Leif Wolfsauge, menschlicher Stammeskrieger/Fährtensucher

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Inhaltsverzeichnis

Biographie

Kindheit

Es ist schon wieder viel zu früh, als Mama mich weckt. Die Sonne ist nichtmal aufgegangen und es ist kalt. Also muss ich auch noch die blöde dicke Felljacke anziehen, die immer so krazt. Aber Mama ist da unnachgiebig, also mache ich leiber, was sie sagt. Wie immer darf ich als ältester Sohn den Wassereiner hohlen. Soll den doch Papa schleppen, der ist wenigstens stark genug. Danach würge ich eine kleine Schüssel Haferkleie herunter. Immerhin gibt es heute einen Apfel dazu. Dann nimmt mich Papa mit, dass wir uns um die Tiere kümmern. Die Pferde versorgen heute andere. Bei den Schafen und ziegen ist es auch langweilig. Das leben hier im Stamm ist wirklich nicht besonders aufregend, besonders als Kind. Als mann darf man Kämpfen, Frauen rauben und Pferde reiten. Als Junge darf man schuften, tagein tagaus.

Nach dem Versorgen der Tiere gehen Papa und ich in's Lager zurück. Mal schauen, was es heute zu tun gibt. Papa geht zu Urth, unserem Häutpling und Brans Vater. Ich darf ein wenig mit Ronand und Bran spielen. Wir toben über den Lagerplatz und Ringen, bis Papa wiederkommt. Er nimmt mich mit zu unserem Zelt. Was wohl nu nwieder auf mich wartet? "Was machen wir heute, Papa?" frage ich. "Wir gehen heute ein paar Pferde verkaufen." Oh je, dann ist Papa den ganzen Tag weg. "Willst Du mitkommen?" fragt er plötzlich. Natürlich will ich! "Ja. Gerne, Papa." ich freue mich, endlich darf ich mal mit den Männern. Bald bin ich auch ein Mann! Wir packen schnell unsere Sachen und dan ngeht es auch schon los. Mama gibt mir noch ein Brot mit, als Mittagessen. Ich esse es heimlich gleich, ich habe viel zuviel Hunger. Das Frühstück war wieder viel zu wenig.

Wir dürfen sogar reiten, Papa hat mich vor sich auf dem Schoß. Es tut weh am Popo, so toll ist das Reiten gar nicht. Aber wir sind ganz schnell, wie der Wind. papa hält mich gut fest und bald sind wir in einer Siedlung angekommen. Dort gibt es einen kleinen total überfüllten Platz in der Mitte, Papa mennt ihn Marktplatz. Dort ist alles voll it Ständen und Pferchen, alle schieben und drängen, brüllen und rufen. papa erklärt, dass sie alle etwas verkaufen wollen und das man handeln muss. Papa gibt einem Mann Geld, der uns dann sagt, wo wir uns hinstellen müssen. Sowas gibt es zu hause nicht. Da darf jeder machen, er will. Papa meint, hier darf man nur mitmachen, wenn man sich an die Regeln hält. Anscheinend ist der Mann, der uns den Platz gezeigt hat die Mama von dem "Marktplatz". Die anderen vom Stamm, die mitgekommen sind, stellen die Pferde auf und bürsten ein bisschen den Dreck vom Ritt ab. Jetzt wird es langweilig. ich stehe herum und gucke den Männern zu. Am Anfang war es interessant zuzugucken, wie die Männer handeln und so, aber nach dme dirtten Mal passiert doch imemr dasselbe. Ich gucke unsere Pferde an und langweile mich. "Hey Du! Bist Du neu hier?" ich drehe mich um und sehe einen zerzausten Jungen, von Straßenstaub bedeckt am Rande unseres Pferches stehen. Er schaut mich aus kleinen Augen an. "Was willst Du?" frage ich ihn. "Bist du nun von hier oder gehörst Du zu dne Pferdeleuten?" Pferdeleute? Den Namen habe ich noch nie gehört. Aber wie nennen wir uns eigentlich? Muss ich Papa fragen. "Ja, das da ist mein Papa." Ich zeige auf Papa. "Willst Du spielen?" "Klar, aber ich darf hier nicht weg." "Dann spielen wir halt hier, meine Papa läßt mich weg." "Wie heißt Du denn?" "ich bin Blath. Und Du?" "Leif." Wir jagen ein wenig rum und ringen im Staub zwischen den Pferden. So geht der Tag viel schneller rum, auch wenn Papa ab un zu schimpft, wir sollen die Pferde nicht wild machen.

