Blodson
Aus Die herzliche Rollenspielwiki
Inhaltsverzeichnis |
Biographie
Geburt
Wir schreiben den 15. Hammer 1348.
Ein Mann, eingehüllt in weiße Felle, läuft durch das Schneetreiben. Trotz der Kälte und des Wetters hat er keine bemerkenswerten Probleme durch den Schnee zu kommen und sein Ziel, eine Siedlung, zu erreichen. Die Wachposten - ebenfalls in weiße Felle gehüllt - nicken dem Mann zu, worauf dieser sofort weitergeht. Er strebt direkt an mehreren holzernen Hütten und auch an der Schmiede vorbei zum Zentrum der Siedlung. Dort angelangt betritt er die größte der Hütten, passiert auch hier die Wachen ohne aufgehalten zu werden. Nach einem kurzen Gang, von dem nach der Hälfte nach Westen und nach Osten je ein Gang zu weiteren Räumen abzweigen, betritt er einen großen Raum. Dieser runde Saal wird nur von einem Feuer, das in seiner Mitte brennt, erhellt. Doch der Schein der Flammen reicht aus, um die Felle und Schilde, die an den Wänden hängen, und die zehn Wachen, die gleichmäßig verteilt an der Wand stehen, zu erkennen - und auch um Ferdar, den noch jungen Häuptling der Frostwölfe, und Sajar, seinen neben ihm ruhenden weißen Wolf, zu sehen.
Sajar hebt, als der Mann eintritt und sich hinkniet, den Kopf, worauf Ferdar seinen Freund erkennt.
"Was gibt es, Thorson?"
"Ich war gerade bei den Spähern. Wir haben gesehen, dass sich die Orks sammeln, wahrscheinlich um uns anzugreifen."
"Ja, sie waren lange ruhig. Aber jetzt sind sie wieder mehr und glauben uns angreifen zu können. Habt ihr sehen können, wie viele es in etwa waren?"
"Wir schätzen, dass es um die 100 sind. Je nachdem wie schnell sie es schaffen sich zusammenzuziehen sollten sie in zwei bis drei Stunden hier sein."
"Zwei bis drei Stunden, sagst du. Das sollte reichen, um die Hügel vor dem Dorf zu erreichen, wodurch wir sie umzingeln könnten. Wir hätten dadurch einen Überraschungsmoment und würden das Dorf und die Palisade nicht in Gefahr bringen, was bei der Anzahl der gerade umherstreunden Tieren und Monstern wichtig ist. Lass alle kampffähigen Männer bewaffnet zusammenkommen!"
Mit einer untertänigen Verbeugung verlässt Thorson den Saal. Ferdar beginnt sich für den Kampf zu rüsten, als man das Kriegshorn der Frostwölfe von draußen hört - es klingt im Innern der Hütte durch den Schnee ein wenig gedämpft. Als der Häuptling dann den Saal gerüstet und mit seinen Wachen verlässt, erscheint aus dem westlichen der beiden Gänge Hardek der Schamane.
"Herr, die Geister schenkten mir eine Vision, eine grausame Vision, in der ich das Blut zu vieler sah! Ich bin mir nicht sicher, ob wir den Orks in die Klingen stürmen sollten..."
"Tempus ließ mich wissen, dass Heute das Blut der Orks fließen werde" tönt es aus dem östlichen Gang, aus dem Muran, Priester des Tempus, bereits in Kampfmontur und mit gezücktem Streitkolben tritt. "Ich versichere euch; Tempus ist uns wohlgesonnen. Wir werden siegen!"
"Doch zu welchem Preis werden wir siegen? Ich verstehe zwar, dass ihr die Palisade schützen wollt und dass es im Augenblick schwer werden würde sie zu reparieren, sollte sie schwer beschädigt werden, doch sagt, was uns eine heile Palisade bringt, wenn wir keine Männer haben, sie zu verteidigen!? Wir sollten uns IM Dorf verteidigen" meint daraufhin Hardek.
"Entschuldigt, Hardek, aber ich habe es im Gefühl. Tempus wird wahrlich auf unserer Seite kämpfen, weshalb es für die Orks ein hervorragender Tag zum Sterben sein wird!"
"Wie fühlst du dich?"
"Je näher die Geburt unseres Kindes ist, desto glücklicher."
Todor möchte gerade Verna küssen, als ein Horn ertönt. Reflexartig greift er nach der Wolfsaxt und ist schon fast bei der Tür, noch einmal umdreht und seine Frau küsst. Sie ruft ihm noch nach, er solle das Blut der Feinde fließen lassen, worauf er antwortet:
"Für unser Kind!"
Als Todor den Dorfplatz erreicht, sind die meisten kampffähigen Krieger bereits da.
"Männer! Die Orks wollen uns angreifen! Doch wir machen ihnen einen Strich durch die Rechnung! WIR werden SIE angreifen, noch bevor sie unser Dorf erreichen!! Deswegen lasst uns nicht länger warten! Lasst uns in den Kampf ziehen!!!"
