Abraham von Siegsleben
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Hintergrund
Geburt
Abraham ist das dritte Kind seiner Eltern. Bei seiner Geburt kam ein Priester Bahamuts zur Familie und prophezeite, dass der junge Abraham eines Tages die Weisheit und Gerechtigkeit Bahamuts vertreten würde.
Der blaue Orden besuchte die Familie kurz nach diesem Vorfall, und fragte nach dem Verbleib des mysteriösen Drachengeborenenes - der sich als Apostel Bahamuts heraustellte, der für seine Weissagungen bekannt war. Der Apostel ist seit dem Verlassen Siegsleben verschwunden.
Obwohl niemand so recht die Bedeutung oder den Wahrheitsgehalt dieser Prophezeiung einschätzen konnte, nahm seine Mutter die religiöse Erziehung ihres zweiten Sohnes sehr ernst.
Eltern
Abrahams Vater ist Kurfürst Janosh von Siegesleben. Janosh ist Herrscher über das Fürstentum von Siegesleben, die Familie verdient aber im wesentlichen Geld durch den Handel, die sie selbst und die Händler der Stadt betreibt. Er sieht seine Position als Herrscher als sein Anrecht, ist sich aber auch gewisser Pflichten bewusst, sein Fürstenturm zufrieden zu halten. Er gilt durchaus als geschickt im Erkennen von guten Handelsmöglicheiten, aber er war ein wenig glücklos in der Vergangenheit, sich politischen Einfluß zu erwerben. Sein Stand am Hof von Heimgaardt ist eher unter "ferner liefen", wogegen seine stärksten Rivalen meist gute Verbündete am Hof hatten.
Abrahams Mutter Silke stammt aus einer Handelsfamilie im Ritterstand an Siegesleben. Abrahams Vater und ihr Vater waren gute Freunde und Geschäftspartner gewesen. Sie ist eine gläubige Anhängerin von Erathis wie ihr Vater, aber sie zollt allen Göttern Ihren Respekt, während Janosh eher Zurückhaltung in den übernatürlichen und außerweltlichen Dingen übt. Sie selbst kümmert sich im Haushalt ebenso wie im Fürstenturm um viele organisatorische Dinge, insbesondere auch die öffentlichen Feierlichkeiten und Anlässe.
Geschwister
Abraham hat einen älteren Bruder und eine ältere Schwester. Ein einschneidendes Familienerlebnis für ihn war der Ausbrauch eines Fiebers in Siegeslebens, das oft tödlich endete. Abraham selbst blieb verschont, und er betreute seine Geschwister. Er hatte immer nur die üblichen "Formel"-Gebete aufgesagt in seinem Leben, aber hier bat erstmals mit voller Inbrunst zu Bahamut. Seine Geschwister überlebten beide. Das überzeugte Abraham, das Bahamut eine besondere Bedeutung in seinem Leben hatte, und er begann, sich intensiver mit Bahamuts Lehren auseinanderzusetzen. Abraham hat auch noch eine jüngere Schwester und einen jüngeren Bruder, die erst nach dieser Krise geboren wurden.
Abrahams älterer Bruder Johann wurde als Knappe eines Ritters im Diensten von Siegesleben in der Kampfkust gelehrt und gilt als geschickter Kämpfer. Er ist durchaus respektiert im Volk für seine Ausbildung. Er erreicht möglicherweise nicht ganz den Geschäftssinn seines Vaters, aber er hat die Fähigkeit seiner Mutter geerbt, die Menschen zu unterhalten und für sich einzunehmen. Er übernahm später viele Aufgaben im Dienste seines Vaters und war auf vielen Reisen, und es wurden ihm viele Liebschaften nachgesagt. Inzwischen wurde jedoch die Verlobung mit einer südländischen Schönheit aus einer wohlhabenden Familie verkündet.
Abrahams ältere Schwester Kunigunde sollte ursprünglich den Sohn eines einflußreichen Geschäftsmanns am Hof von Heimgaardt heiraten, Theophil von Jargonheim. Sie waren durchaus voneinander angetan - aber Theophil starb im Verlies der Könige mit Siegfried von Heimgaard. Mit ihm starben auch Janoshs Hoffnungen auf mehr Einfluß am Königshof, und Theophils Vater zog sich auch noch weiter zurück über den Kummer seines verlorenen Sohnes. Kunigunde ist immer noch in Trauer, und ist sehr wankelmütig geworden - manche Tage wirkt sie voller Energie und Lebensfreude, an anderen zieht sie sich zurück, und schreibt düstere Gedichte, die sie aber fast nie mit anderen teilt.
