13. Sitzung am 26.04.2009: Unterschätzte Feinde
Aus Die herzliche Rollenspielwiki
27. Uktar – Der Abend
Nachdem Edgar und Leran mit Belvis gesprochen hatten, kehrte Edgar zur „Lachenden Geliebten“ zurück, während Leran in der Kapelle des Kelemvortempels vor dem Altar kniend und betend die Nacht verbrachte – denn er musste so lange beten, bis die schwarzen Kerzen heruntergebrannt waren, um in die Rabenwacht, den Paladinorden des Kelemvor, aufgenommen zu werden. Währenddessen schrieb Edgar Kyra eine Nachricht, legte diese in das Buch über Drachen, das er für sie gekauft hatte und bat Evendur, der ebenfalls in der „Geliebten“ übernachtete, Kyra das Buch und die Nachricht zu bringen. Dieser hatte Edgar nämlich gewarnt, er solle sich nicht zu offen in den Straßen zeigen, da er ja verfolgt werde. Nach einiger Zeit kam Evendur wieder zurück und erzählte, Kyra sei traurig gewesen, dass Edgar nicht selber vorbeikommen konnte, hätte sich aber ansonsten sehr über das Buch gefreut. Kurz darauf gingen fast alle schlafen, nur Faelar strich noch ein wenig durch die Straßen, aber erfuhr nichts darüber, ob Nesser bereits ihre Spione in Suzail hätten. Daraufhin ging auch er schlafen.
28. Uktar – Der erste Feind
Inzwischen graute es schon langsam und Leran betete immer noch. Doch auf einmal hatte er für einen kurzen Augenblick den Eindruck, die Statue Kelemvors, vor der er betete, würde ihm mit einem klaren blauen Blick mitten in sein Herz, in seine Seele schauen. Doch dieser Eindruck verschwand ebenso schnell, wie er gekommen war. Nach einiger Zeit schien aber auch schon der erste Sonnenstrahl in die Kapelle, gleichzeitig schwangen die Türen auf und eine Prozession der Kleriker und Paladine Kelemvors von Suzail zog singend zur Morgenandacht ein. Der Klerus versammelte sich zur Linken, die Rabenwacht zur Rechten hinter Leran, während ein Kleriker und Belris, nachdem letzterer Leran bedeutete, er solle noch knien bleiben, die Andacht hielten. Gleichzeitig wachten Taspira, Edgar, Faelar und Evendur auf, zogen sich an – Evendur kleidete sich in zwar elegante aber doch sehr farbenfrohe Gewänder – und aßen ein schnelles Frühstück, bevor sie sich zum Tempel aufmachten, um Lerans Paladinweihe beizuwohnen. Als sie dann im Tempel ankamen, endete gerade die Morgenandacht und ihnen wurden Plätze in den hinteren Bänken zugewiesen. Nachdem dann die Andacht geendet war, trat Belvis vor und sagte, dass dieser Tag ein besonderer sei, man würde nicht Arbeiten, da ein neues Mitglied in die Rabenwacht aufgenommen werden möchte. Auf ein Zeichen hin erhob sich dann Leran, richtete einen Gruß an seine neuen Brüder und Schwestern und wurde dann dazu aufgefordert seine Entscheidung, sich der Rabenwacht anzuschließen, ein weiteres Mal zu begründen. Daraufhin kniete er wieder vor dem Altar nieder und sprach ein Gebet. Als nächstes kam ein Kleriker zu Belris, reichte ihm Balsam und während Belris Leran salbte, schwenkte ein weiterer Kleriker ein Weihrauchfass. Danach zeichnete Belris auf Lerans Stirn mit Ruß eine stilisierte Waage, sagte das Kelemvorcredo „Auch du bist sterblich“ und legte ihm dann ein Henkersschwert auf die linke, dann die rechte und zum Schluss noch einmal auf die linke Schulter. Am Ende der Zeremonie erhielt er noch einen Wappenrock und den Umhang der Rabenwacht – letzterer erinnerte stark an Rabenflügel – und sämtliche Anwesenden gratulierten ihm noch mit einem Händedruck und teils auch mit einer Umarmung. Nach der Aufnahme Lerans wurde dann Essen und Wein aufgetischt und es begann eine – für Kelemvoranhänger – freudige Feier, während der Leran mit Belvis verschwand, um seinen schützenden Umhang, den er in Silbrigmond für die Verteidigung Quaervarrs erhalten hatte, gegen einen Umhang der Rabenwacht mit den selben Eigenschaften zu tauschen und seine gesamte Rüstung und seine Schwerter – insofern sie es nicht schon waren – zu mattieren. Daraufhin kehrten beide zurück in die Kapelle, in der die Leute feierten. Die Helden sprachen noch ein wenig mit Belvis und fragten ihn, ob er nicht eine Möglichkeit kenne, schnell nach Halruaa zu reisen. Er kannte zwar keine Möglichkeit, trug aber Leran auf, als Paladin der Rabenwacht den Glauben an Kelemvor dorthin zu tragen, wo er hingehe, also auch in den Süden Faeruns, wo dieser noch nicht besonders stark verbreitet war. Am späten Nachmittag war dann auch schon die Aufnahmefeier Lerans vorbei, woraufhin Evendur die Vier schnellstmöglich zum Harfner-Kongress brachte.
