Selarion Abendstern
Aus Die herzliche Rollenspielwiki
Kurzbeschreibung
- Rasse: Mondelf
- Größe: 1,67m
- Haarfarbe: Silbrig Weiß
- Augenfarbe: Grün
- Gesinnung: Chaotisch gut
- Gottheit: Corellon Larethian
- Klassen: Barde/Kämpfer/Klingensänger
Biographie
Kindheit
Selarion wurde im Jahr der Verborgenen Wege (496 vor TZ) geboren und wuchs in einem kleinen Dorf des Elfenreiches Earlann tief im Hochwald auf. Er zeigte früh schon ein Talent für Musik und großes Interesse am Schwertkampf, und bald wurde ein aufstrebender Klingensänger mit dem Namen Kinshor Lautensturm auf den jungen Mondelfen aufmerksam. Das Potential des Jungen sehend, ließ Kinshor sich für einige Zeit in dem Dorf nieder und begann ihn in den Grundlagen des Kampfes und der Magie zu unterrichten. Beim Waffentraining war Selarion mit großem Eifer dabei war und alles was Kinshor ihm über Magie erzählte sog er föhrmlich in sich auf. Die geistigen Übungen die helfen sollten seinen Willen stärken und zu fokusieren, und die die Grundlage der Ausbildung zum Magier darstellten, mochte er jedoch überhaupt nicht. Viel lieber schlich er sich davon und lauschte den Geschichten und Liedern von Nirielle, einer Bardin, die im Dorf lebte. So kam es, dass Seldarion als Magier keine Fortschritte machte und Kinshor fing an zu zweifeln,ob aus dem Jungen jemals ein Klingensänger werden würde. Nirielle blieb dies nicht verborgen, sie war jedoch der Meinung, das Selarion mit der Magie der Barden besser zurecht kommen würde. Als sie mit Kinshor darüber sprach und anbot, Selarion zu unterrichten, sah Kinshor ein, dass aus dem Jungen niemals ein Magier werden würde, und er akzeptierte. So übernahm Nirielle in den nächsten Jahren die weitere Ausbildung, und Kinshor verließ das Dorf, um sich seinen anderen Aufgaben als Klingensänger zu widmen.
Ausbildung auf der Schneefeste
Unterwegs mit Meister Kinshor
Selarions Lehrmeister Kinshor wurde mit einer diplomatischen Mission in die fliegende Nesserstadt Quintassar beauftragt und Selarion sollte ihn begleiten um mehr über die Nesser zu lernen. Kinshor erklärte Selarion dass ein alter Freund von ihm inzwischem einen Sitz im Rat der Stadt hatte und er hoffte, dass dieser ihn in seinem Anliegen unterstützen würde. Der Flug mit dem elfischen Luftschiff Westwind war für Seldarion schon an sich ein Erlebnis, wurde aber vonQuintassar bei weitem übertroffen. Eine Insel aus Palästen, Türmen und Gärten in einem Meer aus Wolken. Nach dem Anlegen wurden die beiden von einem älteren Magier empfangen. Dieser umarmte Kinshor herzlich und stellte sich Selarion als Zahabir von Feuerrubin vor. Dies war der alte Freund und Ratsherr von dem Kinshor gesprochen hatte und zu dessen Anwesen nahe dem Stadtzentrum sie nun geführt wurden. Dort erwartete sie nicht nur ein Abendessen sondern auch Zahabirs Tochter, eine junge Magierin mit dem Namen Mirandra. Nachdem das Abendessen zunächst von etwas vergnügtem Smalltalk begleitet wurde, unterbrach Zahabir das Gespräch mit ernster Miene. "Kinshor mein Freund, ich muss dich um einen Gefallen bitten. Du kennst die Familie der Wendoos?" Kinshor nickte stumm, und Zahabir fuhr fort. "In letzter Zeit haben die Wendoos ihren Einfluss in der Stadt und im Rat immer weiter ausgeweitet. Gemeinsam mit einigen Getreuen versuche ich dies einzudämmen, aber es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis sie offen gegen mich vorgehen. Ich bitte dich daher, morgen nach der Ratsitzung Mirandra mit nach Earlann zu nehmen damit sie dort in Sicherheit ist." "Vater", brach es aus Mirandra heraus, "ich werde dich in dieser schweren Zeit nicht verlassen. Ich bin eine fähige Magierin und ich kann dir helfen und..." "Mein Kind, du hilfst mir am Besten, wenn du in Sicherheit bist und ich mich nicht um dich sorgen muss. Ich weiß, dass du eine fähige Magierin bist, schließlich habe ich dich selbst ausgebildet, aber Männern wie Brenadin Wendoo bist du einfach noch nicht gewachsen." Das restliche Abendessen über blieben alle stumm und in ihre eigenen Gedanken versunken. Nachdem die letzten Teller von den Dienern abgeräumt waren, sprach Zahabir zum ersten mal wieder. "Kinshor und ich werden wahrscheinlich noch ein bisschen über alte Zeiten plaudern. Selarion, was hällst du davon, wenn Mirandra statt dessen noch etwas die Gärten zeigt? Sie sind eine echte Sehenswürdigkeit. Mit einem Lächeln und in Richtung Mirandra blickend entgegnete Selarion: "Nun, wenn ich die Wahl zwischen Kinshor alten Geschichten und den Sehenswürdigkeiten dieses Anwesens habe, fällt die Entscheidung nicht schwer. Lass uns gehen!"