Während die Frostwölfe gröhlen und jubeln - wobei sich die weißen Wölfe einiger der Krieger, allen voran Sajar, mit ihrem Geheul anschließen - geht Todor vor, um seinen Platz als Träger der Wolfsaxt neben Ferdar, zu dessen anderer Seite bereits Thorson wartet, einzunehmen.
Darauf brechen die Frostwölfe auf, einige Nachzügler stoßen noch dazu, und der gesamte Schlachtzug lässt ein lautes Wolfsgeheul von sich.
Nach ungefähr zwei Kilometern erreichen sie einige Hügel, hinter denen sich die Männer positionieren. Dort warten sie aber nur wenige Minuten, denn schon erscheinen die Orks - beinahe doppelt so viele wie Krieger der Frostwölfe.
Als die Orks dann zwischen den Hügeln ankommen, erhebt sich ein lautes Geheul und die Menschen und Wölfe stürmen von allen Seiten auf ihre Feinde.
Der laute Schrei einer Frau ist durch das Dorf zu hören. Kurz darauf erscheint ein junges Mädchen bei Hardek und sagt schnell nach Luft schnappend: "Verna... Ihr Kind..." Hardek greift nach dem Beutel, den er schon seit einigen Tagen bereit hält und macht sich auf den Weg zum Haus von Verna und Todor.
Obwohl die Orks sehr überrascht über das plötzliche Auftauchen ihrer Feinde waren, haben sie sich sehr gut gefangen, wodurch in den ersten Augenblicken der Schlacht nur wenige gefallen sind und die Frostwölfe immer noch stark in Unterzahl kämpfen müssen.
Verna liegt bereits auf einem Bett, warmes Wasser, Stoffe und auch einige Felle sind auf einem nahen Tisch bereitgestellt, als der Schamane eintritt. Er breitet den Inhalt des Beutels auf dem Tisch aus und beginnt die Gebährende zu beruhigen.
Der Schnee ist rot-schwarz vom Blut der Orks und dem der Wölfe und Menschen. Obwohl die Frostwölfe weiterhin in Unterzahl sind, beginnen sie sich durch ihre Feinde zu hacken, als beständen diese nur aus Papier. Auf einmal ertönt ein lautes schmerzerfülltes Geheul, als Sajar im Versuch seinen Herren zu beschützen und von einer Umzingelung zu befreien, von Orks niedergestreckt wird.
Die Stoffe sind rot vom Blut der werdenden Mutter. Hardek half schon bei vielen Geburten, doch so viel Blut hatte er bei noch keiner zuvor gesehen, weshalb er bereits die Geister um die ersten Heilzauber bittet. Die Zauber wirken, doch die Blutungen können nicht vollends gestoppt werden.
Gerade schlägt Ferdar einen Ork nieder, als er aus dem Augenwinkel einen weiteren Grünhäuter ausholen sieht. Er beginnt sich schon mit dem Gedanken anzufreunden, in Kürze in Tempus Hallen zu sein. Doch im letzten Moment beißt sich wortwörtlich eine Axt in die Seite des Orks. Der Ork fällt um und Todor zieht die Wolfsaxt aus der beinahe entzweiten Leiche.
Trotz der Zauber, die Hardek wirkt, werden Vernas Schmerzen schlimmer und sie schreit immer lauter. Doch der alte Mann hat keine Zeit sich weitere Gedanken über die Blutungen der Frau zu machen, da bereits der Kopf des Kindes aus dem Blut hervorschaut.
Obwohl die Frostwölfe langsam die Überhand gewinnen und durch den allmählichen Verlust des Mutes der Orks weiter angespornt werden, müssen sich Ferdar und Todor sich Rücken an Rücken kämpfend gegen immer wieder nachrückende Orkmassen behaupten.
Langsam kommt das Kind raus. Hardek zieht vorsichtig, trennt die Nabelschnur und hält den Jungen in den Händen. Er reicht ihn schnell an eine der Frauen, die mit in der Hütte stehen, weiter und kümmert sich um Verna und ihre nicht nachlassenden Schmerzen und Blutungen.
Ein Ork nach dem anderen fällt unter den Hieben der Frostwölfe, wohingegen die Menschen und Wölfe bisher nur wenige Verluste zu bedauern haben.
Während der Schamane sich um die Blutungen Vernas kümmert und diese und auch ihre Schmerzen langsam nachlassen, waschen die beiden Frauen den Säugling und wickeln ihn in Felle.
Plötzlich knickt Todor zur Seite - ein Ork, der von ihm niedergestreckt wurde, hat mit letzter Kraft seine Axt ind Todors Knie geschlagen. Doch der Krieger mäht sich wild brüllend weiter durch die grau-grünen Körper der Orks, scheinbar ohne Schmerz zu spüren.
Nun, da Mutter und Sohn wohlauf sind, packt Hardek seine Sachen. Verna wiegt erschöpft lächelnd ihren Sohn in ihren Armen - als sie plötzlich voller Schmerzen zusammenzuckt und ihr Gesicht verzieht.
