04. Sitzung am 23.11.2008: Von Zwergenhumor und Weihwasser
Aus Die herzliche Rollenspielwiki
25. Eleint - Die Verhandlung
Während Edgar noch einmal zu seinem Magierkollegen Egnir gegangen ist, um sich etwas magische Tinte zu besorgen - zum Ausgleich muss er im Marpenoth wieder bei Egnir erscheinen, diesmal mit einem Tinten- und Pergamentvorrat und Informationen aus Silbrigmond -, erklärte Leran, dass die Lycanthropen den Plänen zufolge mit einer Hauptstreitmacht das Haupttor belagern und währenddessen mit Kommandoeinheiten an mehreren Stellen über die Mauer wollen, um dann das Tor zu öffnen. Des Weiteren berieten die Freunde, wie viele Soldaten man für die Verteidigung bräuchte und welche Argumente anbringen und was man den Zwergen eventuell anbieten könnte. Nach einiger Zeit kam eine Wache und brachte Jost Hackbeil, einen Boten der Quaervarrer Miliz, der Leran eine Nachricht von Galion überreichte, in der letzterer schreibt, dass Taern Hornklinge und Lady Alustriel wegen der Ork-Übergriffe keine weiteren Truppen für Quaervarr bereitstellen lassen, aber dass Galion, die Miliz und einige Dorfbewohner - insgesamt 50 Soldaten, ca. 25 Milizen und 150 Dorfbewohner - zur Verteidigung im Dorf bleiben wollen, während der Rest nach Silbrigmond evakuiert werde. Leran bat Jost noch die Audienz abzuwarten, damit er die Nachricht gleich übermitteln könne, worauf die Gruppe zum Thronsaal geführt wurde, aus dem in dem Moment zwei fahle Händler traten.
Im riesigen Thronsaal waren der Kronleuchter, der, wie Thorwin erklärte, mit so vielen brennenden Kerzen bestückt ist, wie der Bergkönig alt ist, um seine Weisheit zu symbolisieren, die Leibwache des Königs, die aus einem Dutzend kampferprobter Zwerge bestand, und das Symbol des Königs, eine Krone mit drei Edelsteinen und zwei gekreuzten Äxten darüber, auffallend. Neben dem Bergkönig Emerus Kriegskrone stand, wie sich später herausstellte, Boltan Kriegskrone, Cousin und Berater des Königs und Priester Changeddin Silberbarts. Nachdem Leran sich vorgestellt hatte und der Bergkönig - durch die Erwähnung Galions - meinte, er habe an der Seite Galions Felbarr vor einigen Jahren zurückerobert, erklärt Leran mit Hilfe der Briefe und der Karte die Angriffspläne der Lycanthropen und die Verteidigungspläne Quaervarrs. Bergkönig Emerus zeigte sich beeindruckt, auch Boltan Kriegskrone sprach sich für Unterstützung aus, doch schickte der König die Gruppe erst einmal weg, damit er sich in aller Ruhe beraten könne.
Im Aufenthaltsraum brachte Thorwin Wasser und Bier, wonach Leran zur Beruhigung griff. Plötzlich verschwand Thorwin und erschien einige Minuten später in voller Rüstung und mit sämtlichen Waffen und sagte, er schließe sich auf jeden Fall den Verteidigern an, immerhin hätten die Recken ihn gerettet. Nach einer Stunde werden die Fünf wieder in den Thronsall gerufen, wo der Bergkönig noch wissen wollte, wie die Sicherheit seiner Zwerge gesichert sei, im Falle einer Flucht. Leran, überrascht von der Frage, versuchte Emerus zu erklären, dass es Fluchttunnel unter der Mauer gäbe. Jedoch merkte der König, dass er belogen wurde, worauf er gestattete, 50 freiwillige mitzunehmen. Jedoch müsste die Gruppe selber nach diesen schauen, da er nicht den Befehl dazu geben werde. Seinen Fehler einsehend, entschuldigte sich Leran und gab dem König recht, 50 Zwerge mehr, wären 50 Leichen mehr und redete noch ein wenig auf ihn ein. Aufgeschlossener wirkend, entschloss Bergkönig Emerus, er wolle noch einmal darüber beraten und schickte die Gruppe zurück in den Aufenthaltsraum.
