30. Sitzung am 06.11.2010: Dunkles TiefWasser
Aus Die herzliche Rollenspielwiki
Marpenoth, 12
--Bella
nach dem Zeitsturm sind wir zum Glück in der Nähe Tiefwassers gelangt. Leider sind wir dabei der Gegenwart ein Stück näher gekommen als beabsichtigt. In drei Tagen bricht die große Schlacht in und vor Tiefwasser aus. Der Hafen ist seltsam leer und unbewohnt nicht gerade der beste Platz für unser Schiff nach einigem hin und her entschließen wir uns ein Stück nördlich von Tiefwasser in einer kleinen Bucht zu ankern. Einerseits um kein Aufsehen zu erregen andererseits um möglichst schnell wieder von hier weg zu kommen. Wir gehen noch an diesem Abend nach Tiefwasser. Wir wollten uns unauffällig nach ELMINSTER um fragen. In den letzten Tagen vor der Schlacht wurde er ,in Tiefwasser, in Begleitung von Kelemvor, Mitternacht und Cyric gesehen. Unser Plan war eine Kneipe in der Nähe der Schwarzstabakademie zu suchen. Es wäre ja möglich, das sich dort einige Magierschüler unterhalten, die uns , unterstützt von einigen Bechern Wein, etwas ausplaudern würden. Die Kneipe „Zur lächelnden Sirene“, die der Akademie am nächsten lag, schien geeignet. Ich sollte hineingehen und einige Lieder über ELMINSTER spielen, um den anderen einen Anknüpfungspunkt für ein Gespräch bieten zu können. Aber die Vorboten des Krieges sind überall zu spüren und keiner schien geneigt zu sein sich mit Fremden (oder anderen Bürgern) zu unterhalten. Im „Jadekrug“ hingegen durfte ich wenigstens spielen. Die gutebtuchten Leute die dort verkehrten sind auch gut informiert gewesen. Faelar konnte in Erfahrung bringen, dass ELMISTER sich im Schwarzstabturm aufhält aber auch öfter in einer Kneipe im Osten der Stadt in der Nähe des Friedhofes anzutreffen sei.
Auf dem Weg dorthin sahen wir hunderte von geflügelten Packtieren vom Berg vor die Stadt fliegen. Kaum Menschen waren in den Straßen unterwegs . Alles hier atmet die Ruhe vor dem Sturm als wüssten sie was wir wissen, dass nur noch knapp anderthalb Tage verbleiben.
In der besagten Kneipe „Zur offenen Pforte“ waren die gäste schon ein anderes Kaliber als im Jadekrug. Hier trafen sich anscheinend nicht nur Abenteurer sondern er war auch ein Ort der Harfner. Zumindest trug Gawner, offensichtlich der Besitzer, das Harfnersymbol am Gewand. Dass ELMISTER mit Mitternacht und Kelemvor in wichtiger Mission unterwegs war schien doch nicht so sehr bekannt zu sein. Als wir Gawer baten uns mit Mitternacht und ELMISTER bekannt zu machen um sie bei ihrer Mission zu unterstützen, war er sogar ziemlich erschrocken. Er führte uns durch seinen Vorratsschrank in ein anderes Zimmer, von dort wieder durch eine verborgene Tür in den Keller. Aber nicht ohne vorher unsere Gesinnung geprüft zu haben. Die Kneipe schien nur ein Alibi zu sein um etwas in diesem Keller zu beschützen. Bereits auf dem Weg in den Keller hörten wir verzweifelte Schreie und Wehklagen. Offensichtlich kamen sie aus einem Brunnen in der Mitte des Kellers. Eine Strickleiter hing am Brunnenrand und führte hinab. Gawner erzählte uns, dass dies ein Zugang in das Reiche des Todes sei. ELMISEr und Kelemvor sind erst einige Stunden vor uns angekommen. Sie steigen hinab um Mitternacht zu suchen, ihr zu helfen und M. Aufzuhalten. Vor dem Brunnen stellte Gawner uns noch einmal zu Rede. Fast macht er sich über uns lustig, doch auch er erkennt, dass wir mehr sind als wir zu sein scheinen. Wobei ich zugeben muss, dass die Kriegsklinge der Elfen ihn wohl eher überzeugt als unsere Beteuerungen. Zumindest soweit, dass er einen der Bewacher des Brunnens anweist nach Kelemvor zu suchen und herzubringen, dass wir mit ihm reden können. Wir warteten, warteten, warteten...
