Moriana
Aus Die herzliche Rollenspielwiki
Moriana ist ein Sonderling unter den Zwergen. Aber was sie von den anderen Zwergen trennt, macht sie auch gleichzeitig stark genug damit umgehen zu können. Sie ist eine der seltenen zwergischen Druiden. Eine Sommerdruidin.
Morianas Vorfahren, der Zwergenclan der Steinbeisser, zu dem auch Tharin Knochenbrecher gehört, lebt schon seit Jahrhunderten in der Heimgaard. Und darunter. Kaum ein Zwerg hält es aus irgendwo rumzuhocken und kein Loch zu buddeln. Außer Moriana. Die Zwergen wohnen in Häusern mit engen Straßen, überall wird gewerkelt, gehämmert, getan und gemacht. Unterirdisch dasselbe nochmal, aber noch enger, recht dunkel und stickig. Seit sie zurück denken kann, gefiel ihr das alles nicht. Es fühlte sich irgendwie falsch und nicht richtig für sie an. Während sie zur Frau heranreifte wurde sie von einer merkwürdigen Sehnsucht gepackt. Einer Art des Fernwehs. Etwas was Zwerge sonst nicht wirklich kennen. Sie packte ihre Siebensachen zusammen und schaute, was die Welt da draußen noch zu bieten hat. Sie ist aus der Stadt raus, durch die Felder. Es war, als wenn eine Last von ihr abfiel. Rund um Heimgaard gibt's ne Menge Wald. Zu Fuß war er in ein paar Tagen zu erreichen. Als gut ausgebildete Zwergin fand sie unterwegs auch gut mal einen Gelgenheitsjob um sich Essen und Unterkunft kaufen zu können. Hier gefiel es ihr viel besser als in der Stadt.
Sie verbrachte ein paar Jahre im Wald, lebte von dem was sie gefunden hat und fing an zu den Naturgöttern zu beten. Und so hat sich irgendwann ihr Weg herausgebildet, der Weg einer Druidin. Ein Jahr später fand sie einen Begleiter, einen Bären, und zog von da an mit ihm durch die Wälder.
Die Frage nach ihrem zu Hause stellte sich für sie gar nicht. Nur manchmal in kalten Winternächten dachte sie an ihre Clangenossen. An all die Zwerge und irgendwie vermisste sie sie doch ein wenig.
Eines Tages dann traf sie auf eine Gruppe Zwerge, die da irgendwo tief im Wald auf einem kleineren Weg unterwegs waren. Steinbeisser, dass hat sie gleich gesehen. Sie wurden von einem merkwürdigen, magisch veränderten Tier angegriffen, einem noch jungen Eulenbären. Sie zögerte nicht lange und hat ihnen geholfen den Eulenbären zu vertreiben. Schließlich waren es Zwergenbrüder und womöglich hätte der Eulenbär noch verletzt werden können.
Die Zwerge wollten ihr dann unbedingt eine Belohnung andrehen. Nach ewigen hin und her, willigte sie schließlich ein die Zwerge zurück zur Stadt zu begleiten, so könnte sie immerhin ihre Familie einmal wiedersehen und zeigen, dass sie etwas erreicht hatte und ihren Weg trotz Allem gefunden hat. Auch konnte sie so sicher gehen, dass die Zwerge aus ihrem Wald verschwinden würden. Sie wollten nämlich nicht so recht damit rausrücken, was sie dort überhaupt gewollt haben. Sie hatte das Gefühl, dass sie ihr nicht so recht die ganze Wahrheit erzählt haben, aber sie konnte sie nicht überreden ihr alles zu erzählen.
