Taspira Silberklinge, menschliche Waldläuferin, Zauberfeuerwirkerin
Aus Die herzliche Rollenspielwiki
Taspira wurde in Zentilfeste als Tochter des Soldaten Gernot Kaltbach und dessen Frau, der Näherin Soreina, geboren. Schon als Kind war sie eher eine Einzelgängerin und beschäftigte sich lieber mit dem Wachhund Baros als mit anderen Kindern. Doch sie zeigte ein großes Interesse, wenn sie jemanden dabei beobachten konnte, der Magie wirkte. Weshalb ihr Vater auch schon früh erwog, sie später einmal zu den Zentarim in die Magierausbildung zu schicken.
Doch bevor es so kommen konnte, trat Taspiras außergewöhnliches Talent zu Tage. Als sie nämlich im Alter von zehn Jahren mit ihren Eltern auf einen Jahrmarkt besuchte, geschah seltsames. Ein Schausteller hatte einen Stab, mit dem er Kindern einen Lachanfall verpassen konnte, wenn er diesen auf sie richtete. Als er diesen aber auf Taspira richtete, geschah überhaupt nichts. Ganz als ob ihr die Magie nichts anhaben könnte. Aus der Befürchtung heraus zu viel Aufmerksam auf sich zu ziehen, eilten die Eltern so schnell wie möglich mit ihrer Tochter nach Hause. Was dieser aber gar nicht gefiel. Als ihr Vater sie vom Jahrmarkt weg in eine Gasse zog, wurde sie jähzornig, ein leuchtender Strahl traf ihn und er schrie vor Schmerz auf.
Ein Kind, gesegnet mit dem Zauberfeuer, mitten in der Stadt der Zentarim, die jedem Zauberfeuerwirker nachstellten, um ihre grausamen Experimente an ihnen begehen. Nachdem der Vater die Bedeutung dieses Zwischenfalles begriffen hatte, blieb ihm keine andere Wahl als seine Heimat zu verlassen, wenn er sein Kind schützen wollte. Auch seine Frau weinte nur und bekniete ihn wegzugehen.
So bat er seinen Hauptmann ihn zu entlassen und an dem Besiedlungsprogramm des Nordens teilnehmen zu lassen, auch wenn er noch sehr jung dafür war. Dank vieler Goldmünzen gelang ihm aber das Vorhaben, und so brach die Familie auf in die Silbermarken. Wo sie seither als Bauern in dem Dörfchen Hügelspitze ihre neue Heimat gefunden hat.
Taspira verbrachte viel Zeit in den umliegenden Wäldern, da in dem Dörfchen eh kaum jemand ihres Alters war und sie von ihrem Vater gelernt hatte, dass sie Angst haben musste vor den Zentarim oder jenen, die mit diesen in Verbindung standen. Oft lieh sie sich heimlich das alte Schwert ihres Vaters, um damit im Wald zu spielen.
Die Jahre gingen ins Land und die sechzehnjährige Taspira hätte wohl eine recht einsame Jugend gehabt, wäre sie nicht irgendwann dem jungen Waldläufer Jasper Nachtwind begegnet. Er streunte oft in der Nähe des Dorfes umher und schien irgendwelchen Spuren zu folgen. Auch wenn er nie darüber sprach, was er suchte, so schlossen die beiden doch bald Freundschaft und Taspira verliebte sich in ihn.
Er erzählte ihr auch von dem winzigen Ort Jalanthar, wo er zusammen mit anderen Waldläufern und Jägern lebte. Getrieben von der Abenteuerlust und ihren Gefühlen zu ihm, überredete sie ihn irgendwann dazu, sie dorthin mitzunehmen und ihr beizubringen, was er über die Wälder und den Kampf wusste.
So wurde sie seine Schülerin und lebte mit ihm in einem alten Haus in Jalanthar, wo es doch nicht ganz so idyllisch war, denn es war mehr eine Ansammlung von Ruinen als ein romantischer Flecken. Dennoch war sie glücklich und lernte viel von Jasper. Er nahm sie trotzdem nie mit, wenn er wieder einmal für mehrere Tage verschwand, um das zu erledigen, was er seine Aufgabe nannte.
Erst als sie schon recht gut im zweihändigen Kampf war und auch den meisten Spuren folgen konnte, offenbarte er ihr, wonach er immer auf der Suche war. Er jagte die bösen Lykanthropen, die im Mondwald lebten. Denn ein Werwolf hatte einst seinen Bruder gebissen und in eine Bestie verwandelt. Er ließ ihr die Wahl, ob sie ihn dabei begleiten wolle oder nicht, denn es sei sehr gefährlich. Doch was hätte sie in ihrem jugendlichen Leichtsinn davon abhalten können?
So reisten Taspira und Jasper in das schöne Silbrigmond, um zu kaufen, was nötig war, um es mit Lykanthropen aufnehmen zu können: einen Rapier, Pfeilspitzen und auch einen Dolch, alles aus Silber. Außerdem Bella Donna-Kraut, falls es jemanden erwischen sollte.
Mit dem Beginn ihrer neuen Aufgabe, fern von ihrem alten Leben in Zentilfeste, gab sie sich den neuen Namen Taspira Silberklinge. Drei schöne Jahre streiften die beiden gemeinsam durch die Wälder und streckten so manches Werwesen nieder. Bis das Schreckliche geschah: Jasper starb im Kampf mit einem riesigen Werwolf, nachdem sie in einen Hinterhalt gelockt worden waren. Auch Taspira wurde sehr schwer verwundet, doch sie überlebte und schleppte sich in das nahe gelegene Dorf Quaervarr...

