12. Sitzung am 22.03.2009: Zombies!!!
Aus Die herzliche Rollenspielwiki
Die Helden befanden sich seit einigen Tagen auf dem Weg nach Cormyr um im Oghmatempel von Suzail nach Leandra Tintenfleck, einer der alten Reisegefährtinnen von Edgars Vater, zu suchen. Von ihr erhofften sie sich eine Antwort darauf, was Edgars Eltern wiederfahren war und warum die Nesser ihn so beharrlich verfolgten.
Im Laufe des 11. Uktar traf die Gruppe in den Fernbergen auf ein Lager der Zentarim, die ihnen den Weg versperrten. Während Taspira sich etwas im Hintergrund hielt, verhandelte Leran mit den Männern über den Wegzoll. Um einem Kampf aus dem Weg zu gehen, bezahlten die Helden widerwillig je 100 Goldmünzen und ließen das Lager hinter sich. Um die Wegzeit zu verkürzen schlugen sie daraufhin den Weg über das Sturmhorngebirge nach Cormyr ein.
Am 12. Uktar ritten sie an einem Sumpfgebiet vorbei, in dem die Silhouetten alter Turmruinen durch den Dunst zu erkennen waren.
Einen Tag später überquerten die Helden die Schneegrenze des Gebirges und erreichten zitternd vor Kälte den Sturmhornpass. Über den Pass wachte eine Burg mit einem purpurnen Drachenbanner. Hier erfuhr die Gruppe, dass sie sich nach comyrschem Recht als Abenteurergesellschaft anzumelden hatten und dass es Brauch war, seine gegürteten Waffen mit Lederriemen zu verknoten um seine friedlichen Absichten zu zeigen, solange man sich in den Städten bewegte. Für eine geringe Gebühr ließen sich die Helden für ein Jahr als namenlose Abenteurergruppe eintragen und machten sich an den Abstieg aus dem kalten Gebirge.
Im Verlauf des 15. Uktar ritt die Gruppe durch den Königswald und verbrachte eine kurze Zeit in Wegesruh, wo ihnen von marodierenden Orkbanden im Wald berichtet wurde.
Der Ritt verlief jedoch ereignislos und am folgenden Tag ließen die Helden den Königswald hinter sich und kamen in dichter besiedelte Landstriche. Am Wegrand zeigten sich nun vermehrt Zeichen von Zivilisation. Am Abend erreichte die Gruppe Suzail. Dort suchten sie umgehend Leandra Tintenfleck im Tempel der Oghma auf.
Nach einem kurzen Gespräch, bei dem sich Leandra bestürzt über Kiril Schwarzzunges Verschwinden zeigte, erfuhren die Helden die Umstände vom Tode Edgars Eltern. Nachdem sie sich in Yartar zur Ruhe gesetzt und eine Familie gegründet hatten, wurden Phelan und Fiana von Nessern aus der Schattenebene aufgespürt und zu Hause überfallen. Fiana wurde während des Kampfes getötet und Phelan sprach einen unglaublich mächtigen Zauber aus, um die Angreifer zu vernichten und seine drei Kinder, Phelan, Lir und Kyra vor den spähenden Augen der Nesser zu verbergen. Diese Anstrengung bezahlte Phelan Feuerrubin mit seinem Leben. Zuvor gelang es ihm jedoch noch, seine Freunde und Reisegefährten zu benachrichtigen, dass sie sich um seine Kinder kümmern sollten, als wären es ihre eigenen. So kam es, dass Edgar bei Kiril Schwarzzunge aufwuchs, während sein Bruder Lir zu Tristan vom Sturmpass und seine Schwester zu Leandra nach Suzail geschickt wurde. Leandradeutete dabei auf eine junge Novizin, die die Aufsicht im Tempel hatte und gab Edgar zu verstehen, dass sie seine Schwester Kyra sei. Leandra konnte den Helden aber keinen Grund für das Interesse der Nesser an Edgars Familie nennen. Jedoch verfügte Tristan über mehr Informationen und einen weiteren Brief von Phelan. Sie beschlossen, Kyra vorerst nicht einzuweihen, bis sie die Hintergründe aufgedeckt hatten. Bevor die Helden den Tempel aus Angst, die Nesser zu Edgars Schwester zu führen, wieder verließen, gab Leandra Edgar einen Brief für Tristan mit und Edgar führte ein kurzes Gespräch mit seiner Schwester, die sich als lebensfrohes und aufgewecktes junges Mädchen herausstellte.