Thorson beginnt, nachdem er Ferdar und Todor entdeckt hat, sich einen Weg in Richtung der beiden umzingelten freizuräumen und ruft seinen Kameraden in der Nähe dazu auf, ihn dabei zu helfen.
Die Frau, die noch geblieben ist, hält noch Vernas Sohn, während Hardek die Geister anruft, sie mögen der jungen Mutter helfen, und alles in seiner Macht stehende tut, um die wieder begonnenen Blutungen zu stoppen.
Einen weiteren Feind niederstreckend blickt Thorson dorthin, wo seine Freunde eben noch standen. Er sieht jedoch Ferdar nicht mehr - und er sieht wie Todor, nachdem er mit einem mächtigen Schrei und einem gewaltigen Hieb einen Ork nahezu vertikal halbierte, einen Hieb in die Seite und einen weiteren Schlag in den Rücken bekommt.
Er wusste nicht, was er tun sollte. Er wusste es einfach nicht. Die Geister hatten ihm bis jetzt immer geholfen, egal ob bei einem Wolf, einem verletzten Krieger oder eben einer gebährenden Frau. Auch die nicht magischen Methoden, die Kräuter zeigten keine Wirkung. Er verstand es einfach nicht.
"Muran! MURAN!" Thorson schreit immer wieder nach dem Kleriker im Versuch den Schlachtenlärm zu übertönen und dafür zu sorgen, dass kein Ork auf die zwei Körper, die zwischen ihm und einigen Frostwölfen liegen, tritt.
Für solche Fälle hat der Schamane immer zwei Sachen mit sich: Bestimmte, sehr seltene Kräuter und ein langes Messer. Das Messer beendet es sofort. Die Kräuter... sind etwas anderes. Sie tilgen nur den Schmerz. Nichts weiter. Sie sind für gewisse Fälle, Fälle wie diesen, in denen eine Mutter ihren einzigen Sohn ein letztes Mal in den Armen halten möchte, bevor sie stirbt.
Jugend
16. Hammer 1348
"An dem Tag, an dem sein Vater sein Blut auf dem Schlachtfeld vergossen hat, ist dieser Junge aus dem Blut seiner Mutter geboren. Dies macht ihm zu einem Sohn des Blutes und so soll auch sein Name sein."
17. Hammer 1348
"Ich bitte dich als ein Krieger, der einem anderen Krieger sein Leben verdankt, als ein Freund, der seinem Freund einen Gefallen schuldig ist, lass mich dem Kind ein Vater sein. Es ist das Mindeste, das ich für Todor machen kann."
Sommer 1354
"Papa, erzähl Jordar und mir nochmal die Geschichte von der Axt, die an der Wand hängt."
"Gefällt euch beiden die Wolfsaxt so sehr, dass ich euch die Geschichte wieder erzählen muss?"
Winter 1357
"Was soll das sein, Blodson? Soll das ein 'A' sein? Gib dir mal Mühe, sonst lernst du nie das Schreiben!"
"Jaah, Hardek."
15. Hammer 1362
"Blodson, ich muss mit dir sprechen. Es geht um die Wolfsaxt und dein Erbe..."
Frühling 1362
"Hey, Jordar! Warte mal!"
"Was gibt es, Dara?"
"Sag mal, seit einigen Monaten verhält sich Blodson so komisch. Er spricht nur noch wenig und trainiert eigentlich auch nur noch. Hat er sich mit eurem Vater verstritten?"
"Wieso fragst du ihn das nicht selber?"
"Ich möchte ihn nicht bei seinen Übungen stören... Außerdem traue ich mich nicht so richtig..."
(lächelnd) "Ah ja, du traust dich nicht."
(errötend) "Was ist aber jetzt mit deinem Bruder geschehen?"
"Nuun, anscheinend sind wir nicht wirklich Brüder..."
Die Wolfsaxt
08. Hammer 1370
"Brüder und Schwestern. Als Sohn des letzten Trägers der Wolfsaxt hat Blodson das Recht, als erster die Prüfungen abzulegen und sich somit als würdig zu erweisen, der nächste Träger der Wolfsaxt zu werden. Heute macht er von seinem Recht gebrauch und möchte die Prüfungen antreten." Die Frostwölfe um Ferdar und Blodson stehen mit ernsten Mienen still da. "Gemäß den Traditionen ist die erste Prüfung bestanden, wenn der Anwärter einen Zehntag lang nur mit Fellen bekleidet und nur mit einem Messer bewaffnet in der Wildnis überlebt." Ferdar nickt Dara zu, worauf sie vortritt und Blodson mit gesenktem Blick ein Messer mit fein gearbeitetem Hirschhorngriff überreicht. "Ohne weitere Worte verlieren zu wollen, lassen wir nun die Prüfung beginnen. Blodson, ich erwarte dich in frühestens zehn Tagen wieder im Dorf." Leiser fügt er noch "Viel Glück, mein Junge" hinzu, worauf Blodson sich ohne ein Wort das Dorf verlässt.
