5. Sitzung am 13.06.2010: Die Geißel der Schlachtfelder

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Heute war nun wirklich ein schöner Abend! Dank meinem großen Freund Skorpion! Ich bin mir zumindest ziemlich sicher, dass das sein Werk war. Wer sonst wäre so Bescheiden und würde kein Wort dazu sagen? Auf jeden Fall, damit ihr auch wisst, wovon ich schwärme: Es gab ein Festmahl in unserer Taverne "Girions Rast"! Leckerer Eintopf und die vor allem die tollsten Früchte zum Nachtisch, die man sich nur vorstellen konnte! Außerdem war unser raubeiniger Orkkumpane Dutrak wieder da! Ich will nicht wissen, auf welchen Orgien der sich in der Zeit rumgetrieben hat... Ich werd's ja auch nie erfahren, weil er sich selber nicht daran erinnern kann... Am nächsten Morgen machten wir uns dann frisch gestärkt auf Einkaufstour. Eigentlich hab ich ja keine Lust über so was Unwichtiges zu schreiben. Aber der Laden, den wir besuchten war einfach zu beeindruckend! Der "Riesenzwerg" hat eine edle große fassade, die nur aus einem Energiefeld besteht, und der Ladenbesitzer ist wirklich ein Riesenzwerg, ein drei oder vier Meter großer Zwerg namens Drang Sturmwind. Vielleicht sollten wir auch unsere Geschäftsstrategien überdenken? Schließlich kümmerten wir uns wieder um unsere Nachforschungen wegen dieser legendären Axt. Natürlich begannen wir diese im Calistrea-Tempel. Wo sonst bekam man Informationen? Und es hat sich auch gelohnt, denn wir waren nun darauf vorbereitet, dass wir Konkurrenz hatten. Drei oder vier Elfen hatten nämlich auch vor kurzem nach dieser Axt gefragt. Sie hielten sich angeblich in einer zwielichtigen Taverne in Hafennähe auf. Und wir erfuhren, dass das letzte Auftauchen dieser Axt nun schon fünfzig Jahre her war. Es handelte sich dabei um einen Abenteurer namens Gorn Schlachtenwüter, der sich hier in Quent zur Ruhe gesetzt hatte. Naja, ihr kennt mich und meine Freunde sind auch nicht so viel besser. Wir hatten keinen so großen Ehrgeiz alles selbst herausfinden zu wollen. Warum auch, wenn diese Arbeit vielleicht schon jemand anders erledigt hatte? Der Skorpion und ich schauten uns also einmal diese dubiosen Elfen an. Wir setzten uns dafür an einen benachbarten Tisch und würgten ein Glas brackiges Wasser hinunter; mit dem Skorpion kann man ja schließlich nichts Ordentliches trinken... Zumindest hatten diese verschlagen aussehenden Kerle bisher auch noch nicht so viel herausgefunden. Sie hatten einen Beamten geschmiert. Aber in den Stadtarchieven hatten sie keinen Eintrag über diesen Gorn finden können. Teth war währenddessen zusammen mit Stefan bei diesem gräuslichen Schnösel Gustav. Ich weiß zwar nicht genau, worum es bei diesem Treffen ging. Aber es war irgendetwas Lustiges. Mit irgendetwas war der Kerl wohl nicht so glücklich und ich gönn ihm das! Haha! Und er wollte mich abends sehen... Dabei bin ich doch so ein schmutziger Gnom! Da muss unser feiner Herr ja schon ganz schön verzweifelt sein! Na, aber bis zum Abend war doch noch etwas Zeit und so machten wir uns auf zu einem "idyllischen" Spaziergang über den örtlichen Friedhof. Nein, Teth hat sich nicht wie Stefan der Nekromantie zugewandt! Zumindest nicht dass ich davon wüsste. Wir wollten nach dem Grab von diesem Gorn Ausschau halten. Und wir wurden sogar fündig! Da war es, zwar ungepflegt und ziemlich verwittert, aber dafür mit einer Inschrift: "Ellie, verzeih mir." Hmm, und jetzt? Da braucht man eine redegewandte Gnomin wie mich! Ein uralter Zwerg hat mir dann nämlich erzählt, dass diese Ellie außerhalb der Stadt in einer Gruft begraben liegt. Sie war wohl mal einen bildhübsches Ding. Kein Wunder also, dass er sich nach all den Jahren noch an sie erinnern konnte. Aber bleiben wir dabei, wie nützlich wir Gnome sein können. Ich muss aufpassen, dass ich nicht hochnäsig werde... Hihi, kleiner Gnomenscherz :) Ich hab mir zumindest Gustavs Auftrag angehört und auch angenommen. Ich bin sicher, dass ich ihm dabei helfen kann und außerdem bin ich auch viel zu neugierig. Naja, die fünftausend Gründe, die er mir versprochen hat, sind vielleicht auch nicht zu vernachlässigen... Zumindest werd ich in nächster Zeit in diesen Bordelltempel einsteigen und Gustavs Stammbaum zurückholen. Da muss irgendwas ziemlich Unangenehmes für ihn drinstehen! Mal sehen, ob mir meine hochmoralischen Freunde dabei helfen wollen. Aber eins anch dem anderen, in dieser Nacht wollten wir erst einmal in das besagte Mausoleum einsteigen. Wir fanden es auch recht schnell auf einem Hügelchen außerhalb der Stadt: ein verwuchertes kleines Steinhäuschen mit der Inschrift "Von Hummel". Die Familie hatte die Region schon seit längerer Zeit verlassen. Da konnte uns ja schon keiner persönlich böse werden... Also, los ging's! Mit dem Eingang war ich ausnahmsweise ziemlich überfordert, da brauchte es den starken Dutrak, um die Steinplatte mit Kors Hilfe wegzuwuchten. Wir stiegen die dunklen Stufen hinab. Fünf Sarkophage waren in Nischen aufgestellt und auf einem von ihnen stand "Ellie von Hummel". Ich störe ja nicht gerne die letzte Ruhe eines Menschen. Aber wir waren nicht ohne Grund hier. Und Tatsache, außer einem Skelett lag darin auch eine Axt. Dutrak bekam leuchtende Augen, als er sie probeweise durch die Luft schwang. "Geißel der Schlachtfelder", das ist ihr Name, zumindest steht das auf ihrem Heft. Ein Goldring und ein silbernes Amulett sind vielleicht auch noch aus Versehen in einen meiner Beutel gerutscht. Aber das verkaufen wir besser in einer anderen Stadt. Nicht dass das jemand wiedererkennt. Fröhlich und erstaunt darüber, dass das jetzt alles so einfach war, traten wir zurück ans Tageslicht. Von wegen! Wir hatten Gesellschaft bekommen: Diese verschrobenen Elfen erwarteten uns und stellten Forderungen: "Wirf uns die Axt zu. Das ist unsere Axt!"

... Wird noch weitergeschrieben und überarbeitet ... Jetzt wo ich weiß, dass wir wiederbelebt werden, bin ich dazu ja wieder psychisch in der Lage ;)

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