27. Sitzung am 18.09.2010: Der längste Tag... endet
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Der 6. Alderug näherte sich seinem Ende zu, als Taspira und Bella zusammen mit Seamus zu den Barrikaden am westlichen Marktplatz stürmten, wo die Flanke der Verteidiger Silbrigmonds einzubrechen drohte. Dort stießen sie auf einen Kleriker Selunes, Lavandel, der zunächst sehr enttäuscht war, da er eine größere Verstärkung erhofft hatte. Als sich ein großer Trupp Nessersoldaten zeigte, stimmte Bella ein ermutigendes Lied an und eine erbitterte Schlacht entbrannte, bei der beide Seiten Verluste erlitten.
Getrieben von schlechtem Gewissen und Sorge um ihre Gefährten, machten sich Selarion, Faelar und Edgar nun doch auf den Weg in die Schlacht, nachdem die Gruppe sich im Streit getrennt hatte.
Es gelang Taspira und Bella jedoch, die anstürmenden Horden von Nessersoldaten in Schach zu halten, obwohl einer der Schattenmagier plötzlich hinter der Barrikade auftauchte und Bella schwer verwundete. Nachdem Bella und Seamus diesen erschlagen hatten, flohen die übrigen Nesser und die Flanke war geschützt.
Der Rest der Gruppe erreichte das Schlachtfeld erst nachdem der Kampf entschieden war. Gemeinsam machten sich die Helden nun daran, die Barrikaden zu reparieren, während Edgar sich zurückzog um seine magischen Kräfte zu erneuern. Während dieser Kampfpause wurde ein Feuerschweif am Horizont sichtbar, der nahe der Stadt niederging. Kurz darauf erschien Tim und überbrachte die Nachricht, dass der östliche Marktplatz ebenfalls gesichert sei und das sich der schwarze Drache Togarion bisher noch nicht auf Seiten der Nesser gezeigt hatte. Jedoch sei im Nordosten der Stadt ein blaues Leuchten gesichtet worden, dass nun untersucht würde. Sie schickten Tim mit einem Lagebericht und der Frage nach neuen Befehlen zurück zum provisorischen Kommando stand. Als am Horizont das Leuchten einer magischen Schlacht erschien, machten sich die Helden selbst auf um am Kommandostand nach der Lage zu fragen. Dort erfuhren sie von Bannerführer Julien Lindwurmsporn, dass der Anführer des Nesserheeres, Dysanta Wendoo mit einer Armee starker Magier aufgetaucht sei und sich einen erbitterten Kampf mit Alustriel, Taern Hornklinge und Albertus Funkenstaub lieferte. Wenig später sahen sie eine einsame Gestalt auf den Marktplatz zufliegen, es war der schwer verwundete Magister Funkenstaub. Er berichtete, dass die Stadt gegen die magischen Übermacht der Nesser verloren war und sofort mit der Evakuierung begonnen werden sollte. Den Helden trug er auf, endlich mit ihrer Queste fortzufahren und diesen Ort so schnell wie möglich zu verlassen.
Als sich die Gruppe hastig zum Hafen aufmachte, erwartete sie eine weitere unangenehme Überraschung. Auf Deck der Sternentau räkelte sich ein großer schwarzer Drache und behielt den Hafen misstrauisch im Auge. Die Helden schlichen sich vorsichtig an den Drachen an und konnten ihn mit einem gewagten Überraschungsangriff in die Flucht schlagen. Kaum, dass der Drachen verschwunden war, füllte sich der Hafen mit Flüchtlingen, die ihre sieben Sachen hastig auf die verfügbaren Schiffe verluden. Das Feuer der magischen Schlacht im Norden war inzwischen verloschen, jedoch schienen weite Teile der Stadt in Flammen zu stehen. Kaum an Bord ihres Schiffes, vollführte Edgar das Ritual der Zeitreise, worauf die Sternentau aus der Stadt verschwand. Bald merkten die Helden, dass diesmal etwas anders war. Der Transit verlief deutlich holpriger als beim letzten Mal und schien länger zu dauern. Ganz so als ob die Magie an ihrem Zielort gestört worden sei.