Schließlich steigt doch jemand aus dem Brunnen doch weder ELMISTER noch Kelemvor sondern ein Magier aus Tiefwasser. Ihm erzählten wir, warum wir Mitternacht oder Kelemvor unbedingt sprechen müssten. Doch Kelemvor ist im Reich der Toten unabkömlich und Mitternacht immer noch nicht gefunden. Auch er machte Anstalten wieder hinab zu steigen. Doch bevor er ging erteilte er uns noch einen Auftrag. Er fürchtet um seine Schriftrollen, die er in seinem unterirdischen Domizil versteckt hat. Schon seit Tagen sind immer wieder Zombies in der Kanalisation gesichtet worden, nun befürchtet er, dass seine Schriften in die falschen Hände geraten sind. Diese Kiste sollten wir zu ihm bringen, dann würde er sehen, wie er uns helfen könne.
Während wir uns auf den Weg in die Kanalisation machten hörten wir von ferne aus dem Norden der Stadt die ersten Alarmrufe. Untote sind in Tiefwasser eingedrungen, es fängt an. Doch unser Weg führt uns weiter in den Süden der Stadt. Der Einstieg in die Kanalisation war einfach, das Hinausklettern wird schwieriger werden. Unser Dieb schleicht vorneweg, um uns zur Not vor Zombies warnen zu können. Hinter der ersten Abzweigung warteten auch schon ein paar. Doch Selarion und Taspira waren in ihrem Element. Gerade als der Kampf (eindeutig) zu unseren Gunsten ausfallen würden, war ein Fauchen hinter uns zu vernehmen. Ein riesiger Panter springt durch den Kanaldeckel. Seamus reagierte blitzschnell und zur Begrüßung bekam die zweite Bestie von Malar einige von seinen Pfeilen zu schmecken. Schließlich gelang es Faelar sie ganz zu töten. Währenddessen prüfte Selarion ob seine Kriegsklinge während der langen Ruhephase auch keinen Rost angesetzt hat. Der Schnelligkeit zu urteilen in der sich die Untoten vor ihm auf türmten war das nicht der Fall. Seine Begeisterung für diese Klinge ist schon fast beängstigend. Auch die anderen Gefahren dieses Ortes konnten wir unbeschadet hinter uns bringen. Bis wir in einem Raum standen, dessen einziger anderer Ausgang durch eine todesbringende Blitzwand versperrt war. Davon zeugten auch einige verbrannte Knochen auf der anderen Seite der Wand. Der Raum wurde nur von dieser Wand erhellt und die immer wieder aufuzuckenden Blitzlichter warfen gespenstische Schatten an die Wände und auf eine meterhohe Statue auf unserer Seite des Raumes. Ich weiß nicht mehr wer es war, der die Idee hatte den Sockel der Statue als eine Art Schild zu benutzen und ihn zwischen uns und den Blitzen zu rollen, aber es war eine gute Idee. Auch wenn wir lange brauchten um die Statue zu zertrümmern und den Sockel aufzurichten. Magie wagten wir nicht einzusetzen und so benötigten wir drei Stunden. Konnten aber dann doch den Rau durchqueren. Der Raum hinter der Türe war leer, falls sich vor uns jemand dort befunden haben sollte, so ist er längst weggegangen. Vorsichtig durchquerten wir den Raum nur um festzustellen, dass der nächste Raum von dichten Nebelschwaden durchzogen ist. Faelar ging als erster durch den giftigen Nebel, musste aber erfahren, dass hinter dem Nebel 2 Palladine des Gottes Torm lauerten. Noch übel von den giftigen Schwaden konnte er doch einem der beiden einen heftigen Schlag verpassen, biss er sich wieder in den Nebel zurückzog. Er schrie uns noch eine Warnung zu und den letzten Standort der Paladinge und verstummte dann um seine Position nicht zu verraten. Wir stürmten hinterher konnten aber den giftigen Schwaden kaum etwas entgegensetzen. Einmal mehr bewiesen Taspira, Faelar und Selarion ihr Können und besiegten trotz ihrer Übelkeit die beiden Torm-Anbeter.