Als es später wird, holt Papa mich ab. Er guckt nicht sehr glücklich. Ich verabschiede mich von Blath.Wir reiten wieder zurück. Ich bin müde und mein Popo tut wieder weh. Ich frage Papa noch, wie wir denn nun heißen. "Das weißt Du doch. Ich heiße Pferdemann und Mama auch. Und du mußt Dir deinen Namen bei der Prüfung verdienen", sagt er. "Ja, das weiss ich. Aber ich meine wir alle, der Stamm. Wir heißt der Stamm?" "Hm...", überlegt Papa, "wir geben uns keinen Namen, warum auch? Wir wissen ja, wer wir sind. Aber die Leute am Markt nennen uns meist nur die "Pferdleute", weil uns unsere Pferde so wichtig sind." Ja, den Eindruck hab ich auch, Blath hat uns ja auch so genannt. Jetzt würde ich gerne schlafen, aber auf so einem Pferd kann kein Mensch schlafen. Es wackelt, schaukelt und rucket dauernd. Nachdem mein Popo fast durchgescheuert ist, kommen wir zu Hause an. Ich gehe gleich zum Essen, ich bin fast verhungert. Danach gehe ich gleich ins Bett, auch wenn Ronand und Bran wissen wollen, wie es war. ich höre gerade noch, wie Papa Mama erzählt, dass es nicht viel Geld für die Pferde gab. Also gibt es morgen auch wieder zu wenig zum Frühstück.

Ich werde noch öfter mit zum Markt gehen und mit Blath ringen. Mit Ronand und Bran übe ich fleißig, damit ich ihn schlage.


Drei Prüfungen zum Mann

Ich erwache früh. Draußen ist es dunkel, alles ist still. na ja, nicht ganz. Papa schnarcht wie ein Holzfäller, aber das höre ich es schon fast nicht mehr. Heute ist der große Tag für mich. Und auch für Ronand und Bran. Wir haben heute unsere Prüfung. Bran muss sich sicherlich wenig Sorgen machen und schläft noch wie ein Baby. Sein Vater Häuptling und er wird die Prüfung sicher locker schaffen. Aber Ronand und ich müssen uns wirklich Mühe geben. Ich kann sowieso nicht mehr schlafen und stehe auf. Der Tag lastet wie Blei auf meinen Schultern. Wir müssen gegen ein Pony im Wettrennen antreten. Jeder gegen dasselbe. Bran muss sicher als letzer ran, wenn das Pony müde ist. Das Pony wird von dne Ältesten und dem Häutpling bestimmt. Dann müssen wir im Kampf antreten. Jeder darf wählen, mit welcher Waffe er kämpfen will. Axt, Schwert, Bogen, Wurfaxt, Speer oder ohen Waffe im Ringkampf. Es sind natürlich alles stumpfe Waffen, es soll niemand sterben. Ich werde aber sowieso im Ringkampf antreten, Ronand mit der Axt und Bran mit dem Schwert. Wir müssen gegen den besten des Stammes mit der jeweiligen Waffe kämpfen. Wir müssen nicht gewinnen, aber wir müssen gut sein. Wer schnell verliert hat die Prüfung nicht geschafft. Nach der Prüfung entscheiden der Häuptling, der Gegner und die Ältesten - das "Gericht" -, ob wir bestanden haben. Haben wir bestanden, gilt es als letztes 3 Tage alleine in der Wildnis zu überleben. Wir bekommen einen Dolch und unser Gegner vom Kampf beleitet uns. Am Ende führt er uns mit verbundenen Augen an einen unbekannte Ort und reitet von dannen. Er wird seine Spuren verwischen und wir müssen heim finden. Meist sind wir über einen Tag von unserem Lager entfernt und kennen die Gegend nicht.