Ein Auszug aus der "HISTORICA FAERUNAE", Quelle unbekannt
Sie steuerten gemeinsam mit Evendur Sturmpass die "Lachende Geliebte" an, jene Taverne nahe des Hafens, in der sie schon bei ihrem letzten Besuch in Suzail waren. Doch - etwas war anders. Die Eingangstür war verschlossen, das Licht gedimmt. Einige Seeleute gingen achselzuckend weiter, nachdem sie keinen Einlass gefunden hatten. Evendur ging an die Tür, klopfte und flüsterte dann: "In dieser Nacht lächelt die Liebste nicht, obwohl die Harfe singt." Sekunden später öffneten einige der Frauen die Tür, die den Helden noch vom letzten Besuch als Huren in Erinnerung geblieben waren. Doch nun trugen sie hellrote Lederrüstungen und schwere, weinrote Umhänge und das Symbol der feurigen Göttin Sune um den Hals. Und an ihren schlanken Hüften baumelten Schwerter. Bis auf einige Kerzen war das Haus düster, leise Gesänge wehten aus einem Raum herüber. Evendur nahm eine der Kerzen und führte den Rest eine Steintreppe hinab in den Keller. Ihr führte in einen überraschend großen Raum, ein Lager mit Fässern und Kisten. Der Raum war jedoch auch voller Menschen, Elfen, Halbelfen, auch einige Zwerge und Halblinge standen dort. Viele von ihnen waren gerüstet, mit Kettenhemden und Schilden, Bögen und Schwertern. Manche trugen wie Evendur Musikinstrumente. Flöten hingen an Gürteln, Lauten am Rücken. Und fast jeder dort trug eine Anstecknadel an Wams oder Umhang: eine kleine silberne Harfe. Evendur führte seine Freunde durch das Gedrängel. Pfeifen glühten, Rauch zog umher, ebenso wie leise Gesprächsfestzen. "Das da ist Azargatha Nimune", flüsterte er und deutete auf eine kräftige Frau mit feuerrotem Haar, die ein schlichtes Bauernkleid trug und einen reich verzierten Stecken in der Hand hielt. "Und das dort ist Arylin, die Trägerin der Mondklinge", sagte Evendur und nickte in Richtung einer schwarzhaarigen Halbelfe mit grünem Wams und stechenden Augen. Sie nickte Evendur zurück und unterhielt sich dann weiter mit dem kleinsten Halbling, von dem man lange gehört hatte. "Und dort steht Sturm Silberhand aus Schattental", schloss Evendur. Er musste nicht einmal mit der Hand hindeuten, denn es war klar, wen er meinte. Eine wunderschöne Frau mit langem, silbernem Haar und einem Schwert auf dem Rücken stand in einer Ecke und beteiligte sich nicht an den Gesprächen. Sie war nicht besonders groß, sah nicht aus wie eine mächtige Kriegerin oder Magierin, aber ihre Präsenz erfüllte den ganzen Raum. Evendur trat zu ihr und kniete nieder, worauf sie lächelte. "Alter Freund, steh auf. Sind das die Abenteurer, von denen du in deinem Brief berichtet hast", fragte sie mit einem Blick auf die anderen Vier. Minuten später wurde es still und Sturm Silberhand trat vor. "Freunde, Gäste, all ihr, die ihr den Klang der Harfe hört und das Lied der Freiheit spielt. Es gibt Neuigkeiten. Gute Neuigkeiten, schlechte Neuigkeiten und Neuigkeiten, bei denen noch nicht feststeht, wohin sie uns führen. Fangen wir mit den schlechten an. Nach Tilverton, dem weiten Sumpf und den Bergen im Osten haben die Nesser nun gewagt, ihre Nebelsteine im den Kerngebieten Cormyrs und der Silbermarken abzuwerfen. Sie kommen des Nachts mit ihren Luftschiffen aus alter Zeit. Sie segeln über