Dort angekommen entbrannte eine Diskussion über Fluchtpläne und man ließ Jost weiter in Felbarr warten. Größtenteils schlechten Gefühls wartete die Gruppe im Aufenthaltsraum auf eine Nachricht des Bergkönigs, die drei Stunden auf sich warten ließ und in der auf zwergisch - was Thorwin übersetzte - stand, die Fünf sollten Feldbarr auf der Stelle verlassen. Deprimiert schickte Leran Jost mit der Nachricht, es gäbe keine Unterstützung der Zwerge, nach Quervarr und die Freunde machten sich bereit zum Aufbruch. Doch in der großen Vorhalle sahen sie 100 schwere Infanteristen und 20 Armbrustschützen der Zwerge, die ihre Ponies bereit machten, um loszureiten. Leran suchte nach dem Hauptmann dieser Soldaten und erfuhr von diesem, Billor Steinfaust mit Namen, dass diese Streitmacht auf Befehl des Königs zur Unterstützung nach Quaervarr geschickt werde. Des Weiteren ließ der König Leran zwei Nachrichten zukommen, erstens: "Wenn du mich verscheißerst, dann verscheißere ich dich." und zweitens, dass südlich von Beorunnas Brunnen eine alte Krypta sei, in der ein Zwergenkrieger und ein Uthgardtbarbar, die vor mehreren hundert Jahren gemeinsam gegen Werwölfe kämpften, mit ihren Waffen begraben seien und man könne nicht von Grabschändung sprechen, würden die Recken mit diesem edlen Beweggrund die Waffen holen. Darauf wurde Jost mit der Nachricht über die Unterstützung nach Quaervarr geschickt - er war immer noch in Feldbarr, da er wegen der Soldaten nicht hinaus konnte - und die Gruppe teilte sich auf, Leif und Thorwin reisten an der Spitze der Zwerge direkt nach Quaervarr, während Taspira, Edgar, Faelar und Leran noch zur Krypta wollten. So ritten alle bis etwas nach Mitternacht...
26. Eleint - Die Krypta
... und die Vier, die zur Krypta wollten, machten in der Senke rast, in deren Nähe sie das erste Mal auf Eule getroffen waren. Am nächsten Tag brachen sie in Richtung Norden nach Beorunnas Brunnen auf, um die Anwohner nach der Krypta zu fragen. Sie reisten weiter und langsam näherte sich der Wald von beiden Seiten. Am frühen Abend sah die Gruppe dann in einiger Entfernung Rauchwolken, die, wie sich nach einer kurzen Unterredung mit einem Ork, der sagte, dieser und sein Stamm seien im Krieg und die Recken sollen weggehen, und dessen Umschleichung herausstellte, aus dem belagertem Beorunnas Brunnen aufstiegen. Da die Siedlung allem Anschein nach rundum von Orks okkupiert wurde, beschlossen die Freunde, sie könnten nichts ausrichten und auch keinen der Anwohner befragen. Sie zogen sich in südöstlicher Richtung zurück, um noch möglichst viel des Waldes abzusuchen.
Am späten Abend entdeckte Faelar durch die Bäume ein altes Gemäuer, das sich als die Krypta entpuppte. Jedoch stand ein Ork vor dem Eingang Wache. Während Faelar um die Krypta herumschleichen wollte, um den Wächter in aller Stille zum Schweigen zu bringen, schlich sich der Rest der Gruppe heran - wodurch der Elf vielleicht zehn Meter vorwärts kam, bevor der Ork die anderen entdeckte und einen Warnruf ausstieß. Darauf starb er durch einen Pfeil Lerans und Edgars magische Geschosse. Danach kam circa ein halbes Dutzend Orks aus der Krypta gerannt, die - größtenteils durch Leran - recht schnell das Zeitliche segneten.
In der Krypta, die Faelar als erster betrat, sah man, dass sich die Gruppe Orks hier breitgemacht hatte. Gegenüber vom Eingang sah man eine Inschrift, die auf illuskisch verkündete, dass in dieser Krypta der Zwerg Wulgar Mienentunnler und der Barbar Nokon Hork, die Freunde und Kameraden im Kampf waren, hier begraben liegen. An der Seite führte eine Treppe die Gruppe hinunter, doch in der Mitte davon war ein drei Meter breites Loch. Zum Glück war das Loch nicht allzu tief und unten lag eine vier Meter lange Planke, die Faelar Leran hochreichte und womit alle sicher über das Loch kamen. Im nächsten Raum entdeckten Taspira und Faelar im Schatten zweier Throne zwei Paare rotglühender Augen, deren Besitzer dann in die Offensive gingen. Es handelte sich um Gruftbestien. Nach einigen Schlägen und einigen Spritzern Weihwasser verließ die eine Bestie das Diesseits endgültig, doch die andere heilte ihre Wunden, indem sie Leran offenbar Lebenskraft entzog. Doch nach einem Schlag seitens Taspira, jagte Edgar den Kopf des zweiten Untoten mit Hilfe eines sengenden Strahls in die Luft.