Am nächsten Morgen machten sich Kinshor und Selarion auf, vor dem Rat der Stadt zu sprechen, dem auch Zahabir angehörte. Der Ratsaal befand sich im obersten Stockwerk eines prächtigen weißen Turmes mit einer golden Kuppel als Dach, der sich im Zentrum der Stadt befand und alle anderen Gebäude überragte. Die Ratsmitglieder, ein Dutzend an der Zahl und alles Magier, waren in prächtige Roben gekleidet und trugen schwere goldene Amtsketten als Zeichen ihres Ranges. Kinshor sprach lange und bestimmt auf die Ratsmitglieder ein, er sprach über Schäden, die die Magie der Nesser dem Land zufügt und über die Gefahren die davon ausgehen. Jedoch, wie von Zahabir vorhergesagt, ließ sich die Mehrzahl der Ratsmitglieder nicht beeindrucken, und Kinshor und Selarion mussten gehen, ohne irgendwelche Zugeständnisse der Nesser erreichen zu können. Auf dem Rückweg zur Westwind war Kinshor sichtlich verärgert. "Diese Narren", schimpfte er, "das ist der Gipfel der Arroganz."
Den Gipfel der Arroganz jedoch erreichte zwei Monate später der Magier Karsus, als er seinen Zauber Karsus Avatar wirke und die Welt ins Chaos stürzte. Und nur zwei Tage später eröffnete Kinshor seinem Schüler, dass er nun bereit sei, sich seiner letzten Prüfung zu stellen und ein Klingensänger zu werden.
Klingensänger!
So machte Seldarion sich auf, den Traditionen seines Ordens folgend, sich im Kampf mit einem Schneeworg zu beweisen. Einige Tage streifte er durch die Wildnis der verlorenen Gipfel, ohne auf die Spur einer solchen Bestie zu stoßen. Schließlich war es der Schneeworg, der ihn fand. Ein plötzliches Fauchen hinter ihm war die einzige Warnung.
Es wurde ein harter Kampf und Seldarion musste all sein Können aufwenden um zu bestehen. Erst als er schon am Boden lag, der Schneeworg über ihm, die Krallen sich durch die Mithralringe seiner Rüstung in sein Fleisch bohrend, fand seine Klinge das Herz der Bestie. Und mit einem letzten Aufbäumen brach die Bestie leblos zusammen.
Völlig erschöpft von dem Kampf gegen den Scheeworg kam Seldarion zurück zur Ordensfestung. So erschöpft, dass er nicht einmal die Anwesenheit von Zaharbir von Feuerrubin wahrnahm der ihm auf seinem Weg zu seiner Kammer begegnete. Als er in den nächsten Tagen ziellos durch die Festung streifte sah er ihn wieder, in der Bibliothek zusammen mit Kinshor und einigen anderen Magiern des Ordens in eine Diskussion vertieft. Etwas verwundert, doch ohne sie zu stören, verließ Seldarion die Bibliothek wieder.
Am nächsten Morgen wurde Seldarion aus seiner Trance geweckt als Kinshor mit einem schneeweißen Umhang in das Gemach kam. Er stellte ein paar ebenso weiße Fellstiefel auf eine Komode und warf ihm den Mantel zu. Verdutzt blicke Seldarion seinen alten Lehrmeister an. "Wird der Umhang normalerweise nicht während einer besonderen Zeremonie verliehen? Mit einem großen Fest und so?" Erst jetzt fiel ihm Kinshors grimmiger Gesichtsausdruck auf. "Dafür ist keine Zeit", erwiderte der Lehrmeister, "Großmeister Valerion erwartet uns in der Hohen Halle. Komm vollständig gerüstet, Bruder." Seldarion stand mit offenem Mund da, unfähig sich zu rühren. "Beeil dich! Ein Klingensänger lässt den Großmeister nicht warten." "Ja... Meister" war das einzigste was er erwidern konnte.