den Wolken und lassen die Fracht fallen. Da wir nicht wissen, wann und wo sie zuschlagen, können die Länder bisher keine geeigneten Gegenmaßnahmen ergreifen. Die guten Drachen könnten helfen. Doch der Drachzorn wütet noch immer und wir wissen nicht wie lange und daher sind die Silbernen, Goldenen und Bronzenen derzeit eine Gefahr und keine Hilfe. Einen Stein haben sie direkt über der Hafenstadt Marsember abgeworfen. Ein ganzes Stadtviertel liegt nun dort im Nebel. Ein Trupp Harfner ging hinein. Nur einer kam lebend wieder heraus. Er berichtete von Dämonen. Ein weiterer Stein landete direkt auf dem kleinen Städtchen Quaervarr in den Silbermarken. Es ist nur ein kleines Grenzstädtchen. Aber wir haben eine Vermutung, warum sie dieses Ziel gewählt haben..." Sturm Silberhand blickte einen Moment in Richtung der Gruppe. "Wir wissen momentan noch nicht, was wir gegen die Nebel unternehmen können. Es ist alte Magie, mächtige Magie, die sie aus den Schatten mitgebracht haben. Nun, es gibt weitere Neuigkeiten. Hauptmann Bernegar Jagdsilber, dürfte ich euch vorbitten?" Ein junger blonder Krieger mit purpurnen Umhang trat in die Mitte des Raums. Er trug einen Plattenpanzer, auf dem ein purpurner Drache zu sehen war. "Sehr geehrte... Harfner", sagte er etwas unsicher. "Königin Alusair Obarskyr hat mich geschickt, um euch persönlich für eure Hilfe zu danken. In der Tat sehen sich die guten Lande Faeruns einer großen Gefahr ausgesetzt, einer Gefahr, die wir noch nicht zu Gänze begreifen. Die Königin ist aber nicht mehr bereit, die feigen Angriffe auf unser Heimatland zu tolerieren. Daher hat sie vor einigen Tagen die zweite und dritte cormyrsche Legion der Purpurdrachen in Marsch gesetzt gen Norden. Die Legionen werden begleitet vom zweiten, fünften und sechsten Haufen der königlichen Kriegsmagier. Unser Nachbarland Sembia hat weitere Kräfte beigesteuert, nachdem die Königin die Regierung überzeugen konnte, dass die Gefahr nicht Cormyr allein betrifft. Und daher begleiten 500 Lanzenreiter und 2000 Hellebardiere aus Sembia die Truppen. Alles in allem ist die Armee etwa 12000 Mann stark. Sie müsste am heutigen Tag in das von den Nessern okkupierte Gebiet im südlichen Teil der Wüste Anauroch eingedrungen sein und wird nun weiter nach Norden vorrücken. Der Plan sieht vor, die Hauptstadt der Nesser zu erreichen und mittels Magie und Greifenreitern einzudringen und zu besetzen." Die rothaarige Magierein Azargatha Nimune trat vor und zeichnete mit ihrem Stecken magische Muster in die Luft. In die Mitte des Raumes erhob sich eine leuchtende Kugel, sie schien durchsichtig zu werden. Dann wirbelten Farben in ihr und langsam zeichnete sich im inneren der Kugel ein Bild ab. Das Bild einer Armee, die durch die kalte, felsige Wüste Anauroch marschierte und reitete. Cormyrsche Purpurbanner wehten im Wind, Greifenreiter flogen und auch Standarten des Nachbarlandes Sembia waren zu sehen: ein weißer Rabe auf dunklem Grund. Plötzlich wurde der Wind stärker und die Soldaten mussten sich hart gegen ihn stemmen. Dann tauchte am nördlichen Horizont eine weitere Armee auf. Nesserbanner wehten. Und auch sie waren viele, tausende, wenn auch weniger, als die versammelten Streitkräfte Cormyrs und Sembias. Befehle