Die Nacht verbrachte die Gruppe in der etwas anrüchigen Taverne „Zur lachenden Geliebten“. Faelar nutzte die Zeit, um einen Brief an seine Eltern zu verfassen, damit sie sich keine Sorgen machten, wobei er es geschickt vermied, Hinweise auf seinen Aufenthaltsort zu liefern.
Am Morgen des 17. Uktar begab Taspira sich alleine zu einem Gebet in die Natur vor der Stadt. Leran trennte sich ebenfalls von den anderen und schritt zum Orden der Kelemvorpaladine in Suzail, der Rabenwacht. Dort angekommen bot er dem Oberen, Belvis sein Schwert an und offenbarte ihm seine Entschlossenheit, der Sache Kelemvors zu dienen. Obwohl nicht abgeneigt, den vielversprechenden jungen Mann in den Orden aufzunehmen, stellte Belvis eine Tempelqueste an Leran. Sollte er diese erfüllen und sein Wissen um Kelemvors Gebote unter Beweis stellen, so würde Leran in den Orden der Paladine Kelemvors aufgenommen werden. In Cormyr waren in letzter Zeit unheimliche Nebel aufgetaucht, die ganze Gebiete bedeckten, so auch in der Stadt Tilverton und über heiligen Böden und Friedhöfen. Der Kontakt mit den Menschen in diesen Gebieten ist seitdem ausgefallen. Leran sollte einige der kleineren Nebelfelder erforschen und zurückkehren, wenn er weitere Informationen hätte. Abschließend wurde Leran ein schwarzer Rabenumhang überreicht, der ihn als Akoluten des Kelemvor auszeichnete. Nachdem ihm seine Freunde ihre Unterstützung zugesagt hatten, verließen die Helden die Stadt und machten sich auf den Weg zum Sturmpass.
Auf der Reise passierten sie jedoch nicht wie erhofft eines der unnatürlichen Nebelfelder und am 23. Uktar kamen sie am Landgut von Tristan Sturmpass an. In einiger Entfernung hinter dem Gehöft erstreckte sich deutlich sichtbar ein mehrere hundert Meter breites Gebiet, in dem trotz der Sonne ein dichter, undurchdringlicher Neben waberte. Von Tristans Hauptmann erfuhren sie, dass sein Herr vor 3 Tagen mit einigen Männern aufgebrochen sei, um den Nebel zu untersuchen und nach einigen Reisenden zu suchen, die dort verschwunden waren. Seitdem fehlt jedes Zeichen von ihnen. Sie erfuhren außerdem, dass die Grabstätten eines 400 Jahre alten Schlachtfelds im Nebel verborgen lagen.
