09. Sitzung am 15.02.2009: Die zwei Türme
Aus Die herzliche Rollenspielwiki
24. Marpenoth – Der Turm des Magiers
Am Morgen des 24. Marpenoth erwachte die Gruppe, die in der Bibliothek Kiril Schwarzzunges, Edgars Meister, übernachtet hatte. Als sie hinausschauten, sahen sie, dass es draußen nieselte.
Noch vor dem Frühstück hielten die Fünf eine Besprechung ab, bei der das Ergebnis war, Edgar solle erst prüfen, ob er die magische Wolke entfernen könne. Wie erwartet stellte sich heraus, dass die Wolke mit einem permanenten Zauber an den Ort gebunden war. Doch Edgar hatte bereits eine Idee und ging, um Sprüche vorzubereiten. Währenddessen ging Taspira hinaus, um draußen zu beten, Leif bastelte sich einen Mundschutz aus einem Stofffetzen und Seife, Leran starrte in die Wolke und Faelar las in einigen alten Märchen und Legenden.
Nach einiger Zeit war dann Edgar bereit, alle versammelten sich bei der Treppe und der Magier versuchte, den Zauber seines Meisters zu bannen. Doch nichts geschah. Auch nach dem zweiten Versuch waberte die Wolke freudig weiter. Dies lag daran, dass ein mächtiger Magier auch mächtigere Zauber wirkt und da Edgar noch bei weitem nicht so mächtig wie sein Meister war, konnte er dessen Schutzzauber nicht umgehen. Deshalb besprachen sich die Helden ein weiteres Mal, was zu tun sein. Sie entschlossen sich, dass Edgar und Leran durch die Wolke rennen und ein Passwort ausprobieren sollten, während der Rest auf der anderen Seite der Wolke blieb und die zwei mit Seilen sicherten, um sie im Notfall zurückzuziehen. Und obwohl Taspira auf die beiden den Spruch „Gift verzögern“ wirkte, wurde es ihnen speiübel, als sie durch diesen ominösen Nebel liefen.
Am anderen Ende blieben sie kurzzeitig stehen, um sich von dem Gestank zu erholen, als sie der Golem, der scheinbar aus Lehm bestand, mehrmals nach einem Passwort fragte und, da die zwei keines erwähnten, auf sie zukam. Verängstigt rannten Leran und Edgar zurück. Die Fünf beschlossen darauf einen zweiten Versuch zu starten, diesmal wollte aber Leif anstelle von Leran gehen. Die beiden rannten die Luft anhaltend durch.
Doch auf der anderen Seite stand der Golem direkt an der Wolke, als ob er sie schon erwartet hätte und verpasste Leif, der zwischen Edgar und dem Golem aus dem Nebel kam, einen Schlag. Edgar versuchte sogleich, ob Herbstwinde, das Passwort, das die Eingangstür sicherte, auch den Golem beruhigen würde, doch dieser schlug ein zweites Mal auf Leif ein, bevor die zwei von Taspira, Leran und Faelar zurückgezogen werden konnten. Da die Wunden doch recht stark waren, nahm Taspira den neuen Heilstab zur Hand und versuchte damit die Wunden wenigstens ein wenig zu heilen. Doch dies funktionierte auch nicht nach dem zweiten Versuch, weshalb die Wunde nur ein wenig verbunden wurde. Darauf entschloss sich die Gruppe dazu, erst einmal nach Quaervarr zurückzukehren, um Leifs Wunden von den Druiden heilen zu lassen. Am späten Nachmittag trafen sie dann in dem Dorf ein und gingen dann sofort zum Druidenhain, wo sie erfuhren, dass die Wunde verflucht und deshalb nicht von selber oder durch normale Heilzauber geschlossen werden könne. Doch die Druiden hatten eine Spruchrolle, die helfen könne, die jedoch schon mit Freundschaftsrabatt 500 Gold kostete. Da aber Leif ein wichtiges Mitglied der Gruppe war, zahlten sie den Preis bereitwillig.
Nachdem Leif wieder geheilt war, gingen Edgar, Faelar und Leran in den „Hirsch“, während Taspira noch kurz mit Torn sprach, um zu erfahren, wo er Raubflügel herhatte, da sie auch gerne einen Falken hätte. Torn sagte ihr, sie solle am besten in den Nesserbergen suchen, die meisten gäbe es dort auf den Gipfeln. Unterdessen suchte Leif – da wieder genesen – motiviert nach rotem Stoff, da er eine Fahne haben wollte. Er fand dann schließlich bei der Witwe eines Schneiders – dieser war bei der Verteidigung Quaervarrs gefallen – zwei Meter roten Stoffes und gab der Frau drei Goldstücke.
