08. Sitzung am 01.02.2009: Nachforschungen

Aus Die herzliche Rollenspielwiki

Wechseln zu: Navigation, Suche

Am frühen Morgen des 10. Marpenoth, zwei Stunden nach dem nächtlichen Angriff, versammelten sich die Helden auf Edgars Zimmer. Taspira, die als Erste auf die Feinde aufmerksam geworden war, berichtete den anderen von ihrem seltsamen Traum und den Geschehnissen kurz vor dem Kampf. Die Gruppe stellte noch eine Weile Mutmaßungen über die Herkunft und die Motive der seltsam gekleideten Krieger an, bevor sie von einer Stadtwache unterbrochen wurden. Edgar und Taspira sollten als Zeugen vor Gericht erscheinen, um der Anklage des überlebenden Angreifers beizuwohnen. Leran, der sich mit dem Umgang vor Gericht und bei Hof deutlich besser auskannte, als seine Freunde, übernahm bereitwillig die Vertretung Edgars vor Gericht.

Bis zu der Verhandlung zur 12. Stunde beschlossen Leif und Faelar, sich in der Stadt umzuhören und nach Spuren der Angreifer zu suchen. Taspira brach derweil zum Markt auf, um einige Einkäufe zu erledigen. Im Gasthaus blieben ein etwas geschockter Edgar und Leran zurück, die sich über den Verhandlungsverlauf berieten.

Faelar begab sich gezielt auf die Suche nach den etwas zwielichtigeren Elementen des Stadtlebens, wobei ihn das saubere Stadtbild und die Kompetenz der Wache zuerst etwas behinderten. Doch bald hatte er zwei Gestalten auf der Stadtmauer ausgemacht, die ihn nach etwas Überzeugungsarbeit in Münzform ins „Wegehaus“ und zum Schattendieb „Tolven“ weiterschickten.

Derweil schlug Leif einen etwas anderen Weg ein. Er suchte zunächst die nähere Umgebung des Gasthauses nach Spuren ab und fand schnell heraus, dass die drei Angreifer wohl durch ein Fenster im Erdgeschoss gestiegen waren. Indem er sich ganz auf den Überlebenden konzentrierte, fing Leif an, dessen Schritte durch Silbrigmond nachzuvollziehen und zu verfolgen. An einer Kreuzung stieß er auf einige Leute aus der nahegelegenen Zwergenkneipe „Hammer & Schild“, konnte aber nichts Neues von ihnen erfahren.

Faelar betrat währenddessen das „Wegehaus“, eine finstere Kneipe, in der sich allerhand zwielichtige Gestalten herumtrieben. Für die zwei teuersten Biere seines Lebens, konnte er ein Treffen mit dem Schattendieb Tolven vereinbaren. Nachdem er eine Weile gewartet hatte, wurde Faelar von einem Halbling abgeholt, der sich als Tolven, der Vertreter der Schattendiebe in Silbrigmond, herausstellte. Gegen bare Münze und einige Informationen erfuhr Faelar, dass die Angreifer tatsächlich aus Nesseril waren, wie ihre Rüstungen schon vermuten ließen und dass sie aus einer fliegenden Stadt gesandt wurden, die kürzlich über der Anauroch erschienen war. Ferner soll sich eine Gruppe Spione in Silbrigmond aufhalten, die nach der Ankunft der Heldengruppe angefangen haben sollen, Nachforschungen über Edgar anzustellen und Schlafgift erworben haben sollen.

Nach dem Treffen begegnete Faelar auf dem Rückweg bald Leif, der den Schritten der drei Nesser bis in die Nähe des Wegehauses gefolgt war. Gemeinsam machten sich die beiden auf den Rückweg.

Im Wirtshaus war Taspira von einem kurzen Gebet in Milikkis Tempel und ihren Einkäufen zurückgekehrt und traf an Stelle von Edgar einen schwer gepanzerten Mann an, der sich augenzwinkernd als „Roland von der Trauerweide“ vorstellte. Edgar hatte sich mit Hilfe seines Hutes und der Unterstützung von Leran verkleidet. Zur zehnten Stunde versammelten sich die Helden erneut im Wirtshaus, wo Faelar und Leif ihre Informationen mit den Anderen teilten. Dabei mutmaßten sie, ob der Angriff auf Edgar auch mit dem Verschwinden seines Lehrmeisters zusammenhängen könnte. Kurz bevor der Prozess gegen den überlebenden Nesser beginnen sollte, erhielt Edgar eine Einladung in die Magiergilde von Magister „Albertus Funkenstaub“. Den Rest der Wartezeit bis zum Prozess verbrachte Leran mit intensiver Vorbereitung während Edgar, gut bewacht von seinen Freunden, versuchte, Lerans magische Klinge zu identifizieren. Die Waffe stellte sich als eine Kelemvor geweihte Klinge heraus, die es vermochte, geisterhafte Wesen zu verletzen.