14. Hammer 1370
"Wir haben einen! Macht den Weg zum Gefängnis frei!"
20. Hammer 1370
"Vater, ein Späher berichtet, dass er eine einzelne Person gesehen hat, die sich Richtung Dorf bewegt. Das müsste er sein."
Im Dorf angekommen wird Blodson von gut zwei dutzend Leuten begrüßt. "Blodson, du hast zwölf volle Tage in der Wildnis verbracht. Somit hast du die erste Prüfung bestanden. Die nächste wird in Kürze stattfinden, doch davor bekommst du noch die Gelegenheit dich mit einer Mahlzeit zu stärken." "Habt dank, aber ich bin weder hungrig noch erschöpft und würde deswegen, wenn möglich, die nächste Prüfung sofort antreten." Anerkennendes Raunen geht durch die kleine Menge. "Wie du möchtest. Dann sei in einigen Minuten auf dem Dorfplatz."
Um den Dorfplatz herum haben sich beinahe alle Mitglieder des Stammes versammelt und reden freudig aufgeregt miteinander. Als Blodson auftaucht, treten Ferdar, Hardek und Muran vor und der Häuptling beginnt zu sprechen: "Seit vielen Generationen wird die Wolfsaxt schon in unserem Stamm an den jeweils mächtigsten Krieger weitergegeben. Um festzustellen, wer der mächtigste Krieger ist, wurden zwei Prüfungen eingeführt. Die erste, um sicherzustellen, dass der Anwärter auch alleine in den Bergen überleben kann, sich Essen erjagen und ersammeln kann, sich nicht ausschließlich auf den Kampf konzentriert, sondern auch in Zeiten des Friedens dem Stamm nützlich ist. Die zweite Prüfung fordert dem Prüfling erst kämpferisches Können ab." Einige Leute machen Platz und es wird ein Käfig auf Rädern auf den Platz gerollt. "Was dient besser der Erprobung dieses Könnens, als ein Kampf gegen einen unserer Erzfeinde, gegen einen Ork." Ein wütendes Gemurmel erhebt sich auf dem Dorfplatz und der Ork im Käfig blickt grimmig um sich. "Für diese zweite und letzte Prüfung gibt es nur eine Regel: Keine Waffen, weder für den Ork, noch den zu prüfenden. Lasst den Kampf beginnen." Ferdar, Hardek und Muran verlassen die freie Fläche des Dorfplatzes und einige Bewaffnete stellen sich im Kreis auf, um ein größeres Gebiet für den Kampf freizuhalten.
Blodson nimmt zuerst das Messer, das er noch von der vorherigen Prüfung hat, und wirft es hinter die Menge. Und während zwei Krieger den Ork freilassen und sich schnell zurückziehen, legt der junge Mann die Felle ab, wodurch seine in den letzten acht Jahren antrainierten und riesigen Muskeln zum Vorschein kommen. Wohlwissend über die Hitzköpfigkeit der Orks steht Blodson da, mit zum Schutz erhobenen Fäusten, und wartet.
"Ich werde sterben. Egal ob ich keinen, einen oder fünfzig dieser rosa Fleischklumpen zerfetze. Also, besser möglichst viele von ihnen töten und im Kampf sterben." Mit diesen Gedanken stürmt der Ork auf Blodson zu - die linke Hand hinter dem Rücken. Im nächsten Augenblick täuscht er mit dieser einen Haken an, schlägt aber mit einer rechten Geraden zu - womit er auch den ausgetricksten Frostwolf trifft. Es beginnt ein derber Schlagabtausch, in dem keiner der beiden Kontrahenten so richtig die Führung an sich reißen kann. Doch plötzlich gelingt Blodson ein Volltreffer am Kinn, der Ork taumelt zurück und steht kurz da. Überrascht über seinen eigenen Schlag setzt Blodson nicht nach und schon rennt sein Gegner wieder auf ihn zu - mit der linken Hand hinter dem Rücken. Als dann die rechte Gerade des Orks auf den Menschen zufliegt, blockt letzterer diese - und verspürt einen Schmerz in der rechten Seite.
Blodson blickt hinab und sieht aus seiner Seite einen wenige Zentimeter durchmessenden Holzstab aus seiner Seite stehen, aus der nun ein nicht zu knapper Blutstrom fließt. Der Mann blinzelt einmal verwirrt. Doch dieser eine Wimpernschlag kommt ihm vor wie eine Ewigkeit und er erinnert sich an die Geschichten, wie die Frostwölfe seit vielen Jahrzehnten immer wieder gegen die Orks kämpften. An die Geschichten, in denen erzählt wird, wie ein einzelner mehreren dutzend Orks gegenüber stand, um den Stamm zu schützen.
An die Geschichte, in der erzählt wird, wie sein Vater umzingelt von Orks kämpfte und durch zwei Schläge, einen in die Seite und einen in den Rücken, starb.