wurden gebrüllt, Schlachtaufstellungen angenommen. Die Truppen näherten einander. Man konnte die Furcht in den Gesichtern der braven Cormyrschen Soldaten sehen. Aber sie marschierten tapfer, denn sie trugen im Herzen den Mut des Purpurdrachens, dessen Söhne und Töchter sie waren. Schließlich erreichten sich die Heere. Und während es über den Köpfen der Soldaten blitzte und donnerte, begann die Schlacht. Menschen starben, Pferde schrieen qualvoll, Greifen stießen herab.. Schließlich sammelten sich die Kriegsmagier Cormyrs. Aus magischen Händen schleuderten sie Blitze und Feuer, Eis und Hagel auf die Feinde. Gleichzeitig gelang der Elite der purpurnen Ritter aus der zweiten Legion ein wagemutiger Vorstoß, sie attackierten die Flanke des Feindes. Tymora, die rote Ritterin und Tempus schienen den Bündnisstreitkräften gewogen zu sein! Man sah den Schweiß Azargathas, als sie den Ausspähungszauber aufrecht erhielt, aber überall in der "Lachenden Geliebten" klopfen sich nun die Harfner auf die Schultern und Hauptmann Bernegar Jagdsilber lächelte trotzig. Doch dann plötzlich gefror sein Lächeln. Alle Blicke wendeten sich wieder der Schlacht, die über die Magie Rothaarigen Harfnerin verfolgt wurde. Denn plötzlich wankte die rechte Flanke der Purpurdrachen. Denn die Streitkräfte Sembias wandten sich gegen ihre Verbündeten! Hellebarden rissen verwirrte cormyrsche Ritter von ihren Pferden. Und dann ragten zwischen den Nessersoldaten plötzlich riesige schattenhafte Dämonen auf, manche mit Flügeln, andere Humanoid. Drei Dämonen hatten gar die Gestalt riesenhafter Spinnen. Und sie wüteten schrecklich unter den Soldaten des Waldkönigreiches Cormyr. Plötzlich verging der Zauber und Azargartha hielt sich vor Schmerzen den Kopf. Aber jedem war klar, dass die beiden Legionen geschlagen waren, dass tausende braver Soldaten den Tod gefunden hatten. Dass Sembia Verrat begangen hatte. Hauptmann Jagdsilber lief aus dem Raum. Unter den Harfnern war es mucksmäusschenstill geworden. Evendur ergriff als erster das Wort. Er räusperte sich. "Ist wohl nicht ganz so gut gelaufen." Gespräche und Flüche brachen aus. Dann schritt Sturm Silberhand vor und ihre Stimme war plötzlich laut und gebieterisch. "Es ist ein schwarzer Tag, aber wir wussten alle, dass es nicht einfach wird. Königin Alusair wird ihr Land dennoch zu verteidigen wissen. Die Nesser und Sembia haben einen Fehler gemacht, auch wenn sie glauben, einen großen Sieg errungen zu haben. Aber nun haben sie den Zorn des Purpurdrachen geweckt. Und, liebe Freunde, das Spiel der Harfe wird seinen Flug begleiten!" Wütender Jubel brandete auf. "Und auch unsere Schwerter werden singen", rief jemand. "An unserem Plan jedenfalls ändert sich nichts", sagte Sturm Silberhand. "Denn es gibt auch gute Nachrichten und die will ich euch nicht vorenthalten. Denn in unserer Mitte steht heute jemand, der in diesem Krieg helfen wird. Edgar Kaltenstein tretet vor. Sein Blut und sein Herz sind es, die wir der dunklen Schattenmagie entgegen setzen werden. Und nun geht meine Harfner, ein jeder von euch weiß, was er zu tun hat." Die Harfner verliesen nun schnellen Schrittes den Keller. Zurück blieben Sturm Silberhand, die rothaarige Magierin und die fünf Abentuerer.