Nach einem wie immer zu mageren Frühstück und einer endlosen Zeit des Wartens, beginnen die 3 Prüfungen. Ich kämpfe gegen Darvin, ein windiger aber starker Kämpfer. Natürlich verliere ich, aber es ist sehr sehr knapp. Der Kampf hat eine Stunde gedauert. Ich bin fix und fertig, doch das Traning mit Blarth hat sich bezahlt gemacht. Aber das Gericht läßt mich bestehen. Ronand kämpft gegen Urth selbst. Unser Häutpling ist ein fürchterlicher Axtkämpfer. Ronand kann nicht gewinnen, schlägt sich aber tapfer. Auch er hat bestanden. Bran muss gegen Grim antreten. Ich glaube ja, dass mein Vater ein besserer Schwertkämpfer ist, immerhin hat er mich unterrichtet, aber so ist es nunmal. Urth ist nunmal der Häuptling. Bran verliert auch im letzten Moment, es gewinnt sehr selten der Herausforderer, aber er besteht natürlich. Dann kommt das Wettrennen. Ronand und ich haben viel geübt. Die Ponies rennen ohne Reiter und brauchen immer ein wenig, bis sie wissen, dass es ein Wettrennen ist. Das ist die einzige Chance, die wir haben. Ronand gelingt es gut einen Vorsprung zu bekommen und er kann sich gerade so vor dem Pferd in's Ziel hechten. Geschafft! Dann bin ich dran. Ich spurte los wie ein wilder. Das Pferd scheint etwas länger zu brauchen, vielleicht ist es von Ronands Lauf müde. Ich gewinne und darf auc hdie letzte Prüfung antreten. Bran gewinnt sein rennen zielich locker, aber er war immer ein guter Läufer. Und er darf als Letzter antreten, das Pony hat sicher keine Lust mehr gehabt.

Wir sind hundemüde nach diesem Tag. Als es Abend wird bekommen wir unseren Dolch und werden mit unseren Gegnern im Kampf fortgeschickt. Die Gegner führen uns weit weg vom Lager, wo wir uns kaum auskennen. Es ist nicht ganz einfach Plätze zu finden, an denen wir noch nicht gelagert haben, aber darum wird die Prüfung immer im Sommer gemacht, wo es im Norden Gebiete gibt, in die wir fast nie gehen. Es werden 3 knallharte Tage, aber wir sind das Hungern gewöhnt. Unser Begleiter hat für sich natürlich Proviant und ein Zelt, er reitet auch. Er hat es einfach während er uns beobachtet und beurteilt. doch wenn man nicht schummelt und lebendig ins Lager kommt, besteht man immer. Ich kann mich irgendwie durchschlagen, bin aber hungrig wie ein Bär und müde. Das Fährtenlesen wird nicht einfach werden, Darvin ist ein guter Jäger. Er verwischt seine Spuren, legt falsche Fährten, selbst sein Pferd läßt er zurück und alleine heim finden. Aber die alte Cefrey, unsere beste Jägerin hat mich viel gelernt. Ich finde die Spur und komme nach anderthalb Tagen zurück ins Lager. Meine Eltern empfangen mich glücklich und gratulieren mir. Kurz nach mit kommt Bran ins Lager. Einige Stunden später kommt Ronand heran gestolpert. Wir haben es alle geschafft. Jetzt sind wie Männer! Wir dürfen kämpfen, reiten und eine Frau rauben. Na gut, nur wenn die Ältesten uns ein Pferd geben, denn ohne darf man nicht rauben gehen und eigentlich ist es sowieso kein Raub. Früher wurden noch echte Raubzüge für Frauen unternommen, bei dem auch gekämpft wurde und Leute starben. Aber mit wütenden Frauen macht das Leben auch keinen Spaß und sie sind auch keine schlechten Kämpfer und wichtig für den Stamm. Darum wird nun vorher abgesprochen, wer wen rauben darf. Das machen die Häuptlinge untereinander. man muss sich also mit dem Häuptling gut stellen. Arm sind die, die durch die Prüfung fallen. Sie dürfen nicht reiten und keien Frauen rauben. Sie müssen diejenigen aus unserem Stamm nehmen, die nicht geraubt werden. Kein schönes los. Kämpfen müssen sie trotzdme für den Stamm, wenn es nötig ist.