Währenddessen holte Edgar mal wieder Seamus aus dem „Letzten Loch“ und als dann alle zurück im „Hirsch“ waren, aßen und badeten sie. Auch kam ein Gespräch mit Lilly zustande, in welchem sie erfuhren, dass Geth Stonar, Ortsvorsteher Quaervarrs und Besitzer des „Hirschs“, wahrscheinlich bald wegen seiner Feigheit während der Belagerung – er war einer der ersten gewesen, der nach Silbrigmond geflohen war, – abgewählt werden würde und dass er dann den „Hirsch“ schließen oder verkaufen wolle. Dies würde mit großer Wahrscheinlichkeit dazu führen, dass Lilly und Seamus ihre Arbeit im „Hirsch“ verlieren würden. Auf die Idee, den „Hirsch“ zu kaufen, meinte Lilly nur, dass er 15.000 Goldstücke koste und sie das Geld nicht habe. Da versprach Leran, bei seiner Familie nachzufragen, ob diese das Geld nicht leihen könnte und bekam gleich einen Kuss auf die Wange als Dankeschön, wonach alle schlafen gingen.
25. Marpenoth – Der Überfall
Am nächsten Morgen machten sich die Helden auf – nachdem Edgar auf die rote Fahne eine silberne Faust und darüber ein rosa Schweinchen, das man nur mit Hilfe von Sprüchen und Fertigkeiten wie Magie entdecken sehen kann, zauberte. Auf dem Ritt zum alten Außenposten der Elfen bemerkten zuerst Faelar und dann auch der Rest, dass sie verfolgt wurden. Keine 100 Meter hinter ihnen sahen sie schwarze Schatten zwischen den Bäumen.
Nesser hatten ihnen aufgelauert!
Die Gruppe stieg größtenteils von den Pferden und machte sich kampfbereit. Da kamen dann auch schon zehn Nesser in ihren alten, mit Runen verzierten Rüstungen auf großen schwarzen Pferden angaloppiert. Leran ritt voran und stellte sich gleich vieren dieser Krieger, Taspira bat die Natur darum, die Füße ihrer Feinde mit Wurzeln zu verstricken, während Edgar einen Zauber nach dem anderen schleuderte und Faelar mit Leif und Taspira die bekämpften, die nicht auf Leran losgingen. Nach wenigen Minuten war der Kampf dann auch schon wieder vorbei und nachdem man Leran größtenteils wieder zusammengeflickt hatte, entstand die Diskussion, ob und wenn ja, was man von den Nessern mitnehmen solle. Doch Edgar gab dann das ausschlaggebende Argument: Für die Nesser wäre es ein Leichtes, ihre Pferde und Waffen aufzuspüren und somit auch die fünf Helden.
Also ließen sie alles liegen, machten sich wieder auf den Weg und Leif versuchte die Fährte zu verwischen. Doch nach einiger Zeit fing es an zu schneien, was Leif nicht sonderlich gefiel, da er befürchtete, dass man ihre Spuren im Schnee sehen könnte. Nach einiger Zeit war er dann aber beruhigt, da es so stark schneite, dass die Spuren sogleich wieder verwischten. Am Abend dann rasteten sie in einer vor dem Wind schützenden Felsformation, wo Edgar sicherheitshalber noch einen Alarmzauber sprach, bevor sie schlafen gingen.
26. Marpenoth – Der Turm der Elfen
Es schneite noch immer, weshalb nun am Morgen eine leichte Schneedecke über allem lag. Nach einem kleinen Frühstück machten sie sich dann wieder auf den Weg Richtung Außenposten. Nach kurzer Zeit erhob sich ein zwar großer und massiver, aber auch fein gearbeiteter grauer Turm vor ihnen. Faelar sah sich zuerst um, doch konnte nichts entdecken, außer einigen Marmorgräbern, die ca. 2500 Jahre alt sein mussten. Zurück bei seinen Freunden versuchte er das Tor aufzuschließen, jedoch war das Schloss verrostet und er kriegte es nicht auf. Nun versuchten es alle nacheinander mit einem Brecheisen und der Unterstützung der anderen, bis es schließlich Taspira gelang. Sie öffneten das Tor und sahen im Innenbereich des Turmes Schnee liegen, da er nach oben hin offen war. Sie sahen zwei Treppen, die eine führte nach oben, die andere nach unten, unter den Turm. Leif schaute erst oben nach, wo nichts war, man aber einen guten Überblick über den Mondwald hatte.