Es begann ein Gespräch mit Sturm Silberhand, die den Helden berichtete, dass die Anauroch, die magisch verstrahlte Wüste, die entstand, als die fliegenden Städte der Nesser abstürzten, sich stetig ausbreitete und seit der Rückkehr der Nesser hat sich die Ausbreitungsgeschwindigkeit stark erhöht. Deswegen sei es von höchster Wichtigkeit, sich nach Halrua zu begeben, um die Aufgabe zu erfüllen, da die Nesser eindeutig Angst vor Edgars Familie haben und dieser deswegen sicher etwas gegen sie ausrichten könne. Sturm erzählte des Weiteren, der Angriff auf Quaervarr sei nur dazu da, die Gruppe in den Norden zu locken, weshalb sie sich schnellstmöglich nach Oreols Felsen, eine Insel bei Pressbur, aufmachen sollten, wo ein Portal nach Halrua existieren soll. Sie fügte hinzu, es werde schwierig werden, ein Schiff zu finden, doch der Hafenmeister sollte helfen können und wenn das Geld nicht reichen sollte, solle man sich an Sturm wenden, sie könnte etwas beisteuern. Darauf machten sich Leran, Taspira, Faelar, Edgar und Evendur zum Hafen auf. Der Hafenmeister schlief bereits, doch durch ein wenig Klopfen und eine Spende von zehn Gold- und einer Platinmünze machte er schnell auf und half ihnen bei der Suche nach einem geeignetem Schiff, das sie zu Oreols Felsen bringen könnte – er empfahl Kapitän Teros Blutjungfrau, ein altes Piratenschiff, und Kapitän Bullweis Schaumschaluppe. Sie machten sich zuerst zur Blutjungfrau auf und nach einem kurzen Gespräch, stimmte Tero zu, sie gleich am nächsten Morgen nach Oreols Felsen zu bringen – für 100 Gold pro Tag. Während der Kapitän seine Matrosen weckte, damit sie sich für die verfrühte Ausfahrt bereitmachten, ging der Heldentrupp zurück in die „Geliebte“, wo sie vor Edgars Zimmertür eine Kiste mit einigen Tränken und einer Nachricht von Sturm, die ihnen viel Glück wünschte, fanden.
29. Uktar - Verwirrungen auf dem Schiff
Am frühen Morgen gingen die Fünf nach einem Frühstück mit ihren voll gepackten Pferden zum Hafen, wo sie, nachdem die Pferde aufs Schiff gebracht wurden, Richtung Osten ablegten. Während sich Edgar die meiste Zeit mit der Reling anfreundete, musste Leran einen Matrosen über seinen Glauben fragen, was in einer Predigt über Glück endete, die kaum einer der Anwesenden wirklich verstand – trotzdem dachten sich die Matrosen, ein Paladin müsse Recht haben.
30. Uktar - Die See und der heilige Mann
Der zweite Tag der Reise lief ruhig ab und Leran hielt eine allgemeine Predigt.
Fest des Mondes - Die Antwort der See auf den heiligen Mann
An diesem Feiertag – dem wichtigsten für Kelemvor-Anhänger – hielt Leran ein große Predigt über Ahnen und Vorfahren. Doch im Verlauf des Tages zog ein Sturm auf, wegen welchem Tero die Helden unter Deck schickte. Aber Teros Crew bestand vollständig aus erfahrenen Matrosen, weshalb dieser Sturm keinen Schaden anrichtete – trotzdem bevorzugte Leran es, mit den Predigten aufzuhören.
1. Nachtal - Alles ist besser mit Piraten
An diesem Tag erschien im Verlauf des Mittags ein Piratenschiff am Horizont, welches abdrehte. Durch dieses Schiff war die Stimmung etwas angespannt, da niemand wusste, ob es aus Angst wegfuhr oder Unterstützung holen wollte.