Mit einem Ruck tauchte das Schiff in einem Ozean auf, wobei Edgar von Bord geschleudert wurde und Seamus und Taspira schmerzhaft in die Knie gingen, als sie abrupt die Verbindung zu ihren Göttern verloren. Nachdem sie Edgar wieder an Bord gezogen hatten, schien seine Magie, sowie die von Bella und Selarion für eine kurz Zeit verrückt zu spielen. Es gelang den dreien jedoch, die wilden Effekte wieder unter Kontrolle zu bekommen.
Als sie sich umsahen, erkannten sie, dass sie auf dem Ozean waren und im Westen eine Insel lag. Als Faelar den Flugzauber des Schiffes in Gang setzen wollte, scheiterte dieser und er wurde einige Minuten lang von einem unkontrollierbaren Niesreiz befallen. Aus den Geschehnissen folgerten Bella und Selarion, dass sie wahrscheinlich um die 16 Jahre in die Vergangenheit gereist waren und sich nun in der „Zeit der Sorgen“ befanden, als die Götter unter den sterblichen wandelten und die Magier verrückt spielte. Die Gruppe nähte aus den Resten der Segel und ihren Decken ein Behelfssegel zusammen, bevor sie sich völlig erschöpft schlafen legten. Nach dem Bild der Sterne befanden sie sich nahe der Mondscheininseln. Sie beschlossen, am nächsten Tag zur Insel im Westen aufzubrechen.
Am 16. Tarsak im Jahre 1358 näherten sie sich langsam der Küste. Bald darauf kamen ihnen zwei Drachenboote entgegen, die unter dem Befehl des Kapitän Ericsson standen. Er betrat mit einigen Soldaten die Sternentau und fragte nach dem Ziel und Reisegrund der Gruppe, wollte ihnen aber die Geschichte, dass sie Händler aus Calimshan seien nicht glauben. Erst als Edgar einen Zauber vorführte, der aufgrund der gestörten Magie lediglich einen bunten Tintenfisch erschuf und Bella ein Lied spielte, ließ er sie weiterfahren und den nahen Hafen von Caer Callidyrr anlaufen. Er warnte die Gruppe, dass weiter im Norden wohl ein zwergischer und elfischer Gott einen Kampf austrugen und riet ihnen, dieses Gebiet zu meiden. Als Edgar im Hafen einen einfachen Botschaftszauber wirken wollte, scheiterte dieser und ein ekelhafter Gestank haftete dem Magier für die Dauer des Zaubers an. Darauf beschlossen die anderen, ihn an Bord zurückzulassen und sich in die Stadt aufzumachen um die Segel der Sternentau und die beschädigten Planken reparieren zu lassen sowie Vorräte zu kaufen. Die Bevölkerung bestand überwiegend aus nordisch anmutenden Menschen, die sich sehr für die Fremden, vor allem die Elfen zu interessieren schienen. In einer Werft vereinbarten sie die vollständige Reparatur der Sternentau für 200 Goldmünzen. Dies sollte 7 volle Tage in Anspruch nehmen. Der Werftmeister Hengar Holzbein versprach ihnen, sein Bestes zu tun, das schöne Schiff zu reparieren. In einem Shauntea-Tempel erfuhren die Helden zudem, dass es aufgrund der Lage, kaum noch Heiltränke zu kaufen gab, da göttliche Magie nur noch in unmittelbarer Nähe eines Gottes gewirkt werden konnte und dass die Kleriker auf Faerun auf der Suche nach ihren Göttern waren.
Als sie zur Übernachtung zur Sternentau zurückkehrten hatte Taspira einen intesiven Traum in dem sie von Mielliki davor gewarnt wurde, dass Malars Avatar auf der Jagd nach ihr wäre um die vielen Werwölfe zu rächen, die Taspira in ihrer Zeit erschlagen hatte. Jedoch würde Malar selbst vom Patron der Waldläufer, Queron Windström verfolgt. Als Taspira den anderen von diesem Traum erzählte, beschlossen sie, die Reparaturen auf die Segel zu beschränken und diese Insel möglichst bald Richtung Tiefwasser zu verlassen, wo sie die Tränen von Mitternacht, Kelemvor oder Cyric zu finden hofften, bevor diese selbst zu Göttern werden würden.