Nach dem Kampf ging es in den nächsten Gang, wo ersteinmal eine Fallgrube, in der ein auf Speeren aufgespießter Ork war, mit der Planke überquert wurde. Der nächste Raum, den Faelar, ohne ihn zu betreten, untersuchte, war aufgrund der Runen auf dem Boden recht suspekt. Er entdeckte auch relativ schnell, dass einige Platten Trittfallen sein könnten und auch, welche man sicher betreten konnte - trotzdem entschärfte er zumindest einen Großteil der Fallen, indem er die Pfeillöcher mit Wachs abklebte. Im nächsten Gang bemerkte er, dass hier eine brüchige Stelle im Gang vorzufinden war, die ohne Probleme mit der Planke überquert wurde. Schließlich kam die Gruppe im Raum mit den Sarkophagen an, wo Faelar eine Trittfalle übersah, unter deren wahrscheinlich vergiftetem Pfeil er sich im letzten Moment hinweg duckte. Nach kurzer Spottelei seitens Lerans ging es dann zu den Sarkophagen und der Statue zwischen den beiden. Diese hielt eine mächtige, silberne Axt und ein silbernes Kurzschwert in Händen. Als Leran nach letzterem griff, öffnete die Statue blau leuchtende Augen und reichte ihm das Schwert mit der Aufschrift "Nokon Horks Kurzschwert", das Leran, da er es nicht brauchte und Faelar ihn darum bat, an diesen weitergab - für ihn die beste Waffe, die er je geführt hatte. Darauf wollte Leran auch die Axt nehmen. Doch anstatt ihm auch diese zu reichen, holte die Statue zu einem Schlag aus und sagte etwas auf zwergisch, bis Leran zurückwich. Danach versuchten es die anderen der Gruppe, doch auch bei ihnen war das Ergebnis nicht anders. Darauf verließen die Vier die Krypta mit dem alten Kurzschwert in Richtung Süden.
27. Eleint - Der Galopp
Sie ritten noch etwas weiter, um möglichst weit von den Orks entfernt zu sein und bis Taspira im Morgengrauen eine geeignete Raststelle gefunden hatte. Mittags ging es dann mit einem Gewaltritt weiter Richtung Quaervarr, jedoch machten das die Pferde - außer Lerans, dessen Reiter sich inzwischen besser fühlte - nicht mit, so musste die Gruppe einige Zeit lang zu Fuß weiter und am späten Abend rasten.
28. Eleint - Die Erholung
Am nächsten Morgen erreichten sie Quaervarr, das sichtlich besser befestigt war als beim Verlassen. Vor allem fiel auf, dass nur noch Milizen und Krieger anwesend waren und Zwerge das Tor bewachten. In Quaervarr ging Edgar in den Hirsch, um Zauber vorzubereiten, der Rest zu Galion, um mehr von den Plänen zu erfahren. Nach dem kurzen Gespräch ging Leran zu Jost, um noch einmal mit ihm zu sprechen, worauf sich alle im Bad des Pfeifenden Hirsches trafen - diesmal mit Seamus statt Edgar. Am Abend gingen Taspira, Leran und Faelar noch einmal zu Galion, Undreth und Billor, da der Verteidigungsplan erklärt wurde. So sollten die Zwerge vorwiegend das Haupttor verteidigen, während die Silberlegionäre Kommandos bilden sollten, damit die Kommandotrupps der Lykanthropen nicht über den Wall kommen. Auch die Helden sollten ein solches Kommando bilden. Die Miliz und die Dorfbewohner, die zur Verteidigung geblieben waren, wurden auf die Mauer und das Tor verteilt. Jedoch konnte man sich nicht auf einen Fluchtplan im Notfall einigen, wodurch dies wahrscheinlich spontan von jedem einzelnen entschieden würde. Danach gingen die Drei zurück in den Hirsch auf ihre Zimmer.