Nach den Prüfungen folgt die feierliche Zeremonie der Namensverleihung. Ein jeder wird nach seinen besten Taten benannt. Mich nennt man fortan "Wolfsauge", weil ich gut Spuren gelesen habe. Ronand wird "Starkarm" getauft, auf Grund seiner Axtkünste. Bran heißt nun "Schnellfuß", da er so gut gerannt ist. Das alles feiern wir bis in die Nacht hinein. Ein schöner Tag und ich habe auch schon eine Ahnung, wen ich rauben werden. Ceidil vom Hügelvolk, einem Stamm, der schon seit Urzeiten in den Kaluen lebt, ist wunderschön und sie scheint auch an mir interessiert zu sein. Ronand meint zwar, sie ist eine Zicke, aber das ist seine Meinung. Soll er sich eine andere suchen.


Das Schicksal

So langsam wird es wirklich Herbst. Die ersten Bäume tragen die Farben des Herbstes und es wird kälter. Trotzdem sollte ich heute Nacht kein Feuer machen, auch wenn Rigo es mir nicht danken wird. Der Kleine freut sich jedesmal, wenn er am Feuer schlafen kann. Eigentlich ist er eine ziemliche Frostbeule für einen Hund, aber wer weiss, was er schon alles miterlebt hat, obwohl er erst 2 Jahre ist. Er legt sich wieder zu mir unter die Winterdecke, nachdem wir ein bisschen was gegessen haben. Wer hätte vor ein paar Wochen noch gedacht, dass ich jetzt hier sitzen sollte.

Eigentlich wollte ich Ceidil nun endlich rauben, aber ich traute mich noch nicht so recht, nach einem Pferd für dne Raub zu fragen. Aber Bran hatte auch ein Auge sie gewworfen, wie mir heute auffällt. Er fragte zuerst beim Rat der Alten an und als Häuptlingssohn bekam er natürlich ein Pferd, ein teures Schwert und eine gute Rüstung. Ich hätte mich in den Arsch beißen können, aber ich war zu spät. Ich lief in der nächsten Nacht zu Ceidils Stamm erzählte ihr, was Bran plante. Ich wollte sie überzeugen sich nicht rauben zu lassen. Doch sie lachte mich aus. Wie könne sie sich einen Häuptlingssohn entgehen lassen und dergleichen mehr. Ich fiel aus allen Wolken, ich dachte, sie wollte nur mich. Wie ein geprügelter Hund schlich ich heim. Am nächsten Tag waren wir auf dem Markt, mal wieder Pferde verkaufen. Dort traf ich Blath, der mittlerweile Anführer einer kleinen Truppe komischer Gesellen war. Er kannte unsere Sitten bezüglich des Frauenraubes, ich hatte ihm davon erzählt. Ich erzählte ihm in meiner Wut auch von Ceidil und Brans Raub. Wie mir später bewußt wurde, fragte er mich ganz geschickt aus und ich erzählte mehr als ich wollte. Als Bran, Ronand und ich klein waren, fanden wir einen sehr versteckten Weg, der sich nun gut für den Raub von Ceidil eignen sollte. Auch davon erzählte ich, nicht ahnend, welche Konsequenzen das haben sollte.

Immerhin habe ich nun Rigo bei mir, er ist ein guter Begleiter und es macht die Tage etwas angenehmer. Es ist zur Zeit sowieso nicht allzu einfach, denn es sind immernoch viele Drachen am Himmel. Bislang habe ich zum Glück noch keinen direkt gesehen, aber die ständige Angst merkt man alles Reisenden an. Jeder wirkt, als würde er vor etwas fliehen. Irgendwie bin ich das auch, aber es ist doch viel mehr eine Jagd.