Daraufhin ging Faelar die andere Treppe hinunter, wo plötzlich eine Rune aufleuchtete. Doch Faelar geschah nichts. Aus Neugierde folgten ihm Taspira und Leran, die dann einschliefen und die Treppe hinunterpolterten, als die Rune aufleuchtete. Zu seinem Glück war Faelar schon unten und die zwei trafen ihn nicht. Er kehrte zurück nach oben und versuchte die Rune mit Hilfe eines Meisels zu zerstören, woraufhin Leif frohen Mutes die Treppe hinunterging – und ebenfalls einschlief und die Treppe hinunterfiel. Faelar trug die drei Schlafenden hinauf und besprach sich die nächsten zwei bis drei Stunden – bis die anderen wieder erwachten – mit Edgar, wie man die Falle umgehen könne. Als alle ausgeschlafen hatten, verhing Faelar dann die Rune mit einem Stofffetzen und alle konnten ohne Probleme die Treppe hinuntergehen.
Dort standen sie dann in einem Gang mit zwei Türen. Die eine zur linken war eine Tür normaler Größe und führte, wie sich kurz darauf herausstellte, in eine kleine Kammer, wo viele alte Bücher in einem Regal und ein Haufen Pergamente auf einem Schreibtisch waren. Auf dem obersten Pergament stand, dass hinter der großen Tür ein Zugang ins Unterreich existiere, der jedoch von einer magischen Barriere versperrt wurde. Um diese zu erschaffen, hatten sich drei Elfenmagier geopfert. Die Barriere konnte nur von dieser Seite geöffnet werden. Als Faelar jedoch die anderen Pergamente lesen wollte, zerbröselten sie unter seiner Berührung.
Zurück im Gang erklärte Faelar seinen Gefährten dies, worauf Edgar sich erst einige der Bücher anschaute und dann prüfte, ob die zweite Tür, die eher ein Tor war, nicht magisch versiegelt war. Da dies nicht der Fall war, sperrte Faelar diese auf.
Dahinter sahen sie eine magische Barriere, die zwei Gänge versperrte und davor drei Elfenmagier. Als Edgar einen mit seinem Stab berührte, drehte sich dieser um und zerfiel innerhalb weniger Sekunden zuerst zu einem Skelett und dann zu Staub in einer Magierrobe. Darauf begann die Barriere zu flackern.
Faelar, aus Angst, was sie dadurch anrichten könnten, wollte raus, doch er wurde überstimmt und so berührte Edgar auch die übrigen Magier, die ebenfalls schnell zu Staub zerbröselten, worauf sich die Barriere auflöste.
In dem Staub, der dahinter lag, sahen die beiden Waldläufer Spuren von Spinnen, die zwischen den zwei Gängen hin- und herführten. Der Gang zur linken führte sie in einen alten Lagerraum voller Kisten und Fässer mit verdorbenen Lebensmitteln und einem riesigen Loch, das in einen unterirdischen Gang führte. Da dies eindeutig der von den Elfen beschrieben Eingang ins Unterreich war, gingen die Fünf zunächst in den anderen Gang, um zu prüfen, was sich dort befand. Der Gang ging einige Meter weit und war dominiert von Staub und Spinnweben. Am Ende des Ganges führte eine Tür nach rechts.
Faelar schlich voran und als er in dem Raum, allem Anschein nach eine Kapelle, war, bemerkte er zu seiner Rechten hinter der Tür und etwas weiter im Raum zur Linken insgesamt drei abscheuliche Wesen, die die Körper einer Spinne und die Oberkörper von Drows hatten – Drinnen!
Die Wesen lachten verächtlich und schleuderten Faelar zugleich zwei magische Blitze entgegen, von denen er einem ausweichen konnte. Doch der andere erwischte ihn voll. Es begann ein heftiger Kampf, in dem Faelar schwer verletzt wurde, Leran sogar – mal wieder – ohnmächtig wurde, Leif viel austeilte, Edgar viele seiner Zauber aufbrauchte und Taspira Erstaunliches leistete. Sie schrie eine der Drinnen an und nahm dann den Blitz, den das Monster auf sie schleuderte, einfach in sich auf, um kurz darauf eine silbrigblaue Flamme zurückzuschleudern, während Leif und Faelar sich um den letzten der drei Gegner kümmerten.

