenden Baum, in dessen Krone ein riesiges Spinnennetz war. Doch dem nächsten Hindernis konnten sie nicht mehr so einfach aus dem Weg gehen: Als sie versuchten den Grabhügel zu umschiffen, auf dem ein grün leuchtender Geisterkrieger wachte, kamen sie immer wieder dorthin zurück, obwohl die Waldläufer Leif und Taspira sich sicher waren, dass sie den richtigen Weg gewählt hatten.
Also näherten sich diese beiden eben dem Krieger. Dieser war im Leben ein Elf gewesen, er trug eine altertümliche Rüstung, ein Schwert und einen Schild, auf dem ein zerbrochener Pfeil über einer Träne dargestellt war, das Zeichen des elfischen Kriegsgottes Shevaresh. Leif sprach ihn auf elfisch an und dieser erklärte daraufhin, dass er das Einhorn Windhuf beschütze und nur jemanden zu ihm lasse, der ihn in einem Duell besiege und sich somit als ehrenhaft beweise.
Nach einigen fruchtlosen Überredungsversuchen stellte sich Leif dem Kampf, verfiel dabei in eine Raserei und ging letztendlich als Sieger hervor. Nun war es den Recken erlaubt, sich der Dornenfeste zu nähern.
Die weiße Eiche leuchtete auf dieser Ebene in einem strahlenden Licht. Faelar untersuchte als erstes das Innere der Feste und als dort keine Gefahr drohte, folgten ihm auch die anderen. Es dauerte nicht lange, da war auch schon das Getrappel von Hufen zu vernehmen. Der Geist des Einhorns war gekommen. Taspira, die die Sprache der Waldwesen beherrscht, brachte ihm ihr Anliegen vor. Als Antwort führte Windhuf die Abenteurer durch dichte Nebel zu einer Reihe von Visionen.
In der ersten war der Druidenhain zu sehen, damals noch voller Leben und in geschäftigem Treiben. Unter den Druiden war auch ein Junge mit schwarzen Haaren. Er stahl ein Silvanus-Symbol aus dem Schrein und verschwand damit im Wald.
In der zweiten Vision war eben dieser Junge allein im Wald. Er hielt das Symbol und murmelte Worte der dunklen Magie. Mit einem Strahl tötete er ein vorbeihüpfendes Eichhörnchen, zertrümmerte das Symbol an einem Baum und lachte diabolisch.
In der dritten Szene war aus dem Jungen ein Mann geworden. Er befand auf einer von Mondlicht beschienen Lichtung, umringt von aufrecht stehenden Wölfen. Einer von diesen biss ihm in die Schulter und er verwandelte sich darufhin auch in einen Wolf. Die anderen verneigten sich vor ihm und sprangen ihm dann hinterher in den Wald.
In der letzten Szene dann beobachtete der Mann lächelnd den brennenden Druidenhain.
Windhuf erzählte Taspira daraufhin noch, dass die Wöfe eine alte Silbermarkenfestung im Norden besetzt hätten. Außerdem bat er sie, ihn aus seiner Versteinerung zu befreien, damit er endlich richtig sterben könne.
Auf dem Rückweg zum Portal sprach Leif noch einmal mit dem Elfenkrieger. Dieser hatte vor fast zweitausend Wintern einen Elfenstützpunkt beschützt. Aber er starb bei der Verteidigung, als die Dunkelelfen angriffen. Vielleicht würde er endlich Frieden finden, wenn der Stützpunkt zurückerobert und in Elfenhände gegeben würde. Da in der Nähe auch Mondelfen leben, wäre das vielleicht sogar möglich.
Als die Abenteurer dann aus der Ätherebene zurückkehrten, waren anderthalb Tage vergangen, es war nun der 14. Eleint. Sie waren alle müde und ausgelaugt, vor allem der kranke Leran. Also wanderten sie zurück zur Dornenfeste, um dort zu rasten. Nach einigen Stunden Schlaf, nun am Abend, brachen sie auf in Richtung Quervarr.
Doch im Wald tappten sie in die Falle eines Leucrottas, der sie mit der Stimme eines um Hilfe rufenden Mädchens gelockt hatte. Aber Dank eines heldenhaften Plattschusses Lerans entgingen sie dem stinkenden Biest.
Am Morgen des 15. Eleint erreichten sie dann endlich Quervarr. Inzwischen waren auch die Wachen aus Silbrigmond angekommen und verstärkten die Dorfwache. Wegen des schlechten Zustandes Lerans suchten die Helden als erstes die Druiden in ihrem Hain auf. Zum Glück konnten diese helfen. Leran war nun wieder ganz gesund und am nächsten Tag würden sie auch Edgar heilen können.
So gestärkt berichteten sie zunächst Beron davon, was sie erfahren hatten. Dann besprachen sie sich mit dem Hauptmann der Dorfwache Unndreth und dem Hauptmann der Silbriglegion Gallion.
Am Abend im "Pfeifenden Hirsch" tranken sie mit dem örtlichen Waldläufer Semous Fixlaub, sehr zur Verärgerung seiner Freundin Lilly, die einige Biere umsonst bringen musste. Leif konnte von ihm etwas über Blath und Tjore erfahren, die Mörder seines guten Feundes. Sie waren nach Nordwesten gegangen, also grob in die Richtung in der auch der alte Außenposten lag.
Nachdem am nächsten Morgen, dem 16. Eleint, die Druiden auch Edgar geheilt hatten, brachen die Gefährten auf, um die beiden Mörder zu jagen. Die Fährte war klar und am Nachmittag des zweiten Tages, also dem 17. Eleint, hörten sie Stimmen. Sie erblickten eine gerodete Fläche, auf der eine alte Festungsanlage stand. Menschen in Rüstungen bauten unter rauem Gelächter ein zerstörtes Tor wieder auf.
Leif schlich sich um das Gelände herum und entdeckte auf der anderen Seite Tjore, der sich mit einem Mann in schwarzen Roben unterhielt. Zurück im Versteck planten sie gemeinsam ihren Angriff auf die Anlage. Während sich Faelar von der einen Seite hineinschliche, schössen die anderen aus dem nahen Wald heraus mit Pfeilen oder Zaubern auf Tjore und den schwarz Gewandeten.
Dieser Plan sollte auch gelingen, obwohl Tjore inzwischen ein Werwolf war, genauso wie die vier Männer, die herbeigestürmt kamen, als er Alarm schlug. Nach einem heldenhaften und klug geführten Kampf dann waren alle Gegner besiegt.
Die Gefährten konnten nun in Ruhe das Gemäuer untersuchen. In einem Raum stand ein großer Altar, vor dem in rot und beige eine Klaue auf den Boden gemalt war, das Zeichen des bösen Naturgottes Malar. In einer Truhe fanden sich Schriftstücke, auf denen zu lesen war, dass Tess Unterstützung von dem fähigen Blath bekomme und dass Onyx die Werwölfe anführe und anstachele. Außerdem sei am Ersten des Monats ein Großangriff auf das Dorf Quervarr geplant. Auch der Schlachtplan dazu war in der Truhe.
Taspira entdeckte auf dem Boden außerdem eine Geheimtür. In dem kleinen Raum darunter fanden sich sehr viel Geld, zwei Heiltränke, eine Feder und ein Ring.