Die Helden machten sich daraufhin sofort auf den Weg zur Nebelgrenze um Tristan zu suchen. Der Nebel fühlte sich unnatürlich kalt an und Leran bekam sofort ein Gefühl von einer unfassbar bösen Ausstrahlung, die sie vollständig umgab. Edgar erkannte eine starke magische Beschwörung mit nekromantischen Anteilen, der Nebel war also definitiv nicht natürlich! Unter TaspirasFührung schritten die Helden durch den Nebel, bis sie zu einem kleinen Gräberfeld kamen. Zu ihrem Entsetzen war die Erde der alten Gräber zerwühlt und man konnte schlurfende Spuren erkennen, die sich in alle Richtungen bewegten. Von diesem Anblick aufgerüttelt, gingen die Helden weiter, bis sie zu einem größeren Friedhof kamen, in dessen Mitte ein hoher Stein in den Boden gerammt war. Der Stein war über und über mit alt-nesserischen Runen bedeckt, die den Befehl „Erhebt euch jede Nacht!“ enthielten. Als sie den Hinkelstein noch untersuchten, wurde es dunkel und plötzlich schossen aus der Erde neben Faelar die Arme halb verwester Leichen aus dem Boden. Um sie herum erfüllte sich die Nacht mit unheiligem Leben, immer mehr Zombies schälten sich aus der Erde und im Nebel wurden schlurfende Schritte und ein leises Stöhnen hörbar, das langsam aber unerbittlich näher kam. Rasch erschlug die Gruppe die Untoten, die sich um sie herum aus den Gräbern erhoben hatten, doch als sie schon dachten, das Schlimmste sei ausgestanden, tauchten immer mehr Zombies aus dem Nebel auf. Der Ansturm schien nicht abzureißen und im Laufe des Kampfes wurden Edgar und Leran von Taspira und Faelar getrennt. Rücken an Rücken verteidigten sich die Helden, die von Untoten umringt waren, bis es ihnen dann mit einigen Verletzungen gelang, den letzten wandelnden Leichnam niederzustrecken. Edgar schrieb die nekromantischen Formeln hastig nieder und die Gruppe ging eilig weiter, bis sie im Norden Kampfgeräusche vernahmen.
Auf einem Erdhügel stand Tristan, umringt von seinen gefallenen Soldaten und kämpfte gegen eine große Gruppe Zombies, die unerbittlich auf ihn eindrang. Ohne zu zögern warfen sich die Helden in den Kampf und Leran kämpfte sich gar bis an die Seite von Tristan vor. Gemeinsam konnten sie die Untoten erschlagen und 3 von Tristans Männern wieder auf die Beine helfen. Für die anderen kam jede Hilfe zu spät. Nach einer kurzen Vorstellung erzählte Tristan, dass er seit 3 Tagen ununterbrochen gekämpft hatte, nur damit sich die eben erschlagenen Zombies jede Nacht aufs Neue erhoben hätten. Danach verließen sie so schnell wie möglich den Nebel und ritten zurück zu Tristans Hof.
Beim Abendessen besprachen sie die Vorkommnisse und Tristan übergab Edgar einen Brief seines Vaters. Aus diesem ging hervor, dass Edgars Familie einem alten nesserschen Adelsgeschlecht angehörte und wegen einer Fähigkeit der alten Blutlinie gejagt würden. Weiterhin sollten Phelans Kinder nach Halruaa weit im Süden reisen und dort im Kilmaru-Sumpf nach Kinshor, dem Violetten, suchen. Dann begaben sich alle erschöpft zu Bett.
Am nächsten Morgen wurde ihnen Lir, Edgars Bruder vorgestellt, der bereits in seine Herkunft eingeweiht worden und in die Fußstapfen seines Ziehvaters getreten war, um ein Paladin Torms zu werden. Später kehrte Tristans leiblicher Sohn, Evendur Sturmpass, zurück, der den Harfnern angehörte. Er war es, der Edgar die Hilfe der Bardin Bella geschickt hatte. Von ihm erfuhren sie, dass mit Hilfe der mächtigen Nesserrollen Steine, wie der im Nebelfeld, hergestellt werden konnten.
Die Gruppe blieb noch 3 Tage bei Tristan Sturmpass und erholte sich von den Strapazen. Edgar vertiefte sich in seine magischen Schriften und Taspira vollführte ein Ritual, mit dem sie sich an Raubflügel band. Faelar versuchte, Condathan zu erlernen und Leran trainierte etwas mit Lir.
Am 27. Uktar ritt die Gruppe nach Suzail zurück, um mit Evendur ein Treffen der Harfner zu besuchen. Nach der Ankunft gingen Leran und Edgar zur Rabenwacht, um von den Untoten im Nebel zu berichten. Belvis beschloss einen Trupp Paladine zu Tristans Anwesen zu senden, um die Untoten daran zu hindern, den Nebel zu verlassen, bis ein Weg gefunden wäre, den Zauber auf dem Gebiet zu bannen. Er war außerdem sehr zufrieden mit Lerans Arbeit. Nachdem dieser eine Nacht im Gebet verbracht hatte, sollte er am nächsten Morgen in die Rabenwacht aufgenommen werden.