Abrahams jüngerer Bruder Berthold ist noch in der Schule. Er ist eher von schüchternen Gemüt, konnte bereits früh lesen und rechnen und liest sehr viel. Sein Vater erwägt, ihn in die Lehre eines Magiers zu geben - was allerdings mit hohen Kosten verbunden ist. Und seine Mutter ist davon nicht begeistert, da sie (nicht-göttlicher) Magie nicht vertraut.
Ausbildung und Priesterschule
Abraham unterlief eine solide Ausbildung, wie sie dem Sohn eines Kurfürsten gebührte. Seine Mutter setzte sich gegenüber dem Vater durch, so dass auch Priester zu seinen Lehrern gehörte. Nachdem seine Geschwister durch seine Gebete vom Fieber gerettet wurden (so Abrahams Überzeugung zumindest), verkündete er schließlich, dass er in der Tat Priester Bahamuts werden wollte. Sein Vater blieb zwar skeptisch, aber erkannte auch gewisses Potential - er sorgte dafür, dass Abraham an der Prieterschule Bahamuts in Heimgaard angenommen wurde. Der Blaue Orden gilt als einflußreich am Hof, und er war überzeugt, das Abrahams Herkunft und Ausbilung es ihm erlauben würde, viel Einfluß zu erlangen. Außerdem hofft er, dass eine priesterliche Ausbildung es Abraham vielleicht erlauben könnte, etwas auf dem alten Schlachtfeld bei Siegsleben zu unternehmen, das immer wieder von Untoten heimgesucht wird.
Abraham passte eigentlich nicht ganz zur typischen Priesterschule Bahamuts. Anders als sein Bruder war er nicht besonders sportlich oder kampfeslustig, und auch im Blauen Orden wird viel Wert auf die Kampfeskunst gelegt. Jedoch zeigte er eine große Begabung für die heilige Magie. Abraham übernahm schließlich einen Posten in der Bibliothek des Tempels. Er hat viel Zeit damit gebracht, den Katalog der Bibliothek auf den Stand zu bringen, und er trägt auch die Verantwortlich, bei vielen Zeremonien und Feiern obliegt es ihm, die relevanten heiligen Schriften zu rezitieren, und die Einhaltung aller Ritualvorschriften zu gewährleisten.
Seine beflissentliche Arbeit wird wohl angesehen, aber sie hat auch dazu geführt, dass er sich weniger an der "Politik" der Kirche beteiligen konnte, und so ist er jetzt schon recht lange im Range eines Predigers des Silbernes Buches.
Bei seinem Recherchen in der Bibliothek der Kirche und anderen ihm zugänglichen Bibliotheken in der Stadt ist er auf viel interessantes gestoßen.
Düstere Prophezeiungen
Bei seinen Recherchen ist Abraham auch auf einige seltenere Fundstücke gestoßen. Unter anderem einige arkane Werke aus den Zeiten Bael Turaeth, dem untergegangenen Tieflingreich. Es gibt zahlreiche Schriften aus der Zeit, manche gelten sogar als verboten, da sie auch Informationen über die unheiligen Rituale beschreiben, durch die Asmodeus Bael Turaeth seine Macht gab, und welche die Menschen des Reiches schließlich in die Tieflinge transformierte.
Abraham stieß dabei insbesondere auf eine alte, bekannte Prophezeiung, "Die Letzten Tage Asos Kael" Eine wesentliche Passage aus der Prophezeiung:
"Das Ende des dem Wahn Verfallenen folgt Elend und Leid, als auch der Letzte in den Augen der Göttern scheitert. Das Chaos gibt dunklen Mächten neue Kraft, und die Götter schweigen stumm über die Frevel, die folgen sollen."
Diese Prophezeiung wurde lange Zeit auf ein Fürstenturm Bael Turaeth bezogen, das bereits in der frühen Anfangsphase scheiterten, mit besonders grausamen Folgen für viele Einwohner, deren Seelen Asmodeus geopfert werden, um ihn wieder zu besänftigen - ohne Erfolg. Allerdings konnte die Prophezeiung nie genaue datiert werden, und der ursprüngliche Schreiber blieb unbekannt. Aber Abraham stieß auf weitere Schriften, die andeuten, dass die Prophezeiuung von einem Tiefling in der 3. Generation Bael Turaeths kommt, der definitiv nach dem Niedergang Asos Kaels geboren wurde. Der Titel der Prophezeiung wurde erst viel später gewählt, gemäss der klassichen Interpretation.
Abraham hat die Befürchtung, dass die Prophezeiung noch gültig ist. Er zog bereits erste Parallelen mit der Prophezeiung als der König von Heimgaard dem Wahn verfiel. Als der erste Sohn scheiterte, wurde er beunruhigt und bat den Blauen Orden, ihn als Unterstützung beim nächsten mit zu senden. Aber er konnte sich nicht durchsetzen. Aber nun, da nur noch ein möglicher Thronfolger existiert, und die Nervösität steigt, ließ sich der Orden umstimmen.


