20. Sitzung am 17.01.2010: Die Rückkehr

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Nach dem erbitterten Kampf gegen die Dunkelbäume zogen sich die Helden zunächst an den Rand des Sumpfes zurück um zu rasten und verbrachten eine ruhige und erholsame Nacht. Über ihnen erstreckte sich der Sternenhimmel mit einigen unbekannten Konstellationen die nur in dieser Zeit zu sehen waren.


Am morgen des 10. Nachtal brach die Gruppe erneut in den Sumpf auf. Die Pferde an den Zügeln führend stießen sie bald auf den Kampfplatz und die unheimlichen Überreste der Dunkelbäume, die selbst im toten Zustand kaum etwas von ihrem Schrecken verloren hatten. Der Weg durch den Sumpf war mühsam, da die Helden, geführt von Taspira, die am besten mit dem Gelände zurechtzukommen schien, oft bis zu ihrer Hüfte im Morast versanken.

Nach einer Weile stießen sie auf ein dichtes Nebelfeld. Es handelte sich dabei um denselben unnatürlichen, magischen Nebel, auf den die Gruppe am Sturmpass gestoßen war. Bei dem Gedanken an durch den Nebel schlurfende Untote beschlossen sie, ihre Pferde und Raubflügel am Rand dieses Gebietes zurückzulassen, bevor sie sich selbst hineinwagten. Vorsichtig schlichen sie durch den Nebel, bis sie plötzlich ein kurzes Stück vor den Helden ein Lachen ertönte, dass man nur als "baumig" bezeichnen konnte. Da sie nicht wussten, was sie dort erwarten würde, führte Taspira die anderen ersteinmal in einem Bogen um die Geräuschquelle. Nach etwa 2 Stunden stießen sie jedoch an den gegenüberliegenden Rand des Nebels. Was auch immer sie zu finden hofften, musste wohl oder übel im Zentrum des Nebelfeldes und damit auch bei dem Gelächter liegen. Sie kehrten um und stießen endlich auf eine hochaufragende schwarze Wand aus Dornen, ähnlich derer, die sie bei Quaervarr gesehen hatten. Vorsichtig schlich Faelar voraus bis er auf eine Öffnung in der Hecke stieß. Dort entdeckte er sechs baumartige Menschen, die um einen steinernen Altar standen und sich unterhielten. Taspira identifizierte sie als Waldwaide nur waren diese schwarzgefärbt und hatten dämonisch rot leuchtende Augen. Als die Helden sich langsam näherten, griffen die Kreaturen sie an. Einer der Waldwaide trat in einen Baum und tauchte kurz darauf inmitten der Gruppe auf und attackierte Edgar. Es entbrannte ein harter Kampf doch letztendlich konnten die Helden die Kreaturen zur Flucht zwingen.

Als sie sich außer Atem umsahen, ertönte aus einem Weg, der hinter dem Altar lag und ins Innere der Dornenhecke führte, ein magisches Lied. Jeder der es hörte, fühlte sich an traurige und unangenehme Geschehnisse seines Lebens erinnert. So vermeinte Taspira, ihren alten Gefährten Jasper von dessen Tod singen zu hören wohingegen Leran das Schluchzen seiner Schwester vernahm. Das Lied schwoll laut an und Taspira verfiel seinem Bann, der sie glauben ließ, Jasper sei im Zentrum dieses alten Druidenhains. Sie lief daraufhin los und die anderen stürzten ihr hinterher.

Im Zentrum erhob sich ein riesiger, alter verdorbener Baum, von dem das magische Lied ausging. Um den Stamm herum lagen die Skelette einiger Druide und Edgar erkannte die Kreatur als "Nachtknorre" eine böse Pflanzenkreatur, die mit ihrer Magie sogar tödliche Illusionen hervorrufen kann. Noch unter dem Einfluss des magischen Liedes stehend, stürzte Taspira auf den Stamm zu, während Leran es ihr gleichtat, jedoch um der Kreatur einige wuchtige Hiebe mit seinem Schwert zu versetzen. Die Nachtknorre schlug heftig mit ihren Ästen um sich und verletzte Taspira und Leran, wodurch Taspira wieder zu sinnen kam. Unterstützt von ihrem neuen Reisegefährten, Selarion, nahm die Gruppe den Kampf auf und es gelang den Helden, das Monster zu besiegen. Glücklicherweise zeigte die Kreatur sich empfindlich gegenüber Lerans magischer Flammenklinge und Edgars Feuerbällen. Als das Pflanzenwesen endlich besiegt war, sanken die Helden erschöpft zu Boden. Als sie sich nach einer kurzen Pause umsehen konnten, sahen sie einen riesigen Nebelstein, der sich auf dem kleinen Platz erhob. Eine kurze Untersuchung der magischen Schriftzeichen, die den Fels bedeckten, zeigte, dass dieser Stein die Natur in einem bestimmten Gebiet korrumpieren sollte. Als er den Nebelstein und seine Auswirkungen mit eigenen Augen sah, begann Selarion seinen seltsamen neuen Gefährten zu glauben, was die Wichtigkeit ihrer Mission betraf. Beim Durchsuchen der Skelette fanden sie einige Platinmünzen, eine magische Kugel sowie ein Säckchen mit fünf magischen Samen, die keiner von ihnen je zuvor gesehen hatte. Jedoch vermuteten sie, dass diese das Mittel gegen die Nebelsteine darstellen könnten, von dem Selarions Vision ihm berichtet hatte. Da sie keine Möglichkeit hatten, die Samen näher zu untersuchen, verließen die Helden den Sumpf wieder und kehrten nach einer ruhigen, dreitägigen Reise nach Caer Alabeth zurück.