Als Blodson nach diesem einen Wimpernschlag wieder seine Augen öffnete, war seine Sicht mit einem blutroten Nebel verhangen und er verspürte nur noch Wut, Hass und Zorn auf alle Orks.
Aber insbesondere auf diesen einen.
Der junge Krieger springt den Ork an, prügelt auf ihn ein, beisst ihm in den dreckigen und stinkenden Hals, ringt ihn zu Boden und schlägt so lange auf das Gesicht ein, bis er keinen wirklichen Widerstand mehr spürt, bis sich der Nebel langsam verzieht und es schwarz um ihn wird.
Er wachte auf. Langsam blickt er sich um und bemerkt dadurch, dass er sich in Hardeks Hütte. Er setzt sich zuerst auf und da er sich hervorragend fühlt, steht er auf und geht zum Ausgang der Hütte. Dort sieht er dann, dass es bereits dunkel geworden ist, doch hört er auch frohe Stimmen von Richtung Dorfplatz.
"Ah, bist du endlich wach? Es hat mir schon fast Sorgen gemacht, dass du nach so einer kleinen Wunde so lange ausruhen musst!" Jordar umarmt ihn und klopft ihm auf die Schulter, als er bemerkt, wie Blodson auf den Dorfplatz gekommen ist. "Hier, trink schnell ein Bier, bevor Vater und Hardek dich mit der Zeremonie vollschwallen." Er drückt seinem Bruder einen großen Krug schäumenden Bieres in die Hand. "W-Was ist passiert? Ich weiß noch, wie ich irgendeinen Stab oder sowas in meine Seite gerammt bekommen habe und mein Blut sah..." Jordar lacht laut auf. "Vater meinte, er habe sowas schon öfters bei deinem Vater gesehen und hat sich gewundert, wann du mit deiner Hitzköpfigkeit in so einen Zustand verfällst." "Was für ein Zustand?" "Ah, Blodson, mein Junge! Wie ich sehe, bist du wieder auf den Beinen. Dann kann ja die Zeremonie beginnen. Stell den Krug bei Seite und komm, Junge!" "Aber... aber..." Vollkommen verwirrt folgt Blodson Ferdar in die Mitte des Dorfplatzes in die Nähe des großen Feuers.
Und dort neben Hardek liegt der Gegenstand, für den Blodson sich acht Jahre lang abgemüht hat, der Gegenstand, den sein Vater im Augenblick seines Todes in Händen hielt - Die Wolfsaxt.
"Blodson. Ich mache es kurz: Nachdem du acht Jahre lang tagein, tagaus trainiert hast, die erste Prüfung ohne größere Schwierigkeiten bestanden und auch die zweite EINDRUCKSVOLL" viele Männer stimmen mit Gegröle und erhobenen Krügen zu, "beendet hast, hast du eindeutig bewiesen, dass du würdig bist, die Wolfsaxt zu führen - und dass dich niemand herausfordern sollte." Zustimmendes Lachen ertönt und verstummt gleich wieder, als Hardek aufsteht und nach der Axt greift. "Dies ist ein Symbol der Kraft und der Macht, das seit vielen Generationen im Stamm weitergereicht wird und von unserem Gründungsvater stammte. Aber genau so, wie diese Axt ein Symbol für Kraft ist, ist sie, gerade als ein Relikt dieses Stammes, auch ein Symbol für die Pflicht, die ihr Träger zu erfüllen hat. Diese Pflicht ist die Verteidigung des Stammes - um jeden Preis. Deswegen frage ich dich nun: Schwörst du, dass du diese Axt dazu führen wirst, unseren Stamm und ein jedes seiner Mitglieder vor Gefahren zu beschützen?" "Ja, ich schwöre, dass ich die Wolfsaxt dazu führen werde, den Stamm der Frostwölfe und ein jedes seiner Mitglieder vor Gefahren zu beschützen." "So soll es sein. Die hier Anwesenden und die Geister si... und Tempus sind Zeugen deines Schwures und in ihrem Auftrag übergebe ich dir nun die Wolfsaxt als Symbol der Kraft, der Macht und der Pflicht." Hardek übergibt Blodson die Axt ehrfürchtigt, der sie vorsichtig entgegennimmt, eingehend betrachtet und dann in den Nachthimmel hebt, worauf ein lautes Geheule ausbricht - und die Feier erst richtig beginnt.
Die Ruhe und der Sturm
Alturiak 1370
"Bis vor wenigen Wochen hat Blodson noch die ganze Zeit trainiert, aber seitdem er die Axt hat, sehe ich ihn fast täglich mit Dara. Was glaubst du, Merwana, wann werden wir die Hochzeit feiern?", fragt Ferdar mit einem Lächeln seine Frau. "Ich denke, erst nächstes Jahr, sie müssen sich noch richtig kennenlernen."
Kythorn 1370
"Blodson hat alleine gegen drei Orks gekämpft und sie alle erschlagen!"
Eleint 1370
"Ferdar, die Geister des Wassers und der Luft warnten mich, es wird ein strenger Winter. Wir sollten uns darauf vorbereiten und schon jetzt anfangen Holz und Nahrung zu sammeln."