Zur 12. Stunde fand sich die Gruppe am Gerichtshof der Stadt ein. Die Verhandlung wurde von Richter Justikus geführt. Die Anklage gegen den Nesser, der sich Schosch nannte, lautete auf versuchten Mord an einem Bürger der Silbermarken. Nachdem Edgar und Taspira ihre Aussagen gemacht hatten, durfte Leran den Angeklagten verhören. Dieser verstrickte sich in Lügen oder verweigerte gar die Aussage. Schosch behauptete, er und seine toten Kameraden währen nur einfache Diebe gewesen, die Reisende ausnehmen wollten. Richter Justikus ließ sich jedoch nicht täuschen und verurteilte den Nesser zu einem halben Jahr Haft in Immerlund wegen Körperverletzung und versuchter Entführung. Die Strafe sollte jedoch auf 5 Jahre verlängert werden, wenn sich Schosch nach Ablauf der ersten Zeit nicht kooperativer zeigen würde. Nach dem Prozess wurde Schosch abtransportiert und Leran und Faelar nahmen den Richter nochmals beseite um ihm ihre Informationen aus „inoffiziellen“ Quellen mitzuteilen. Leif brach bald darauf zum Gefängnis auf, um dort zu warten, ob die restlichen Nesserspione sich zeigen würden.

Edgar brach mit den Anderen zur Magiergilde auf, wo sie diesmal eingelassen wurden und sich durch ein Labyrinth von Gängen bis in das Zimmer von Magister Albertus Funkenstaub vorarbeiteten. Von ihm erfuhren sie leider nichts Neues über die Nesser, er konnte Edgar jedoch einige Informationen über Golems zur Verfügung stellen. Edgar erfuhr, dass der Golem, der das Labor seines Meisters bewachte, aus Stein oder Lehm sein könnte und dass Adamantitwaffen und Erdzauber Wirkung gegen solche Kreaturen zeigen. Den Rest des Tages verbrachten Leif und Faelar damit, das Gefängnis zu beobachten. Leran besuchte die Beerdigung der beiden getöteten Nesser und fragte einen Kleriker Kelemvors über seinen Glauben und das Schwert Kelemvors aus. Edgar versuchte, sich durch das Studium eines neuen Zaubers davon abzulenken, dass es jemand auf ihn abgesehen hatte. Taspira blieb mit ihm im Wirtshaus, um ihn zu bewachen.

Am ´Morgen des 11. Marpenoth beschlossen die Helden, nach Felbarr zu reisen, um nach Adamantitwaffen zu suchen und Egnir Steinformer zu besuchen. Danach wollte Leif in sein Dorf zurückkehren und seine Stammesbrüder vor den Nessern warnen. Leran schrieb eine Nachricht an seine Familie, in der er seine lange Abwesenheit erklärte.


Die Reise verlief ereignislos und am 16. Marpenoth erreichten die Helden die Festung Felbarr. Dort besuchten sie ihre Zwergenfreunde und erfuhren, dass Adamantit ein sehr hartes aber leider auch unerschwinglich teures Material darstellte. Edgar überbracht Egnir die Neuigkeiten aus Silbrigmond und durfte einen Zauber aus dessen Zauberbuch lernen.


Am 17. Marpenoth erstand die Gruppe einen Zauberstab der Heilung leichter Wunden, den ihnen Torwin aus einem tiefergelegenen Zwergentempel mitbracht hatte, und begab sich auf die Reise in Leifs Heimat. Die Temperaturen sanken unterwegs stetig, je weiter die Gruppe nach Norden und in die Nähe der Berge kam.


Am 19. Marpenoth wurde Leif herzlich bei seiner Rückkehr ins Dorf der Pferdeleute begrüßt, wo er stolz verkündete, dass er seinen Freund gerächt und seinen Schwur, Blath zu töten erfüllt habe. Abends wurde ein großes Fest gegeben und Blaths Kopf auf einem Pfahl in der Mitte des Dorfplatzes zurschaugestellt.


Am nächsten Tag warnten Leif und Leran den Stammeshäuptling Urth vor der Gefahr durch die Nesser. Dieser hatte aber bereits Spione der Nesser aus dem Dorf werfen lassen. Noch am Morgen brachen die Helden daher wieder auf, um Edgars altes Zuhause, das Refugium zu besuchen und nach Spuren der Nesser dort Ausschau zu halten.


Es war der Morgen des 23. Marpenoth, als die Gruppe den hoch aufragenden Turm auf einer Lichtung des Mondwaldes entdeckte. Edgar warnte seine Freunde vor einem mächtigen Schutzsymbol über dem Eingang des Turms, bevor sie sich diesem näherten. Die unteren zwei Stockwerke des Turms fanden sie verlassen vor. Es zeigten sich keine Spuren von Eindringlingen. Am Ende der Stufen des 3. Stockwerks waberte ihnen jedoch eine giftige magische Wolke entgegen. Die Helden zogen sich zurück und beschlossen, am nächsten Tag zu versuchen, die Falle zu überwinden und einen Blick auf den Golem zu werfen, damit Egar versuchen könnte, diesen zu identifizieren.

Persönliche Werkzeuge