Am 13. Nachtal kamen die Helden wieder in Caer Alabeth an. Wie schon bei ihrem ersten Aufenthalt wurden sie von den Elfen mit misstrauischen Blicken bedacht. Die Stadt wirkte verlassen, nur vereinzelt standen einige Elfen zusammen und sprachen über die Wahrscheinlichkeit eines großangelegten Nesser-Angriffs. Nachdem sie die nötigen Besorgungen für einen Identifikationszauber erledigt hatten, kehrte die Gruppe auf die Sternentau zurück und Edgar zog sich in sein Quartier zurück um die Magie zu wirken. Die magische Kugel stellte sich als Kugel der Stürme heraus, mit der man mächtige Magie wirken konnte, die das umliegende Wetter zu verändern mochte. Bei den Pflanzensamen handelte es sich um die mächtigen Samen eines unbekannten Baumes, die in der Lage sein sollten, die Magie der Nebelsteine aufzuheben.

Als sie die Neuigkeiten besprachen erklärte sich Selarion endlich bereit, die anderen über die Natur der 101. Nesser-Rolle aufzuklären. Als er sein Hemd auszog konnten sie erkennen, dass der Oberkörper des Elfen mit den magischen Zeichen der Rolle bedeckt war. Um sie vor Zugriff zu schützen, hatten die Klingensänger die 101. Nesser-Rolle auf Selarions Körper aufgetragen und anschließend zerstört! Als Edgar die Zeichen studierte wurde er zunehmends blasser. Das Ritual, mit dem die naturverändernde Magie, die zur Ausbreitung der Anauroch in ihrer Zeit führte, aufgehoben werden konnte erschien sehr gefährlich und schwierig zu sein. So wurde unter Anderem verlangt, dass eine Person von reinem Blute zusammen mit 7 Erzmagiern zwei Bannkreise im Zentrum dieser Magie zu zeichnen hatte. Die Person reinen Blutes, die für das Ritual auserwählt wurde, sollte dann in Trance verfallen und eine Reihe von Prüfungen bestehen, die ihr vom Gewebe der Magie gestellt werden würden. Sollte sie bestehen, würde sie das Ritual überleben. Anschließend sollte sie das Blut eines Feindes trinken, die Tränen eines ungeborenen Gottes weinen, das Herz eines reinen Wesens brechen sowie für einen Monat und einen Tag aus freien Stücken einer Gottheit huldigen, die der Person reinen Blutes zuwieder sei. An dieser Stelle stockten die Helden, da ihnen langsam klar wurde, welche Konsequenzen diese Bedingungen für Edgar haben würden. Je mehr sie an diesem Abend über das Ritual diskutierten, desto unmöglicher erschien die Aufgabe. Wie sollten sie sieben Erzmagier dazu bewegen, ihnen zu helfen und mit ihnen ins Herz der Anauroch und damit mitten in das Reich der Nesser zu reisen? Allein das letztere Unterfangen würde die Unterstützung einer Armee erfordern. Entmutigt begaben sich die Helden in ihre Hängematten.


Am 14. Nachtal beschlossen sie, vor ihrer Rückkehr zum Nebelstein zurückzukehren und die Wirkung der magischen Samen zu testen.


Am Mittag des 15. Nachtals kamen sie wieder an den Rand des Nebelfeldes, das den Druidenhain verbarg. Als sie sich der Öffnung in der Dornenhecke näherten, entdeckten die Helden einige weitere Waldwaide, die jedoch beim Anblick der entschlossenen Gruppe, die mit Fackeln vorrrückte, flohen. Sie fanden die kleine Lichtung in der Mitte des Druidenhains so vor, wie sie sie verlassen hatten. Quer über den Boden lag der leblose Körper der Nachtknorre und dahinter erhob sich der riesige Nebelstein.