12. Nachtal 1370
"Wir haben nur noch wenig zu essen, obwohl wir bereits vor mehreren Monaten angefangen haben zu sammeln und zu lagern, und so wie es scheint, sind viele Tiere in tiefer gelegene, wärmere Gebiete gezogen. Wir müssen einen Trupp aus Jägern und Kriegern zusammenstellen, damit sie in den Ebenen Nahrung jagen und sammeln können. Ich denke, ein dutzend Männer sollte reichen, um schnell losziehen und wieder zurückkehren zu können."
14. Nachtal 1370
"Wieso musst du unbedingt mitgehen, Blodson?" "Ich habe geschworen, das Dorf vor Gefahren zu schützen und nun droht dem Stamm die Gefahr des Hungers. Des Weiteren werden wir ins spätestens einem Zehntag wieder zurück sein. Außerdem weißt du doch, dass ich nicht sitzen bleiben kann, wenn es etwas zu tuen gibt."
Am frühen Morgen treffen sich die acht Jäger und vier Krieger, die sich bereiterklärten, für mehrere Tage auf Jagd zu gehen, vor der großen Hütte in der Mitte der Siedlung. Ferdar blickt auf die Männer, die nun vor ihm stehen. Die meisten sind recht jung - und er wundert sich nicht. Damals, in ihrem Alter, träumte auch er von Abenteuern und ruhmreichen Kämpfen. Doch trotz ihres niedrigen Alters, sind allesamt gute Jäger und/oder Kämpfer, denn sie alle wurden nur von den besten ausgebildet. Aber es sind auch zwei ältere Jäger mit dabei, einerseits um weiter zu lehren, andererseits um sicherzugehen, dass genug erjagt wird. "Es freut mich, dass sich so viele bereiterklärt haben, für einige Tage in die Ebenen auf Jagd zu gehen, um die Versorgung des Dorfes zu sichern. Ich wünsche euch viel Erfolg." Nach Ferdars Ansprache, tritt Hardek langsam zu einem jeden und legt ihnen jeweils eine Kette mit einem Amulett an deren Ende, das aus Knochen besteht und das Symbol der Frostwölfe - ein Wolfskopf mit gebleckten Zähnen - darstellt, um den Hals. "Mögen die Geister euch schützen und Erfolg bei der Jagd gewähren." "Möge Tempus eure Arme und Waffen im Kampf und bei der Jagd führen" fügt Muran hinzu. Die zwölf schlagen mit ihrer rechten Faust auf ihre Brust zum Abschied und verlassen unter den Augen Ferdars, Hardeks, Murans und einiger Dorfbewohner das Dorf. Blodson zwinkert Dara noch einmal selbstbewusst zu.
16. Nachtal 1370
Am zweiten Tag ihrer Reise stoßt der Trupp der Frostwölfe auf erste Tierspuren und schlägt sein Lager in einer bereits um einiges weniger kalten Gegend auf.
18. Nachtal 1370
"Wenn es so weiter geht, können wir in zwei, drei Tagen wieder zurück und werden genug haben, um durch den Winter zu kommen" meint am Abend des vierten Tages Kerdak, einer der erfahrensten Jäger des Stammes. "Wir sollten jetzt auch gleich schlafen gehen, damit wir morgen mehr vom Tag nutzen können."
18./19. Nachtal 1370
Blodson schreckt aus dem Schlaf hoch, denn er hat ein seltsames Geräusch gehört. Er blickt zum Lagerfeuer, wo er Kerdak sieht, der gerade Wache gehabt haben muss, in einer Blutlache stehen - und über diesem sieht er noch einen Schatten mit einer blutigen Klinge, die das Licht der Flammen reflektiert. Kaum hat er sich aufgesetzt, läuft der Mörder bereits auf ihn zu, doch Blodson greift instinktiv nach seiner Axt, springt auf und ruft "Überfall!" Und erst jetzt bemerkt er die weiteren schattenhaften Umrisse in der Nacht, wie sie bereits über einige seiner Stammesbrüder gebeugt sind. Innerhalb eines kurzen Augenblicks wachen die restlichen Frostwölfe auf und die, die nicht bereits festgemacht waren, beginnen sich gegen die Angreifer zu wehren.
Der Kampf dauerte nur kurz, denn die Angreifer waren von Anfang in einer zwei- bis dreifachen Überzahl, die noch mehr ins Gewicht fiel, da einige der Frostwölfe bereits gefesselt wurden, als sie noch schliefen.
Es liegen elf Leichen da, vier Frostwölfe und sieben der - wie sich nun herausstellte - Menschenjäger. Die überlebenden Frostwölfe sind gut gefesselt, geknebelt, stark verdroschen und entwaffnet zusammengebunden einige Meter vom Feuer entfernt, während die Menschenjäger noch die Vorräte und das in den letzten Tagen erjagte Fleisch inspizieren.