Am Morgen als Bran zurück kommen sollte, warteten wir vergebens auf ihn. Mittags gingen wir mit ein paar Leuten auf die Suche. Schließlich fanden wir sie. Bran und Ceidil lagen hinter einem umgefallenn Baum. Sie waren beide tot. Eine Welt brach zusammen. Urth, Brans Vater, war völlig neben sich. Wir mußten ihn mit 2 Mann stützen, um ihn zurück ins Löager zu bringen. Alle waren völlig neben sich und es herschte grenzenlose Trauer, auch bei mir. Aber ich war auch wütend. Wütend auf Blath und auf mich, dass ich das zugelassen hatte. Cefrey unsere alte Fährtenleserin sagte anhand der Spuren, dass Bran und Ceidil in wildem Galopp durch den Wald gejagt seien und vermutlich in der Grube der Wurzel des umgestürzten Baumen ist das Pferd gestolpert und hat die beiden abgeworfen. Dabei sind sie so unglücklich gefallen, dass beide starben. Die Jäger waren zu fünft, also keine Möglichkeit ihnen zu entkommen für Bran. Sie hatten auch nicht nur das Pferd, sondern auch Brans teure Ausrüstung geraubt. Bran wurde feierlich beigesetzt, doch Urth sollte nie wieder derselbe sein. Ceidil wurde an das Hügelvolk übergeben, doch von ihrem Stamm sollten wir so bald keine Frau mehr rauben dürfen.

Vielleicht sollte ich auch nachts weiter reiten, einen Gewaltmarsch unternehmen, um das Ziel meiner Jagd schneller einzuholen. Aber nach allem, was ich weiss, sind sie nicht mehr so wieter vor mir und das Risiko nachts in ihr Lager zu stolpern, ist mir zu groß. Ich muss sie kriegen, doch ich darf keinen Fehler machen. Ich bin ihnen seit 7 Tagen auf den Fersen, jetzt muss ich nur etwas Glück haben und sie alleine erwischen, dann sollten mir die letzten Erfolge auch noch gelingen.

Zwei Wochen später ging es mal wieder zu dem Marktflecken, in dem wir üblicherweise uach unsere Pferde verkauften. Ich hoffte Blath zu treffen, denn er war meist gut informiert über das Gerede der Leute. Vielleicht hatte er etwas gehört, was den Überfall auf Bran anging. Doch er lies sich nicht blicken. Ich fragte ein wenig herum, wo er zu finden sei. Beim örtlichen Heiler, den wir schon öfter um seine dienste baten, fand ich eine Antwort. Er erzählte, dass Blath mit 3 seiner Kumpel vor zwei Wochen bei ihm war. Sie ließen ein Pferd versorgen, dass sich den Knöchel verstaucht hatte. Ein gutes Pferd und es trug das Brandzeichen der Pferdeleute. Der Heiler hatte sich nichts dabei gedacht, immerhin hatten wir öfter Pferde in dem Ort verkauft. Mir schwahnte shcon übles, denn ich konnte mich an kein Pferd erinenrn, dass wir Blath verkauft hatten. Ich bohrte etwas nach und erfuhr auch, dass die Gruppe gan gut gelaunt gewesen sein, meinte sie wolle jetzt mit ihrem neuen Reichtum fort ziehen und woanders ein Auskommen suchen. Der Reichtum schien unter anderem in einem teuren Kettenhemd, dass Korf, ein Kumpel Blaths, trug. Aueßrdem seiten Styr und Tjore bei ihm gewesen. Das konnte nur eins bedeuten: Blath hatte die Informationen, die ich ihm aus Wut und im Vertrauen gesagt hatte gegen unseren Stamm benutzt und er war der Mörder von Bran und Ceidil! Er hat mich eiskalt ausgenutzt. Der Schmerz saß tief und auch Scham und wut gesellten sich dazu.

