Geschichte
Aus Die herzliche Rollenspielwiki
Wie alles begann
Kapitel 1 - Die acht Geschwister
Als die Zeit begann, gebahr sie acht Sterne. Der erste leuchtete in majestätischem Gold.
Der zweite glühte sanft und weiß. Der dritte
erstrahlte silbern. Der vierte hüllte sich in grauen Nebel.
Der fünfte war blau und strahlend. Der sechste flackerte wild und rot. Der siebte
war von rasendem Purpur. Der achte brannte in stechendem Grün.
Die Sterne waren Geschwister. Sie neckten sich, sprachen miteinander und spendenten sich Trost.
Kapitel 2 - Die Geburt der Welt
Bald aber wurde es einigen langweilig, andere fürchteten sich in der ewigen Dunkelheit. Der goldene Stern, der älteste der
Geschwister, dessen Name Aspero war, sorgte sich um seine Brüder und Schwestern.
Er sprach zu ihnen: "Das Dunkel soll dem Glanz der Sterne weichen."
Und Aspero sprach weiter: "Lasst uns Leben bringen und schützen."
Und er sprach ein drittes mal: "So wie die Zeit einst uns gebahr."
Die anderen Sterne stimmten ihrem älteren Bruder zu. Sie erschufen Pferde, auf dass sie schneller
reisen konnten. So wurden sie zu den göttlichen Reitern.
Aspero, der goldene Reiter, stampfte mit mit den Hufen seines Pferdes das Nichts, bis er die Welt
geformt hatte.
Die weiße Reiterin, deren Name Enora war, nahm Erde und Sand, ritt hernieder, formte die Menschen, Tiere und Pflanzen und schenkte ihnen das Leben.
Der silberne Reiter, dessen Name Siskoris war, zog geschwind durch die Welt und gab den Menschen die Lebenslust, das Lachen und die Freude.
Der graue Reiter, dessen Name XXX war, ritt heran und gab ihnen Klugheit, auf dass sie Städte bauen und ihre Gesellschaft formen konnten.
Die blaue Reiterin, dessen Name XXX war, flog auf seinem Pferd weite Strecken, um den Himmel, die Winde und das Meer zu erschaffen.
Die rote Reiterin, deren Name XXX war, schenkte den Menschen Feuer, Stärke und auch den Zorn, auf dass sie den Frevel an den Reitern ahnden konnten.
Der purpurne Reiter, dessen Name Turas war, erhob einige der Menschen, die er für die besten hielt, über die anderen. Denn wenn die Besten herrschen, dient das dem Wohle aller.
Die grüne Reiterin, deren Name XXX war, schenkte ihnen List und Tücke, denn die Stärke allein reicht nicht aus, um sich zu schützen und zu behaupten.
Aspero selbst schwang sich zum Himmel emport, um von nun an als Sonne zu scheinen und zu leuchten.
So ward die Welt und die Menschen lebten glücklich und fromm auf ihr unter dem Schutz der Reiter.
Kapitel 3 - Der neunte Reiter
Doch eines Tages wurde der Himmel plötzlich schwarz und Asperos güldenes Antlitz verdunkelte sich. Zum erste mal sahen die Menschen eine sternenlose Nacht und sie fürchteten sich. Ein neunter Reiter war erschienen. Es war XXX, der schwarze Reiter. Er war das verlorene Kind, der letzte Bruder. Seine Schwestern und Brüder hatten ihn niemals gesehen. Denn er schien nicht. Und weil er seit dem Beginn aller Tage allein war, war sein Herz von Bosheit erfüllt und er zürnte. Auch war er eifersüchtig, denn alle seine Geschwister waren Teil der neu erschaffenen Welt. Deswegen beschloss XXX, sich zu nehmen, was ihm nicht zustand. Er verdarb die Herzen schwacher Menschen. Er suchte eigene Sphären der Macht und erschuf das kranke Leben nach dem Leben - die Untoten. Er verhexte die grüne Reiterin, auf das von nun an der Wahnsinn in ihrem Herzen wohnte. Er zog den purpurnen Reiter auf seine Seite mit Versprechungen von Macht und Reichtum. Apero trat seinem Bruder entgegen. Sie kämpften und Apserio vertrieb die Dunkelheit. Doch während der göttlichen Schlacht schleuderte der schwarze Reiter seinen Bruder Asperio, die göttliche Sonne, ein Stück tiefer in die Dunkelheit. Seit dem dauert das Jahr drei Tage länger. Der schwarze Reiter nahm sich diese drei Tage. In jedem Winter bringt diese schwarzen Stunden den Menschen Finstenis und Angst.
Seit jener Zeit ist die Welt ein gefährlicher Ort geworden und die göttlichen Geschwister, die Reiter, die Sterne, stehen sich in
Feinschaft und Rivalität gegenüber.
- Aus: Das goldene Buch - die heiligen Schriften der Kirche Asperos
Die Zeit der wilden Ahnen
Wenig ist bekannt über jene Zeit, nachdem die Götter, so es die Sage will, die Welt formten. Die Menschen Estariens nennen diesen Teil der Geschichte gemeinhin die "Zeit der wilden Ahnen." Altvordere Königreiche der Menschen, Elfen und Zwerge erhoben sich und zerfielen wieder zu Staub, so wie beispielsweise das sagenumwobene alte Reich von Elo, das sich über den gesamten Nordwesten Aravniens und die südlichen Inseln Estariens erstreckt haben soll. Aus dieser Zeit sind viele Ruinen geblieben, aber wenige Aufzeichnungen. Die Menschen scheinen damals nicht viel von der Schrift gehalten zu haben oder vielleicht haben sie auch einfach nur auf vergängliche Materialien geschrieben, die schon längst zerfallen sind. Teile der Geschichte sind in den steinernen Hallen des großen Steinzeltes bei Draksas in die Wände gemeißelt. Auch die Elfen Estavignons haben noch Aufzeichnungen, welche die Zeit überdauerten. Die ältesten Geschichten reichen etwa bis in das Jahr 15.000 v.AF zurück und es sind größtenteils religiöse Texte, die den Beginn der Welt aus Sicht des jeweiligen Volkes beschreiben. Um 10.000 v.AF scheint es auf der bekannten Welt fünf große Reiche gegeben zu habe. Im Westen Estariens gab es ein mächtiges elfisches Reich hoher Kultur namens Iboléth. Im Südosten lebten die Zwerge von Draksas schon damals in ihren Hallen aus Stein. Der Norden Aravniens und die südlichen Inseln Estariens gehörten den Menschen des Elo-Reiches, wie die heutigen Bewohner diese Region, beispielsweise in Al'Aman und der Aravni, waren sie von dunkler Hautfarbe.