19. Nachtal 1370
Am frühen Morgen werden die Gefangenen geweckt. Die Sklavenjäger, wie man jetzt sehen kann, müssen aus dem fernen Süden sein, da sie recht stark gebräunte Haut haben. In einer Kette verbunden wird nun die neue Ware vorangetrieben, zunächst nach Südwesten bis zu einer großen Straße und von dort aus direkt nach Süden. Nach einigen Stunden schnellen Marsches kommt der Trupp an einem Fluss an, wo bereits ein Boot mit weiteren dieser dunkelhäutiger Menschen wartet. Die Frostwölfe werden in den Schiffsrumpf gebracht, wo schon andere Menschen, aber auch Zwerge und Elfen, angekettet an Rudern sitzen und ebenfalls an die Ruder gekettet.
29. Nachtal 1370
Anscheinend macht man gerade halt in einem Hafen. Einige der anderen Sklaven werden rausgeführt und einige von diesen kommen später nicht wieder.
17. Hammer 1371
Wieder ein Hafen. Diesmal werden die Sklaven aber alle hinaus geführt. Es ist nachts und der Hafen wird nicht verlassen. Man bringt die Sklaven einfach in ein großes Schiff.
03. Alderug 1371
Das Schiff legt nach einigen Zwischenstops - inzwischen sind von den versklavten Frostwölfen neben Blodson nur noch ein weiterer übrig - in einem Hafen ein, der scheinbar weit im Süden liegt, denn obwohl es noch Winter ist, ist es bereits warm und die Leute hier haben gebräunte Haut - ähnlich der der Sklavenjäger. Was Blodson aber am meisten verstört sind einige der Menschen, die eine irgendwie geschuppte Haut haben oder reptilische Gesichszüge.
Die Sklaven werden von den Sklavenjägern durch die Stadt in ein Anwesen geführt. Dort betrachtet ein Mann jeden einzelnen Sklaven genauer. Dies ist das letzte Mal, dass Blodson für die nächsten Jahre einen seinen Stammesbrüder sieht, denn bei einigen - unter anderem bei Blodson - sagt der Mann zu den Sklavenjägern einige Worte in einer Sprache, die Blodson nicht versteht und als er weg war, werden diese in den Keller des Anwesens geführt.
Der Handel und der Schwur
26. Alderug 1371
Blodson erwacht. Kaltes Wasser tropft von seinem Gesicht. Seine Lippen sind aufgeplatzt und er schmeckt sein Blut. Sein kompletter Körper schmerzt. Selbst wenn er die Kraft hätte, sich zu bewegen, kann er das nicht, da er an Händen und Füßen an die Wand gekettet ist. "Das passieren jeder Mal, wenn du versuchen fliehen" sagt in gebrochener Gemeinsprache einer der Männer seines neuen "Besitzers" und schlägt weiter auf ihn ein.
07. Ches 1371
"Aufwachen!" hört Blodson und kassiert - mal wieder - eine Backpfeife. Schräg vor ihm steht ein Wärter, aber direkt vor ihm steht ein Mann, den er bis jetzt nur einmal gesehen hatte und zwar, als er vor einem Monat in dieses Anwesen gebracht worden war.
"Weißt du, du solltest dich eigentlich geehrt fühlen, dass ich dich behalten habe. Du wärst wahrscheinlich ansonsten Gladiator geworden. Deinem Aussehen zu Folge, hättest du Erfolg in der Arena - anfangs. Aber irgendwann hättest du die Menge gelangweilt und sie hätten dich an ein hässliches Monster verfüttert. Und ich fände sowas sehr schade."
Blodson starrt den Mann aus Augen voller Hass an.
"Nananana. Ich wollte dir doch nur ein Angebot machen, dir deine Freiheit wieder zu erlangen... Aber anscheinend möchtest du doch lieber an ein hässliches Vieh verfüttert werden..." sagt der Mann und möchte gehen.
"Warte. Du bietest mir Freiheit an?"
"Ich biete dir... eine Art Vertrag an. Nichts weltbewegendes. Du erledigst einfach Aufgaben für mich und dann lasse ich die - da ich ja kein Unmensch bin - frei."
"Wann? Wenn ich diese Aufgaben nicht mehr erfüllen kann und mein Fleisch den Arenamonstern nicht mehr schmecken würde?"
"Ich hätte da eher an so drei, vier Jahre gedacht, vielleicht auch früher. Das hängt dann aber von dir ab."
"Was ist mit meiner Axt, die mir die Sklavenjäger abgenommen haben?"
Der Mann schaut den Wärter fragend an, dieser flüstert etwas in der fremden Sprache. "Ich werde Nachforschungen anstellen lassen - ich mag es nicht, wenn meine Männer mir Sachen verschweigen."
Blodson musste nicht lange überlegen. Ein Plan beginnt in seinem Kopf vervollständigt zu werden. "Nun gut, ich habe sowieso keine andere Wahl."
"Prima. Den Rest übernimmt jemand anderes."