Eigentlich war die Jagd auf Blath und seine Bande bisher ein echter Erfolg. Meine Fähigkeiten als Spurenleser hatten mir nicht nur meinen Namen eingebracht, sondern haben mich auch nur selten die spur verfehlen lassen, der ich folge. Und so werde ich Bran rächen und hoffentlich die Nachsicht von Urth ernten. Halb unterbewußt strich ich wie so oft über die Narbe an meinem rechten Unterarm...

Ich konnte mit meinem schlechten Gewissen nach dem Gespräch mit Blath nicht lange leben. Es nagte an mir und ich wollte auch etwas tun um Bran zu rächen. Also bat ich Urth zwei Wochen später um Erlaubnis, den Tod von Bran zu rächen. Er gab sie mir. Von meiner Mitschuld erzählte ich keinem etwas, nicht einmal Ronand. Meine Eltern waren nicht gerade begeistert, aber sie konnten mich auch verstehen. Außerdem ahnte meine Mutter wohl schon, dass Ceidil auch mir etwas bedeutet hatte. Mein Vater schenkte mir sein Schwert. Eine etwas ältere aber vorzügliche Waffe. Ich ließ mir auch von der alten Cefrey ein paar Tips für die Jagd geben, im Fährtenlesen schlägt sie niemand. Ronand wünschte mir nich alles gute, leider ließ Urth ihn nicht gehen, um mich zu begleiten. Dann packte ich meine Sachen und zog los. Aber dem Marktflecken, indem wir immer unsere Pferde verkauften nahm ich seine Spur auf. Anfangs war es noch recht leicht ihnen zu folgen. Bis zur nächsten Stadt ging es ganz gut. Aber in der Stadt, diesem Reisenhaufen voller Menschen, alles so eng und durcheinander, verlor ich ihre Spur zunächst. Es war alles so ungewohnt hier, so eng und dreckig. Alles schrie, rief und eilte die Gassen entlang. Ich wu0ßte nicht, wie ich hier weiterkommen sollte. Ich fand jedoch einen Tempel von Tempus, unserem Gottvater. Dort betete ich und vergoss ein paar Tropfen Blut indem ich mir in den Arm schnitt. Ich war verzweifelt, ob meiner Schuld und des Verlustes für den Stamm. Ich betete zu Tempus, er solle mein Auge leiten und mir den Weg aus diesem Gewühl in die Richtung, in die Blath floh zeigen. Zur Sicherheit wolltei ch auch noch zum Himmelspferd beten, doch diese Stadt erschien mir unseres Totems für unwürdig. Also verlies ich die Stadt durch ein kleines Tor und suchte den Schatten vo nein paar Bäumen. Dort opferte ich etwas Fleisch und betete. Und die Götter sollten mir beistehen. Als ich mein Gebet beendete sah ich 2 Bauern mit ihrem kleinen Eselskarren auf einem Trampelpfad zu dem Tor kommen. Ich versuchte mein Glück und fragte sie, ob sie Blaths Bande gesehen hatten. Zu meiner Freude hatten sie sie vor einem Tag auf einer Straße gesehen. Sie beschreiben mir wo. Ich bedanke mich und machte mich so schnell es ging auf den Weg. Ich jagte die Wege entlang, um den Tag aufzuholen.

Jetzt liege ich hier im Wald an einer Straße, auf der ich nie zuvor gereist bin neben einem Pferd und einem Hund als meinen einzigen Gefährten und starre in die Nacht. Ich friere, weil ich wegen der Drachen kein Feuer machen kann. Und alles was mir diese Reise bringt ist, dass ich sehe wieviel Schlechtes in der Welt außerhalb der Welt meiner Pferdeleute passiert. Ich denke, dass ich mir wirklich ein paar Gefährten suchen sollte, die mir bei meiner Jagd helfen können. Alleine wird es sehr schwierig Blath zu stellen. Und vielleicht kann ich dann, nach meiner Rache, mit ihnen weiterreisen und diese Welt zu einem besseren Ort machen. Wie die Helden aus den Geschichten der Alten. Ob deren Geschichten auch so begannen, nur erzählt es keiner, weil es peinlich ist?