In Heimgaard angekommen, hat man sie erst etwas skeptisch betrachtet, aber nachdem man erfahren hatte, was sie getan hat, wurde sie zumindest respektiert. Moriana versuchte auch in der Stadt zu erfahren, was die Zwerge den überhaupt in ihrem Wald gewollt haben. Aber auch bei den Zwergen in der Stadt hatte sie nicht viel mehr Glück. Nur, dass sie irgendwelche Waren besorgen sollten, konnte sie heraus bekommen. Scheint aber nichts großes zu sein, denn Kisten und Säcke hatten sie keine dabei. Stattgefunden hat das Ganze im Wald im Nordosten von Heimgaard. Da wo auch der Turm eines alter Magierorden "Die Hüter Mimirs", die Wissen hüten, eine große Bibliothek haben und magische Experimente durchführen, steht. Die sind da recht eigenbrötlerisch, sind aber bei den Königen von Heimgaard gut genug gelitten um ab und zu am Hof aufzutauchen. In der Stadt lassen sie sich aber normalerweise nicht blicken. In Heimgaard packte Moriana dann die Neugier und Sehnsucht nach Bäumen und sie besuchte den Druidenhain. Dort stellte sie fest, dass dort tatsächlich ein Druide lebt. Das war einer der Gründe, warum sie auch nicht, wie eigentlich geplant, gleich wieder abreiste. Sie lernte den Druiden kennen und beim Fachsimpeln über Erdqualitäten und Wuchszeiten hat man sich gut verstanden. Er war ein Mensch, auch Sommerdruide. Irgendwann offenbarte er Moriana dann, dass er fühlt, dass seine Zeit zu Ende geht und er jemanden braucht, der diesen Hain beschützt. Gerade in letzter Zeit passiert es immer öfter, dass Leute Bäume fällen wollen, weil die Not in der Stadt größer geworden ist. Es kommt weniger Erz aus den Bergen, weniger Gold in die Stadt usw. Und da fällt es den Leuten trotz druidischen Schutzes schwer die Finger von dem Hain zu lassen. Und er war der Meinung, dass die Naturgötter Moriana aus eben diesem Zweck wieder zurück zur Stadt gelotst haben. Es würde auch erklären, warum sie den Eulenbär damals im Wald so einfach vertreiben konnte. Eigentlich sind das nämlich wilde Bestien und äußerst gefährliche Gegner. Während Moriana noch unschlüssig war, übertrug der Druide ihr einfach den Schutz des Hains und verstarb. Erschüttert hat sie der Tod nicht wirklich, den der Tod ist etwas normales und Bestandteil des ewige Kreislaufs der Natur. Es schien als würde sein Lebenswille und seine weltliche Hülle zerfallen, als er seinen geliebten Hain in guten Händen wusste. Und so kam Moriana zu der Verantwortung den Hain zu bewahren und zu schützen.
In den folgenden Wochen wurden die Stadtbewohner immer zudringlicher. Es schien dem König immer schlechter zu gehen, jedenfalls ging es der Stadt immer schlechter. Und gerade als es Moriana schon zuviel wurde und sie den König um eine Audienz bitten wollte um ihm ihr Leid zu klagen, da verstarb er einfach. Und hatte sie gedacht es wäre bis jetzt schon schlimm gewesen, so hatte sie sich sehr getäuscht. Das die Söhne des Königs nicht gekrönt werden konnten, vereinfachte die Lage nicht gerade. Moriana sah ihren schönen Hain schon nieder geholzt und ihre Aufgabe gescheitert. Als sie nicht mehr weiter wusste, schildertet sie ihre Befürchtungen schließlich der Clanführerin der Steinbeisser Theske Steinbeisser. Diese konnte mit den Befürchtungen um die Bäume zwar nicht wirklich viel anfangen, aber schließlich warst Moriana einer Zwergin aus ihre Clan und hatte sich schon um ihn verdient gemacht. Sie erklärte ihr, dass es noch einen Sohn gäbe und er bald versuchen würde den Thron zu besteigen. Dafür aber müsse er ein altes Ritual durchlaufen und mindestens eine Nacht in den Gewölben unter dem Palast überstehen. Die Clanführerin mache sich genauso Sorgen um das Reich und die damit eng verknüften Zwerge und hat deshalb schon einen ihrer besten Krieger, Scharführer Tharin Knochenbrecher, abgestellt den frischgebackenen Erbrpinzen zu unterstützen. Wenn Moriana wolle, könne sie auch versuchen Moriana dem König zur Begleiterin anzubieten. Sie habe schließlich ganz außergewöhnliche und nicht weit verbreitete Fähigkeiten und Wissen.
Die Berater des Prinzen waren von dem überraschenden Vorschlag sehr angetan und alles wurde entsprechend arrangiert. Der Hain wurde unter den Königlichen Schutz gestellt, was auch immer das momentan noch wert war und Moriana trat einer neuen Herausforderung entgegen.