2. Nachtal - Die Ruhe vor dem Sturm
Ein sonniger und ereignisloser Tag.
3. Nachtal - Der zweite Feind und die Tür
Auch der sechste Tag der Reise schien ruhig und sonnig zu werden, als sich gegen Mittag eine kleine Insel am Horizont gegen den Himmel zeichnete. Kapitän Tero bestätigte die Vermutungen der Gruppe und sagte, dass es Oreols Felsen sei. Darauf schickte Taspira Raubflügel los, der nach einiger Zeit zurückkehrte und ihr – nachdem sie ihre Waldläuferfähigkeit aktivierte – berichtete, es herrsche auf der Insel Gefahr, eine monströse Spinne sei dort. Edgar blickte durch das Fernrohr das Kapitäns und sah einen Nimrod, eines dieser riesigen schattenhaften und dämonischen Spinnenwesen, die die Nesser auch im Kampf gegen Cormyrs Armee verwendeten! Man versuchte darauf den Kapitän davon zu überzeugen, sich noch ein Stück der Insel zu nähern, damit man das Wesen mit den Ballisten des Schiffes beschießen könne, doch er willigte nicht ein. Somit wurde ein anderer Plan ausgearbeitet, worauf sich Edgar in die Lüfte erhob und sich auf Feuerball-Reichweite dem Wesen näherte. Darauf schleuderte er dem Nimrod zwei seiner verheerenden Kugeln entgegen, weshalb sich letzterer in eine Höhle flüchtete. Schnell wurden zwei Rettungsboote bereitgemacht, die Pferde darauf verladen, die Truppe verabschiedete sich fürs Erste von Tero und paddelte zu Oreols Felsen. Dort angelangt, verließen sie die Schiffe und schlichen sich zum Höhleneingang vor. Bevor sie jedoch die Höhle betraten, versorgte Edgar die Gruppe mit einigen stärkenden Zaubern und lies Faelar unsichtbar werden. Dieser schlich sich darauf in die Höhle, griff das Wesen an, aber verfehlte. Durch die Geräusche und das Gefuchtel Faelars bemerkte der Nimrod ihn und stach nach ihm. Man sah Blut spritzen und ein dumpfes Geräusch deutete darauf hin, dass der Elf nicht mehr stand. Zufrieden feuerte das Wesen noch einen Erdstrahl auf den durch Edgars Zauber riesigen Leran, den dieser aber nahezu vollkommen ignorierte. Als nächstes feuerten Taspira und Edgar zu Evendurs aufbauenden Klängen seiner Laute ihre magischen Angriffe auf das Wesen, worauf es von Leran vollends niedergestreckt wurde. Danach hob Edgar den Unsichtbarkeitszauber von Faelar auf, der behelfsmäßig wieder zusammengeflickt wurde, während Tero bedeutet wurde, dass man gewonnen hatte, und noch nach einem weiteren Eingang geschaut wurde. Danach ging der Elf, der sich ein wenig erholt hatte, die Treppe, die anscheinend vom Nimrod bewacht worden war, hinunter und als er just die Tür untersuchen wollte, kam ein Flammenschlag hinunter, dem er aber geschickt auswich. Leran war inzwischen hinter ihm hinunter gekommen und als Faelar versuchte die Falle vor der Tür zu entschärfen, was ihm misslang – ebenso wie das Ausweichen vor dem Feuerschlag. Plötzlich hielt Leran einen nahezu durchgebratenen Elfen in Händen. Er half ihm hoch, wo er diesmal nicht fortgelassen wurde, bevor er nicht vollständig geheilt wurde und währenddessen ließen die anderen ihre Kreativität spielen und versuchten eine Möglichkeit zu finden, an der Falle vorbeizukommen. Da dies jedoch nicht funktionierte, versuchte sich der Schurke wieder an die Falle, die er wieder auslöste, der er aber – wie beim ersten Mal – auswich. Darauf stimmte Evendur ein Lied an, dank welchem Faelar ermutigt und selbstsicher erst die Falle entschärfte und darauf noch die Tür mit dem Kommentar „Bitte nach euch!“ und einem breitem Grinsen öffnete.