Meine Jagd war nicht ohne Erfolg. Ich holte auf und war Balth, Styr, Korf und Tjore dicht auf den Fersen. Eines Nachts, ich war schon 4 Tage auf Jagd, gelang es mir Korf alleine zu erwischen. Ich stellte ihn und das Schwert meines Vaters war mir treu. Er kämpfte bis zum Schluss, aber er starb trotzdem. Er trug die Rüstung Brans und ich nahm sie ihm. Außerdem nahm ich ihm das linke Ohr, als Beweis. Ich jagte weiter. Auch Styr konnte ich alleine Stellen und ich bekam einen Umhang, der wohl Ceidil gehört haben muss. Und ein weiteres linkes Ohr. Doch dafür sollten sich Tjore und Blath nie mehr allein irgendwohin wagen. Sie wußten, dass sie gejagt werden und flohen voller Angst immer weiter.

Morgen gegen abend sollte ich ein kleines Holzfällerdorf namens Quaervarr erreichen durch das Blath und Tjore vor einigen Tagen gekommen sind. Wenn ich Glück habe, verweilen sie dort ein wenig und vielleicht kann ich etwas aufholen, bis die Gelegenheit günstig ist. Doch ich sollte wirklich in dem Dorf nach ein paar Abenteurern Ausschau halten, die mich belgeiten wollen. Vielleicht tun sie es ja, wenn ich ihnen im Anschluss meine Hilfe anbiete.

Die Pferdeleute

Die Pferdleute sind ein armer Stamm, der in den Klauen zwischen den Silbermarken und der Anauroch lebt. Sie leben von ein paar Ziegen und Schafen, mit denen sie durch das Land ziehen. Sie leben nomadisch und sind ein kleienr Stamm, kaum 50 Leute groß. Sie hängen, wie einige andere Stämme der Gegend, der Tradition des Frauenraubs an, bei dem der Freier die Frau von einem anderen Stamm raubt. mittlerweile ist so etwas aber immer zwischen den Häuptlingen abgesprochen und manchmal werden uach Geschenke ausgetauscht. Der Freier muss seinen Wohlstand beim Raub zeigen, z.B. durch prachtvolle Ausrüstung oder ein gutes Pferd, auf dem er geritten kommt. Die Pferdeleute haben vor langer Zeit mit der Pferdezucht begonnen, konnten aber bisher noch keine großen Erfolge erziehlen, da sie so arm sind, dass sie oft gute Pferde verkaufen müssen. Es stellt sich nur ganz langsam etwas Erfolg ein. Ihre Pferde haben jedoch einen sehr großen Wert bei ihnen, was ihnen den jetzigen Namen einbrachte. Die Pferdeleute sind jedoch, wie alle Barbarenstämme, gute Krieger. Ein jeder Erwachsene ist in mindestens einer Waffenart gut geschult.

Die Pferdeluete glauben an das Himmelspferd, eine Abwandlung von Uthgars Himmelspony. Dies könnte drauf hindeuten, dass die Pferdeleute früher zu den Uthgart Barbaren gehört haben. Darüber ist aber nichts genaues bekannt. Sie verehren auch Uthgar und Tempus.

Blaths Bande

Blath reitet das Pferd von Bran, das er ihm geraubt hat. Tjore trägt Brans Schwert. Das sind die letzten beiden bekannten wichtigen Gegestände, die sie geraubt haben. Sie erreichen Quaervarr am selben Tag wie Leif, aber früher als er. Alles weitere ist bisher unbekannt.

Charakterdetails

Gesinnung: Chaotisch Gut. Leif ist zwar derzeit sehr aggressiv auf Jagd, glaubt aber grundsätzlich an das Gute und verhindert Böses. Aber seine barbarische Herkunft spiegelt sich in ihm wieder. Er hat keine üblichen Umgangsformen und ist im Umgang mit der Zivilisation sehr zurückhalten. Er hat eine "Der Zweck heiligt die Mittel"-Einstellung, die aber Grenzen kennt. Der Tod guter Menschen ist so eine Grenze.