Dann konnten wir den Raum genauer in Augenschein nehmen und es scheint als ob die beiden Toten in der Ecke, das kleinere Problem sind. Vor der nächsten Türe war eine große Rune auf den Boden gezeichnet. Sie belegt jeden, der über sie tritt mit Wahnsinn. Außerdem befanden sich noch eine Wasserschüssel neben einer Feuerrune und eine Schüssel mit Feuer neben einer Wasserrune im Raum. Ein kurzer Versuch zeigte, dass die Rune an der Türe ein bisschen blasser wird, wenn das Wasser auf die Wasserrune und das Feuer auf die Feuerrune gelegt wird. Was danach kam war zwar zeitraubend und anstrengend aber nicht mehr sonderlich kompliziert. Mithilfe der Schilde der Toten konnten wir das Wasser und das Feuer transportieren ohne uns zu sehr zu verletzen. Tatsächlich verschwand die Rune auch als alles Feuer und das ganze Wasser am richtigen Platz war.
Diese Domizil wirkte immer mehr wie ein unterirdisches Labyrinth, hinter der Rune war ein kleiner Vorraum mit einem Portal. Als Fealar eines der Flügeltore öffnete kamen die nächsten Untoten auf uns zu. Diese waren sehr viel besser ausgebildet als die in der Kanalisation und verstanden auch offensichtlich etwas von Taktik. Wir waren nach dem langen weg, dem Steineklopfen und dem Nebel schon geschwächt genug. Trotzdem gelang es uns die Untoten zu töten und unseren Weg fortzusetzen. Der nächste Raum war wohl das Laboratorium des Magiers. Bücherwände und ein großer Tisch in der Mitte mit allerlei Glaskolben und Gefäßen ließen uns dass vermuten. Doch als wir uns einer kleinen Tür näherten, die zu einer Treppe führt, erahnten wir, dass wir dem Zentrum und damit der Kiste nahe sein mussten. Der Magier aus dem Brunnen hat uns davor gewarnt, dass schwarze Magier und Schattenzauberer sich seinem verwaisten Zuhause angenommen haben könnten. Auch die Zombies und der Nebel sprachen diese Sprache. So leise wie möglich stieg Faelar die Treppe hinunter, wir immer zehn Schritte hinter ihm. Die Treppe führte in einen großen Kuppelsaal hinab, in dessen Mitte eine Art Podest stand. Noch während wir vorsichtig hinter der Mauerverkleidung der Treppe hinab spähten hörten wir den Schrei einer jungen Frau. Begleitet wurde ihre Schmerzensschreie von dem Hohngelächter den anwesenden Kleriker des Todes und Zombies. Wir hasteten zurück in das Labor und versuchten wenigstens einen Plan zu überlegen. Aber die Schreie noch im Ohr und die Gewissheit, dass diese Frau innerhalb der nächsten Minuten sterben wird, verkürzten das Pläne schmieden enorm. Außerdem konnten wir nur wieder feststellen, dass wir in der Unterzahl sind und vorhaben gut ausgebildete Gegner anzugreifen, die zudem noch über unbegrenzt Magie verfügen.
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