Alleingelassen schwört Blodson leise auf damarisch Tempus, er werde die Axt zurückbekommen und seinen "Meister" für die Tode seiner Stammesbrüder töten. Des Weiteren hofft er, dass er eines Tages in irgendwelchen Büchern finden wird, wo und an wen die anderen Stammesbrüder verkauft worden waren.
--- Wird wahrscheinlich noch überarbeitet ---
Charakteristika
Aussehen/Äußeres: Blodson ist ein 2,04 m großer sehr muskulös gebauter Mensch mit langen braunen Haaren, die er manchmal offen, manchmal hinten zusammengebunden trägt, einem ebenfalls braunen Vollbart und stahlblauen Augen. Seine einst helle Haut ist nun nach den Jahren der Sklaverei in Turmisch gebräunt und wettergegerbt.
Kleidung: Da für ihn Kleidung vor allem praktisch sein muss und er ein Krieger ist, trägt Blodson Hosen aus braunem Leder und ein einfaches weißes Hemd über seinem Kettenhemd, das seine mächtige Brust schützt. Des Weiteren hat er für kaltes Wetter mehrere weiße und graue Felle, die er um seine Beine und seinen Oberköper tragen kann.
Kampfverhalten: Im Normalfall mit lautem Geschrei nach vorne stürmen, alles kurz und klein schlagen oder mit seinen Gegnern ringen und hoffen, dass er nicht umkippt, bzw. dass ein Kleriker dabei ist, der dafür sorgt, dass er länger auf den Beinen bleibt.
Glauben: Wie die meisten seines Stammes, glaubt auch Blodson sowohl an Tempus, als auch an "die Geister". Letzterer Glauben basiert darauf, dass in allen Dingen, die die Menschen umgeben, die Geister von Feuer, Wasser, Erde und Luft und in allen Lebewesen zusätzlich "der Geist der Wildnis", ein Geist des Lebens und des Todes, des Lebenskreises, ist und die Lehren dieses Glaubens werden vom Stammes-Schamanen gewahrt und weitergegeben.
Sinne: In den verschneiten Bergen Vaasas aufgewachsen, lernte Blodson früh, eher auf sein Gehör als seine Augen zu vertrauen. Es ist schwerer, nachts bei starkem Schneefall einen weißen Wolf zu sehen, als das Knirschen des Schnees, das entsteht, wenn er von den Pfoten des Wolfes zusammengedrückt wird, zu hören.
Einstellung: In den Bergen Vaasas dominiert der Kampf um das Überleben. Man denkt nicht daran, ob etwas recht oder unrecht, gut oder böse ist, man versucht einfach nur zu überleben. In der Sklaverei "durfte" Blodson "Sonderaufträge" ausführen, was ihm egal war, da er alles tat, in der Hoffnung eines Tages wieder seine Wolfsaxt und seine Freiheit zu erlangen - um dann seinen Schwur, den er Tempus gegenüber abgelegt hat, zu erfüllen. Doch inzwischen, da er seine Freiheit wieder hat, möchte er anderen helfen zu überleben.
Prinzipien: Blodson hasst Sklaverei. Des Weiteren sind für ihn als Stammesangehöriger der Fröstwölfe weiße Wölfe besondere, beinahe heilige Tiere. Außerdem wird des Schamanismus wegen, von toten Tieren möglichst alles verwendet, da es ansonsten respektlos gegenüber dem Tier und dem Geist der Wildnis wäre.
Zivilisation: Für Blodson bedeutet Zivilisation in erster Linie Verrat, Korruption, Sklaverei und - seit Cormyr - Bürokratie.
Ziele: Stärker werden, um aus Teybon rauszuquetschen, wo die Wolfsaxt ist, und dann mit dieser seinen Schwur, sich an Teybon für die Sklaverei und den Tod seiner Kameraden zu rächen, erfüllen. Seine übrigen Stammesbrüder, die noch in Sklaverei gehalten werden befreien.
Aktuell: Blodson wurde klar, dass er auf dem falschen Weg ist. Er sucht im Augenblick den alten Weg seiner Heimat.
Schamanismus
Das Feuer brennt,
Das Wasser rennt,
Die Erde bebt,
Der Wind, er weht.
Die Wildnis stirbt,
Die Wildnis lebt.
Kinderreim
Der Schamanismus der Frostwölfe basiert auf dem Glauben, dass alles aus den Geistern von Feuer, Wasser, Erde, Luft und dem Geist der Wildnis besteht. Ein Schamane bezieht seine Macht von den Geistern, indem er sie bittet. Dabei weisen die Geister verschiedene Charakteristika auf. Das Feuer ist chaotisch und zerstörerisch, das Wasser ruhig und geregelt, die Erde träge und schwer und die Luft leicht und verspielt.
Der Geist der Wildnis, der sowohl Leben als auch Tod symbolisiert, ist der mächtigste der fünf Geister und antwortet nur selten auf den Ruf eines Schamanen. Seine Präsenz ist erdrückend und man kann nie voraussagen, wie er reagieren wird, denn niemand weiß, wie das Gleichgewicht ist, die der Geist der Wildnis wahrt.