Kampf: Leif meidet den Kampf nicht, es ist eine gute Chance sich zu beweisen. Aber ein mehr oder wneiger Ggrundloser Kampf mit tödlichen Waffen ist nicht seine Art, aber Kneipenschlägereien sind ja nicht mit tödlichen Waffen. jedenfalls nicht von Leifs Seite.

Religion: Ein Gebet zum rechten Zeitpunkt kann helfen, ist aber kein Muss. Aber in der Stadt mal in einen Tempel zu schauen, schadet sicherlich nicht. Allerdings steht dem (noch) sein gespaltenes Verhältnis zu Zivilisaton entgegen.

Zivilisation/Städte: Schlafen im Bett ist unbequem, Leif ist härteres gewohnt und schläft lieber auf dem Boden. Schlafsaal ist auch nicht seins, da es ihm ungewohtn ist, so nah mit sovielen Fremden zu sein. Städte sind ihm zu eng und zu dreckig, er geht nicht gerne dorting. Kleine Siedlungen sind in Ordnung. Tavernen sind notwendigerweise geduldet, da man in der Stadt nicht jagen kann und auf der Straße essen ist weder gern gesehen noch angenehm oder sauber. wohl fühlt er sich in keiner zivilisierten Umgebung, er zieht die Natur in jedem Fall vor. Reisewege mit Tavernen auf Tagesentfernung werden ein interessanter Fall.

Reiseverhalten: Leif ist ein gute Scout, macht das auch gerne. er reist in leichter Rüstung und reitet möglichst viel. Er führt die Gruppe gerne. Gibt es mehrere Scouts kann man das Scouten gemeinschaftlich entscheiden.

Lagerverhalten. Leif kocht, wenn es sonst keiner gerne macht. Er nimmt jede Wache und hat als Zusatzwache seinen Wachhund. Er lagert höchstens unter eine Ölplane, besitzt aber kein Zelt.

Sozialverhalten: Leif steht zu seinen Freunden und verteidigt sie. Fremden gegenüber ist er zwar oberflächlich relativ aufgeschlossen, mehr gibt er aber erst nach einiger Zeit preis, wie es sich ergibt. Was er keinem erzählt ist, was er mit Brans tod zu tun hat.

Ziele: Blath zur Strecke zu bringen und zu töten. Ansonsten das Wohlergehen des Stammes. Mehr bisher nicht.

Kleidungsstil: Leif kleidet sich in gedeckten Farben: Leder, braun, grün, auf der jgd meist dunkel, um sich bessser zu tarnen.

Tiere: Leif mag Tiere und ist um sie und ihr Wohlergehen bemüht. Er hilft Tieren in Not und versorgt sie gut.


Rigo

Leif hat Rigo in den ersten Tagen seiner Jagd an einem Bauernhof gefunden. Leif kam gerade vorbei als der Bauer Rigo schlug, obwohl er noch sehr jung war und völlig verstört und ängstlich vor dem Bauern fliehen wollte. Leif schlug den Bauern bewußtlos und nahm Rigo einfach mit. Er konnte nicht dulden, dass so ein Tierquäler den Hund so behandelte. Er hat Rigo seitdem aufgepäppelt und versucht ihm die Angst zu nehmen, was ihm auch einigermaßen gelangt. Rigo war noch nicht lange im Besitz des Bauers. Manchmal ist Rigo noch ängstlich, besonders, wenn man schnell auf ihn zu geht. Er ist ein ausgebildeter Wachhund und schlägt Alarm, kommt es aber zum Kampf, zieht er sich gerne zurück. Aber er flieht nicht, wenn Leif im Kmapf ist.

Rigo kann folgende Tricks: Komm, Verteidige, Aus, Bewache, Bleib (Come, Defend, Down, Guard, Stay)

Möge Rigo in die Hallen Uthgards einziehen, er war sehr tapfer, doch er starb gegen Ende des Eleint bei dem Angriff eines jungen grünen Drachen in den Wäldern um Quervarr. Der Drachenzorn hat in ihm ein weiteres Opfer gefunden.

Zitate

"*Spuckt in die Hand und hält sie dem Gegenüber hin* Haben wir einen Handel?"

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