Faelar trat vor und setzte einen der Samen in die Erde unweit des Nebelsteins. Kaum hatte er ihn vergraben, da fing die Pflanze auch schon an einen Spross auszutreiben, der schnell wuchs und sich um den Nebelstein schlang. Die Ranken fingen an, grell zu leuchten und mit einem großen Knall, der den Nebel vertrieb und die Helden umwarf, starb die Pflanze. Als sie sich wieder aufrappelten hatte sich der unnatürliche Nebel gelichtet und das Sonnenlicht ergoss sich über die kleine Lichtung. Die Dornenhecke hatte ihre schwarze Farbe verloren und alle Pflanzen in der Umgebung schienen nun wieder grün und friedlich. Als sie den Hain verließen, trafen sie auf einige Waldwaide, die sich neugierig beobachteten. Auch sie hatten die schwarze Farbe und das rote Leuchten der Augen verloren. Taspira unterhielt sich etwas mit einem von ihnen und konnte den verwirrten Waldbewohnern erklären, was geschehen war. Um zu verhindern, dass ein solches Unglück den Wald erneut heimsuchen konnte, beschlossen die Helden einen weiteren Samen auf der Lichtung zu pflanzen. Die Waldwaide schworen daraufhin, sich um den daraus wachsenden Baum zu kümmern und die Samen der Pflanze zu ernten und aufzuheben, so dass die Helden sie in der Zukunft hoffentlich würden sammeln können.


Am 18. Nachtal kehrte die Gruppe zur Sternentau nach Caer Alabeth zurück. Bald beschlossen sie, in ihre Zeit zurückzukehren und Selarion würde sie wegen der Nesser-Rolle begleiten. Der elfische Klingensänger freute sich bereits darauf, wieder auf Kinshor zu treffen, der in seiner Zeit als verschollen galt. So wurden alle nötigen Vorbereitungen für eine Zeitreise getroffen, jedoch vergaß Edgar, als er die letzte Formel intonierte, dass sich die Sternentau noch im Dock von Caer Alabeth befand. Und so verschwand das Schiff mit seiner Besatzung vor den Augen der verblüfften Dockarbeiter und Greifenreiter.

Das Schiff sprang durch die Zeit und erschien irgendwo und irgendwann im blauen Himmel über Faerûn.


Als Leran über die Reling blickte, erkannte er, dass unter der Gruppe eine Schlacht zwischen den Heeren Sembias, dass sich mit den Nessern verbündet hatte und Cormyrs. Faelar zog daraufhin schnell das Schiff hoch als sie sahen, dass sogar ein silberner Drache mit Reiter an der Schlacht teilnahm. Als Leran mit seinem geübten Blick für das Schlachtfeld jedoch sah, dass die Cormyrschen Truppen von Sembianischen Pikenieren in die Zange genommen wurden, landeten die Helden im Lager des Cormyrschen Befehlshabers, Tarameth von Wahrsilber um zu warnen. Daraufhin nahmen sie 50 Bogenschützen an Bord und attackierten ihrerseits aus der Luft die Pikeniere. Es gelang ihnen, die sembianischen Truppen in die Flucht zu schlagen und General Tarameth bedankte sich persönlich bei den Helden, vor allem bei Leran. Anschließend ließ die Gruppe das Schlachtfeld hinter sich und steuerte Suzail an, da sie wegen der Nesser-Rolle kontakt zu den obersten Harfnern suchten und ihre Ausrüstung in der Stadt verbessern wollten.


Ein bis zwei Tage nach ihrer Rückkehr landeten einige Greifenreiter an Bord der Sternentau und führten die Helden in den gewaltigen Apparat der Cormyrschen Bürokratie und dessen Luftfahrtsbestimmungen ein. Nachdem sie eine Lizenz zum Überfliegen Cormyrs von Benor Hammerschlag erworben hatten, setzten sie ihren Weg in Begleitung eines Greifenreiters fort.


Drei Tage nach ihrer Rückkehr landeten sie in einer Festung vor den Toren Suzails und setzten ihre Reise zu Pferd fort. Sie kamen am Abend in der Stadt an und Leran machte sich zur Rabenwacht auf um sich zu waschen und mit Belvis die neuesten Nachrichten auszutauschen. Von diesem erfuhr er, dass die Lage ernst war und alle schlagkräftigen Paladinorden inzwischen in den Krieg gegen die Nesser gezogen waren. Außerdem stand es schlecht um die Schlacht bei Tilverton.

Die anderen besuchten inzwischen die Lachende Geliebte in der Hoffnung Kontakt mit dem Harfnern herstellen zu können. Wie die meisten Gasthäuser war auch dieses geschlossen, doch auf ein Passwort hin, ließ man die Gruppe ein. Die Harfner waren zwar nicht zugegen, doch eine sehr attraktive Priesterin der Sune, Lady Amara, empfing die Helden und erklärte sich bereit, Azargatha Nachricht von ihrer Rückkehr zu schicken. Faelar gab ihr daraufhin seine Auszeichnung aus der Schlacht von Quaervarr, damit Azargatha die Gruppe leichter würde aufspüren können. Amara erzählte den Helden, dass Azargatha wohl zur Zeit in den Talländern unterwegs sei und Sturm Silberhand sich im Norden aufhalte. Sie schlug vor, dass die Helden doch für einige Tage in der Stadt bleiben sollten, bis die Harfner sie kontaktieren würden, doch die Gruppe wollte lieber schnell wieder aufbrechen um weitere magische Samen im Hochwald zu ernten damit die Nebelsteine bekämpft werden konnten. Etwas später am Abend stieß dann Leran zu ihnen und sie bereiteten sich auf eine ruhige Nacht vor.

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